Geflügelte Worte
Lebensweisheiten, Seite 2
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Der Krieg ist die bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.
Lebensw.Krieg ist nach dieser Sicht kein Bruch mit der Politik, sondern deren Verlängerung.
Carl von Clausewitzpreußischer General und Militärtheoretiker, 1780 bis 1831
Herkunft: Aus „Vom Kriege“ von Carl von Clausewitz, erschienen 1832 aus dem Nachlass.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleClausewitz
Siehe auch: Teile und herrsche.
Der Mensch ist das Maß aller Dinge.
Lebensw.Was als wahr oder gut gilt, bemisst sich am menschlichen Standpunkt und nicht an einer davon unabhängigen Instanz.
Protagorasgriechischer Sophist, um 490 bis 411 v. Chr.
Herkunft: Der Satz stammt von dem griechischen Sophisten Protagoras und ist bei Platon überliefert.
Themen: Lebensweisheiten
QuellePlaton, Protagoras
Siehe auch: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge. Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.
Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.
Lebensw.Pessimistische Aussage über das Verhalten der Menschen untereinander.
Herkunft: Die Formel „homo homini lupus“ stammt von Plautus und wurde durch Thomas Hobbes bekannt.
Themen: Lebensweisheiten
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Lebensw.Menschen halten an eingeübten Abläufen fest, auch wenn es bessere gäbe.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig und verbindet den philosophischen Gedanken von der Macht der Gewohnheit mit einem bewusst derben Vergleich. Der Gedanke selbst ist wesentlich älter und findet sich bereits bei Aristoteles und Cicero.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleAristoteles, Cicero
Siehe auch: Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.
Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.
Lebensw.Anklage gegen gesellschaftliche Verhältnisse, die dem Einzelnen die angeborene Freiheit nehmen.
Jean-Jacques RousseauGenfer Philosoph und Schriftsteller, 1712 bis 1778
Herkunft: Der Eröffnungssatz von Jean-Jacques Rousseaus „Vom Gesellschaftsvertrag“ (1762).
Themen: Lebensweisheiten
QuelleRousseau
Siehe auch: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge. Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.
Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.
Lebensw.Gegen Unvernunft hilft kein Argument.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Aus Friedrich Schillers Drama „Die Jungfrau von Orleans“ (1801).
Themen: Lebensweisheiten
QuelleSchiller
Siehe auch: Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit.
Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.
Lebensw.Wer seinen Dienst erfüllt hat, wird fallen gelassen. Der Satz wird heute wegen des Wortes kritisch gesehen und meist nur noch zitiert, um genau diesen Umgang zu benennen.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Aus Friedrich Schillers Drama „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ (1783).
Themen: Lebensweisheiten
QuelleSchiller
Siehe auch: Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen. Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen. Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.
Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.
Lebensw.Wie belastend ein Ereignis ist, hängt weniger von ihm ab als von der Bewertung, die man ihm gibt.
Epiktetgriechischer Philosoph der Stoa, um 50 bis 138 n. Chr.
Herkunft: Aus dem „Handbüchlein der Moral“ des griechischen Stoikers Epiktet.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleEpiktet
Siehe auch: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. Wir leiden öfter in der Einbildung als in der Wirklichkeit. Wer nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, für den ist kein Wind der richtige.
Nutze den Tag.
Lebensw.Aufforderung, den gegenwärtigen Tag zu nutzen, statt auf später zu vertrauen.
Horazrömischer Dichter, 65 bis 8 v. Chr.
Herkunft: Übersetzung des „carpe diem“ aus einer Ode des römischen Dichters Horaz.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleHoraz
Siehe auch: Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Lebensw.Vorhandenes Wissen reicht nur bis zum Rand des Bekannten; darüber hinaus trägt allein die Vorstellungskraft.
Albert EinsteinPhysiker, 1879 bis 1955
Herkunft: Der Ausspruch stammt von Albert Einstein aus einem Interview von 1929.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleEinstein
Siehe auch: Und sie bewegt sich doch. Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie.
Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern.
Lebensw.Erkenntnis genügt nicht, wenn ihr keine Veränderung folgt.
Karl MarxPhilosoph und Ökonom, 1818 bis 1883
Herkunft: Die elfte der „Thesen über Feuerbach“ von Karl Marx (1845), veröffentlicht durch Friedrich Engels.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleKarl Marx
Siehe auch: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten. Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.
Die Seele nimmt die Farbe der Gedanken an.
Lebensw.Woran jemand ständig denkt, das prägt mit der Zeit seinen Charakter.
Mark Aurelrömischer Kaiser und Philosoph, 121 bis 180 n. Chr.
Herkunft: Aus den „Selbstbetrachtungen“ des römischen Kaisers Mark Aurel.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleMark Aurel
Siehe auch: Wir leiden öfter in der Einbildung als in der Wirklichkeit. Wer nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, für den ist kein Wind der richtige. Solange du lebst, lerne zu leben.
Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.
Lebensw.Die Grundfrage nach dem Weiterleben, sprichwörtlich geworden für jede Entscheidung von großer Tragweite.
William Shakespeareenglischer Dramatiker, 1564 bis 1616
Herkunft: Aus William Shakespeares „Hamlet“ (um 1601), in der klassischen deutschen Übersetzung von August Wilhelm Schlegel.
Auch: To be, or not to be.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleShakespeare
Siehe auch: Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen. Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen. Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.
Man sieht nur, was man weiß.
Lebensw.Wer etwas nicht kennt, nimmt es auch dann nicht wahr, wenn es vor ihm liegt.
Herkunft: Der Satz wird traditionell Goethe zugeschrieben, findet sich in seinen Werken aber nicht in dieser Form.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer nicht von dreitausend Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleib im Dunkeln unerfahren.
Solange du lebst, lerne zu leben.
Lebensw.Die Lebenskunst ist nie abgeschlossen, man übt sie bis zuletzt.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Aus Senecas Briefen an Lucilius.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleSeneca
Siehe auch: Wir leiden öfter in der Einbildung als in der Wirklichkeit. Wer nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, für den ist kein Wind der richtige. Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.
Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken.
Lebensw.Wie jemand formuliert, verrät, wie klar er denkt.
Samuel Johnsonenglischer Gelehrter und Lexikograph, 1709 bis 1784
Herkunft: Der Satz stammt von dem englischen Gelehrten Samuel Johnson und ist über deutsche Zitatsammlungen des 19. Jahrhunderts verbreitet.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleSamuel Johnson
Siehe auch: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. Ich denke, also bin ich. Die Seele nimmt die Farbe der Gedanken an.
Dem Tapferen hilft das Glück.
Lebensw.Wer sich etwas traut, dem kommen die Umstände eher entgegen.
Vergilrömischer Dichter, 70 bis 19 v. Chr.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „fortuna audaces iuvat“, die sich unter anderem bei Vergil und Terenz findet.
Themen: Lebensweisheiten
Siehe auch: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Teile und herrsche.
Lebensw.Wer eine Gegenseite spaltet, beherrscht sie leichter, als wenn sie geschlossen auftritt.
Herkunft: Die lateinische Formel „divide et impera“ ist als Herrschaftsregel seit der Neuzeit belegt; die Zuschreibung an einzelne römische Politiker ist nicht haltbar.
Auch: Divide et impera.
Themen: Lebensweisheiten
Siehe auch: Wir werden entweder einen Weg finden oder einen bahnen. Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
Und sie bewegt sich doch.
Lebensw.Beharren auf einer Tatsache, auch wenn man sie öffentlich widerrufen musste.
Galileo Galileiitalienischer Naturforscher, 1564 bis 1642
Herkunft: Der Satz wird Galileo Galilei nach seinem Widerruf von 1633 zugeschrieben. Zeitgenössisch belegt ist er nicht; die Zuschreibung taucht erst rund hundert Jahre später auf.
Auch: Eppur si muove.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleGalilei
Siehe auch: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie. Das also war des Pudels Kern.
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.
Lebensw.Ein kurzer Rausch der Begeisterung kann lange Reue nach sich ziehen.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Der Vers stammt aus Schillers „Lied von der Glocke“.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleSchiller
Siehe auch: Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht los. Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend immer Böses muss gebären.
Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.
Lebensw.Ein Erbe gehört einem erst wirklich, wenn man sich selbst darum bemüht hat.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus Goethes „Faust I“ (1808).
Themen: Lebensweisheiten
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen. Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage. Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.
Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
Lebensw.Wer sich dauerhaft mit etwas Zerstörerischem befasst, wird davon verändert.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Ebenfalls aus Nietzsches „Jenseits von Gut und Böse“; der Satz folgt unmittelbar auf den vom Kampf mit den Ungeheuern.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleNietzsche
Siehe auch: Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Teile und herrsche. Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.
Lebensw.Wer jede Entscheidung endlos abwägt, kommt nie zum Tun.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Aus Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ (1804).
Themen: Lebensweisheiten
QuelleSchiller
Siehe auch: Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit. Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern. Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn.
Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.
Lebensw.Wer sich lange gegen etwas Böses wehrt, läuft Gefahr, dessen Mittel zu übernehmen.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Aus Friedrich Nietzsches „Jenseits von Gut und Böse“ (1886).
Themen: Lebensweisheiten
QuelleNietzsche
Siehe auch: Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein. Teile und herrsche. Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
Wer nicht von dreitausend Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleib im Dunkeln unerfahren.
Lebensw.Wer die Vergangenheit nicht kennt, versteht auch die eigene Zeit nicht.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus Goethes „West-östlichem Divan“ (1819).
Themen: Lebensweisheiten
QuelleGoethe
Siehe auch: Man sieht nur, was man weiß. Es gibt nichts Neues unter der Sonne.
Wer nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, für den ist kein Wind der richtige.
Lebensw.Ohne klares Ziel nützen auch günstige Umstände nichts.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Sinngemäß aus den Briefen des römischen Philosophen Seneca an Lucilius.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleSeneca
Siehe auch: Wir leiden öfter in der Einbildung als in der Wirklichkeit. Solange du lebst, lerne zu leben. Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.
Wer nichts bezweifelt, prüft nichts.
Lebensw.Ohne Zweifel gibt es keine Nachprüfung und damit keinen Erkenntnisfortschritt.
Georg Christoph LichtenbergPhysiker und Schriftsteller, 1742 bis 1799
Herkunft: Der Gedanke ist ein Grundmotiv der europäischen Aufklärung und findet sich in verschiedenen Fassungen bei Descartes und Lichtenberg.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleDescartes, Lichtenberg
Siehe auch: Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
Lebensw.Ohne eigenes Urteil bleibt einem nichts, als jeder Behauptung zu folgen.
Marie von Ebner-Eschenbachösterreichische Schriftstellerin, 1830 bis 1916
Herkunft: Der Ausspruch stammt von der österreichischen Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach aus ihren „Aphorismen“ (1880).
Themen: Lebensweisheiten
QuelleEbner-Eschenbach
Siehe auch: Wir sind Zwerge auf den Schultern von Riesen. Ich weiß, dass ich nichts weiß.
Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.
Lebensw.Wer breit auffächert, trifft bei jedem wenigstens einen Geschmack.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Vorspiel auf dem Theater in Goethes „Faust I“ (1808).
Themen: Lebensweisheiten
QuelleGoethe
Siehe auch: Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen. Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage. Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.
Wir leiden öfter in der Einbildung als in der Wirklichkeit.
Lebensw.Die meisten Befürchtungen treten nie ein, quälen aber trotzdem.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Ebenfalls aus Senecas Briefen an Lucilius.
Themen: Lebensweisheiten
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, für den ist kein Wind der richtige. Solange du lebst, lerne zu leben. Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.