
Sprichwörter
542 vollständige Sätze mit allgemeiner Aussage, geordnet nach Themen von Glück und Zeit bis Arbeit und Wetter. Jeder Eintrag mit Bedeutungserklärung, Varianten und, wo belegbar, mit Herkunft.
1061 geprüfte Einträge mit eigenständiger Erklärung. Die Herkunft steht dabei, wenn sie belegbar ist, und sonst steht dort, dass sie es nicht ist.
542 Sprichwörter · 296 Redewendungen
158 Sprüche · 65 Lebensweisheiten
Sprichwörter und Redewendungen bilden den Kern. Dazu kommen Sprüche für konkrete Anlässe und geflügelte Worte, deren Quelle sich noch benennen lässt.

542 vollständige Sätze mit allgemeiner Aussage, geordnet nach Themen von Glück und Zeit bis Arbeit und Wetter. Jeder Eintrag mit Bedeutungserklärung, Varianten und, wo belegbar, mit Herkunft.

296 bildhafte Wendungen, deren Sinn sich nicht aus den einzelnen Wörtern ergibt. Viele stammen aus Handwerk, Seefahrt, Jagd oder Rechtsprechung, und genau das erklären wir dazu.

158 Sprüche nach Anlass, von Geburtstag über Hochzeit bis Trauer. Aufgenommen wird nur Volksgut und was urheberrechtlich frei ist, deshalb finden Sie hier keine Kalendersprüche der letzten Jahrzehnte.

65 geflügelte Worte von der Antike bis zur Klassik, jeweils mit der Quelle. Wo eine gängige Zuschreibung nicht haltbar ist, steht das ausdrücklich dabei.

Das klassische Verzeichnis, sortiert nach dem ersten inhaltstragenden Wort. „Die Katze aus dem Sack lassen“ steht unter K, genau wie in einem gedruckten Wörterbuch.

Alle 104 Themen der vier Bereiche auf einen Blick, mit der Zahl der Einträge je Thema. Der schnellste Weg, wenn Sie kein Stichwort haben, sondern ein Gefühl für die Richtung.
Im Netz kursieren Sammlungen, in denen frei erfundene Sätze als alte Sprichwörter ausgegeben werden, meist mit einer ebenso erfundenen Entstehungsgeschichte. Hier gilt eine Regel: Was sich nicht belegen lässt, kommt nicht hinein.
Etwas auf dem Kerbholz haben
Sich etwas haben zuschulden kommen lassen. Zum Eintrag
Hochmut kommt vor dem Fall.
Wer sich zu viel auf sich einbildet, wird umso härter enttäuscht. Zum Eintrag
Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.
Wer sich lange gegen etwas Böses wehrt, läuft Gefahr, dessen Mittel zu übernehmen. Zum Eintrag
Jeden Tag ein anderer Eintrag aus dem Bestand, ausgewählt nach dem Kalendertag und nicht nach Beliebtheit. So kommen auch die selteneren Formulierungen einmal an die Reihe.
Der Tod kommt wie ein Dieb in der Nacht.
Sprichw.Das Ende kommt unangekündigt und lässt sich nicht einplanen.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Neuen Testament (1. Thessalonicher 5,2).
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Der Tod hat keinen Kalender.
Ein Sprichwort ist ein vollständiger Satz und behauptet etwas, zum Beispiel „Lügen haben kurze Beine.“ Eine Redewendung ist ein Baustein, der erst im Satz vollständig wird und dabei gebeugt wird, etwa „ins Schwarze treffen“. Ausführlich steht das im Beitrag Sprichwort oder Redewendung?
Genannt wird eine Herkunft nur dann, wenn sie sich einer Quelle oder einem frühen Beleg zuordnen lässt. Ist die Überlieferung unklar, steht das ausdrücklich im Eintrag. Wo eine verbreitete Zuschreibung nachweislich falsch ist, sagen wir das, statt sie stillschweigend wegzulassen. Mehr dazu unter Aufnahmekriterien.
Weil eine Seite mit drei Sätzen niemandem hilft. Die Einträge stehen auf ausführlichen Themenseiten und sind über einen eigenen Anker trotzdem einzeln verlinkbar. Wer einen bestimmten Eintrag teilen will, findet unter jedem Eintrag einen Knopf, der genau diesen Link kopiert.
Die Bedeutungserklärungen sind eigenständig geschrieben und dürfen mit Quellenangabe zitiert werden. Für den Unterricht gibt es einen eigenen Beitrag mit Vorschlägen zur Reihenfolge: Sprichwörter im Deutschunterricht.
Die Suche durchsucht auch die Bedeutungserklärungen. Wer nur noch weiß, worum es ging, gibt einfach das Stichwort ein: „aufgeben“ führt zu „Das Handtuch werfen“, obwohl das Wort dort nicht vorkommt.
Wer heute nach der Bedeutung eines Sprichworts sucht, landet meistens auf Seiten, die sich sehr ähnlich sehen. Dieselben zweihundert Sätze, dieselben knappen Erklärungen, und darunter eine Herkunftsgeschichte, die zwar hübsch klingt, aber nirgends belegt ist. Wer zwei solcher Seiten vergleicht, findet oft denselben Wortlaut, weil eine von der anderen abgeschrieben hat. Genau das wollten wir anders machen.
Der Bestand umfasst 1061 Einträge, und jeder einzelne ist daraufhin geprüft worden, ob es die Formulierung tatsächlich gibt. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Ein erheblicher Teil dessen, was im Netz als altes deutsches Sprichwort verkauft wird, ist irgendwann in den letzten fünfzehn Jahren erfunden worden. Solche Sätze stehen hier nicht, auch dann nicht, wenn sie schön klingen.
Jeder Eintrag besteht aus dem Wortlaut, einer eigenständig geschriebenen Erklärung und, sofern vorhanden, den überlieferten Schreibvarianten. Dazu kommt die Herkunft. Sie wird nur genannt, wenn sie sich einer Quelle oder einem frühen Beleg zuordnen lässt. Bei 1061 Einträgen ist das der Fall. Bei allen anderen steht ausdrücklich, dass die Überlieferung unklar ist, statt eine plausible Geschichte einzusetzen.
Manchmal ist die Sache noch etwas komplizierter, nämlich dann, wenn eine falsche Zuschreibung so verbreitet ist, dass sie als gesichert gilt. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ steht in keiner Schrift Lenins. Der Trauervers über das, was man im Herzen trägt, findet sich bei Goethe nicht. In solchen Fällen sagen wir das im Eintrag, denn Weglassen würde die Falschzuschreibung nur bestehen lassen.
Es gibt drei Wege. Über die Themen, wenn Sie ungefähr wissen, worum es geht. Über das alphabetische Verzeichnis, wenn Sie den Anfang kennen. Und über die Suche, wenn Sie weder das eine noch das andere haben: Sie greift auch auf die Erklärungen zu, findet also ein Sprichwort auch dann, wenn Sie nur noch das Thema erinnern.
Innerhalb eines Eintrags führen Querverweise zu verwandten Formulierungen. Wer „Das Handtuch werfen“ nachschlägt, findet daneben „Die Flinte ins Korn werfen“ und „Die Segel streichen“, also drei Bilder für dieselbe Sache. Für den Hintergrund gibt es außerdem zehn Beiträge, unter anderem darüber, woran man eine erfundene Herkunftsgeschichte erkennt und welche Bauernregeln meteorologisch etwas taugen.
Die Suche greift nicht nur auf den Wortlaut zu, sondern auch auf die Bedeutungserklärungen. Ein Stichwort wie „aufgeben“ genügt, um bei „Das Handtuch werfen“ zu landen.
Zur Suche