Sprüche · Sprüche nach Anlass
Sprüche zur Trauer
Traditionelle Trostworte und Grabinschriften aus dem gemeinfreien Bestand. Ohne Kitsch, ohne moderne Zitatsammlungen.
31 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2
Bekannte Sprüche
Ein Stern ist erloschen, ein Licht ist verglüht.
SpruchBildformel für Trauerkarten und Anzeigen.
Herkunft: Volksgut aus dem Umfeld der Trauerverse, ohne bekannten Verfasser.
Themen: Abschied
QuelleVolksgut
Siehe auch: Der Himmel hat ein Licht mehr. Was du gegeben hast, bleibt. Was bleibt, ist die Liebe.
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
SpruchDer Verlust nimmt einem nicht, was man mit einem Menschen erlebt hat.
Herkunft: Der Satz wird fast durchgehend Goethe zugeschrieben, ist in seinen Werken und Briefen aber nicht nachweisbar.
Themen: Abschied
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer im Herzen bleibt, geht nie ganz. Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Ein Leben hinterlässt Spuren, kein Ende löscht sie.
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern.
SpruchSolange an einen Menschen gedacht wird, bleibt er anwesend.
Herkunft: Der Vers wird meist Immanuel Kant zugeschrieben; in seinen Schriften findet er sich nicht.
Themen: Abschied
QuelleKant
Siehe auch: Wer im Herzen bleibt, geht nie ganz. Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. Ein Leben hinterlässt Spuren, kein Ende löscht sie.
Sprüche mit belegter Herkunft
Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt.
SpruchAnfangszeile eines der bekanntesten deutschen Trostlieder.
Herkunft: Text von Paul Gerhardt (1653).
Themen: GenesungZum Nachdenken
QuellePaul Gerhardt
Siehe auch: Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind. Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder. Ein Leben hinterlässt Spuren, kein Ende löscht sie.
Es kann die Spur von meinen Erdetagen nicht in Äonen untergehn.
SpruchWas ein Mensch gewirkt hat, verschwindet nicht mit ihm.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Schlussmonolog des Faust in Goethes „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ (1832).
Themen: Zum NachdenkenLeben
QuelleGoethe
Siehe auch: Was bleibt, ist die Erinnerung. Ein Leben hinterlässt Spuren, kein Ende löscht sie. Das Leben besteht nicht aus Jahren, sondern aus Augenblicken.
Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang.
SpruchSegensvers, der bei Beerdigungen und Verabschiedungen gelesen wird.
Herkunft: Aus Psalm 121 im Alten Testament.
Themen: AbschiedZum Nachdenken
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde. Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.
Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen.
SpruchFormel der Hinnahme, mit der ein Verlust als nicht verfügbar anerkannt wird.
Herkunft: Aus dem Buch Hiob im Alten Testament (Hiob 1,21).
Themen: Abschied
QuelleAltes Testament, Buch Hiob
Siehe auch: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Die Liebe höret nimmer auf.
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
SpruchDer meistgelesene Psalm bei deutschen Trauerfeiern.
Herkunft: Aus Psalm 23 im Alten Testament.
Themen: GenesungZum Nachdenken
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde.
Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.
SpruchTrostvers, traditionell bei Trauerfeiern gelesen.
Herkunft: Aus Psalm 34 im Alten Testament.
Themen: GenesungZum Nachdenken
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
Der Himmel hat ein Licht mehr.
SpruchBildformel für Trauerkarten, besonders bei jungen Verstorbenen.
Herkunft: Feste Trauerformel ohne einzelnen Urheber.
Siehe auch: Ein Stern ist erloschen, ein Licht ist verglüht. In stiller Anteilnahme. In Gottes Händen geborgen.
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
SpruchZentraler Vers der christlichen Trauerfeier.
Herkunft: Aus dem Johannesevangelium (Johannes 11,25).
Themen: Abschied
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Die Liebe höret nimmer auf. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen.
Ich hatt einen Kameraden, einen bessern findst du nit.
SpruchZeile aus dem bekanntesten deutschen Totengedenklied.
Herkunft: Text von Ludwig Uhland (1809), Melodie nach einem Volkslied, gesetzt von Friedrich Silcher.
Themen: FreundschaftAbschied
QuelleKirchenlied, Uhland, Volkslied
Siehe auch: Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder. Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt. Behüt dich Gott, es wär so schön gewesen.
Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise.
SpruchZeile über das Kleinerwerden des Lebenskreises im Alter, häufig für Trauerkarten gewählt.
Herkunft: Aus Theodor Fontanes Gedicht „Ausgang“ (1889).
Themen: AbschiedZum Nachdenken
QuelleFontane
Siehe auch: Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit. Das Jahr geht still zu Ende. Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluss der Welt.
Ein Leben hinterlässt Spuren, kein Ende löscht sie.
SpruchTrauerformel über das Fortwirken eines Lebens.
Herkunft: Feste Trauerformel ohne einzelnen Urheber.
Themen: AbschiedZum Nachdenken
Siehe auch: Wer im Herzen bleibt, geht nie ganz. Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
Die Liebe höret nimmer auf.
SpruchVers, der bei Trauerfeiern ebenso gelesen wird wie bei Trauungen.
Herkunft: Aus dem ersten Korintherbrief des Neuen Testaments (1. Korinther 13,8).
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen.
Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde.
SpruchBild für die Kürze und Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens.
Herkunft: Aus Psalm 103 im Alten Testament.
Themen: LebenZum Nachdenken
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit. Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.
Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit.
SpruchZeile über die Kürze des Lebens, häufig bei Trauerfeiern gelesen.
Herkunft: Aus einem Gedicht von Matthias Claudius, vertont unter anderem von Max Reger.
Themen: LebenZum Nachdenken
QuelleMatthias Claudius
Siehe auch: Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde. Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluss der Welt. Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise.
Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder.
SpruchAnfangszeile eines Abendlieds, das traditionell auch bei Trauerfeiern gesungen wird.
Herkunft: Text von Paul Gerhardt (1647) nach der Melodie eines älteren Volkslieds.
Themen: AbschiedZum Nachdenken
QuellePaul Gerhardt, Volkslied
Siehe auch: Ich hatt einen Kameraden, einen bessern findst du nit. Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt. Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land.
Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide.
SpruchNur wer selbst gelitten hat, kann nachvollziehen, was ein anderer durchmacht.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Lied der Mignon in Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795).
Themen: Zum NachdenkenLiebe
QuelleGoethe
Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben.
SpruchTraditioneller Trauerspruch für Anzeigen und Grabsteine.
Herkunft: Aus der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament (Offenbarung 14,13).
Themen: Abschied
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer im Herzen bleibt, geht nie ganz. Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
Was bleibt, ist die Erinnerung.
SpruchTrauerformel, die den Verlust anerkennt und zugleich das Bleibende benennt.
Herkunft: Feste Trauerformel ohne einzelnen Urheber.
Themen: AbschiedZum Nachdenken
Siehe auch: Ein Leben hinterlässt Spuren, kein Ende löscht sie. Wer im Herzen bleibt, geht nie ganz. Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern.
Was bleibt, ist die Liebe.
SpruchTrauerformel, die auf den bekannten Schluss des Korintherbriefs anspielt.
Herkunft: Der Gedanke geht auf den ersten Korintherbrief zurück, wonach von Glaube, Hoffnung und Liebe die Liebe die größte ist.
Siehe auch: In Gottes Händen geborgen. Wer im Herzen bleibt, geht nie ganz. Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern.
Was du gegeben hast, bleibt.
SpruchTrauerformel, die auf das Fortwirken des Verstorbenen zielt.
Herkunft: Feste Trauerformel ohne einzelnen Urheber.
Siehe auch: Was bleibt, ist die Liebe. Was bleibt, ist die Erinnerung. In stiller Anteilnahme.
Wer im Herzen bleibt, geht nie ganz.
SpruchTrauerformel über das Fortleben in der Erinnerung.
Herkunft: Feste Trauerformel ohne einzelnen Urheber.
Siehe auch: Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. Ein Leben hinterlässt Spuren, kein Ende löscht sie.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
SpruchEs gibt einen Punkt, an dem sich Versäumtes nicht mehr nachholen lässt.
Rainer Maria RilkeDichter, 1875 bis 1926
Herkunft: Aus Rainer Maria Rilkes Gedicht „Herbsttag“ (1902).
Themen: Zum NachdenkenAbschied
QuelleRilke
Kurze Sprüche
Alles hat seine Zeit.
SpruchJede Phase hat ihre Berechtigung, und keine dauert ewig.
Herkunft: Aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 3,1).
Themen: LebenZum NachdenkenKurz
QuelleAltes Testament
Siehe auch: In der Ruhe liegt die Kraft. Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.
In Gottes Händen geborgen.
SpruchVerbreitete Formel auf Trauerkarten und Grabsteinen.
Herkunft: Der Gedanke geht auf mehrere Psalmenstellen zurück, unter anderem auf Psalm 31.
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Was bleibt, ist die Liebe. Wer im Herzen bleibt, geht nie ganz. In stiller Anteilnahme.
In stiller Anteilnahme.
SpruchDie geläufigste deutsche Formel auf Trauerkarten.
Herkunft: Feste Trauerformel ohne einzelnen Urheber.
Siehe auch: In Gottes Händen geborgen. Der Himmel hat ein Licht mehr. Worte helfen wenig, aber wir sind da.
Ruhe in Frieden.
SpruchDie verbreitetste deutsche Grabinschrift und Abschiedsformel.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Grabformel „requiescat in pace“, im christlichen Bestattungswesen seit dem Mittelalter üblich.
Auch: R.I.P. · Requiescat in pace.
Siehe auch: Wir werden dich vermissen. Danke für die gemeinsamen Jahre. Auf ein baldiges Wiedersehen.
Wir denken an dich.
SpruchKurzformel für Genesungs- und Trauerkarten gleichermaßen.
Herkunft: Feste Grußformel ohne einzelnen Urheber.
Siehe auch: Worte helfen wenig, aber wir sind da. Werde schnell wieder gesund, wir vermissen dich. Kopf hoch, das wird wieder.
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