Sprüche · Sprüche nach Anlass
Sprüche zum Nachdenken
Sätze, die nicht sofort aufgehen. Vieles davon stammt aus alten Spruchsammlungen und Inschriften.
123 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 5
Bekannte Sprüche
Das alte Jahr ist nun vorbei, das neue steht vor der Tür.
SpruchTraditionelle Eröffnungszeile für Neujahrsverse.
Herkunft: Volksgut, in zahlreichen Fassungen überliefert.
QuelleVolksgut
Siehe auch: Jedes Jahr ein neues Blatt, geschrieben wird von uns. Ein Jahr endet, ein Weg geht weiter. Das neue Jahr liegt vor uns wie ein unbeschriebenes Blatt.
Das beste Medikament ist Zeit.
SpruchGenesungsformel über die Rolle der Zeit bei der Heilung.
Herkunft: Der Gedanke geht auf Hippokrates zurück, der die Natur als eigentliche Heilerin bezeichnete.
QuelleHippokrates
Siehe auch: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Lachen ist die beste Medizin. Gute Besserung, und lass dir Zeit.
Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.
SpruchWer dankbar ist, behält im Gedächtnis, was ihm Gutes getan wurde.
Herkunft: Der Satz wird verschiedenen Autoren zugeschrieben, unter anderem Jean Massieu; eine eindeutige Erstquelle fehlt.
Themen: DankeFreundschaft
Siehe auch: Ohne euch wäre es nicht gegangen. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen. Für alles sei Dank gesagt.
Dankbarkeit ist keine Pflicht, sondern eine Haltung.
SpruchFormel über Dankbarkeit als Lebenseinstellung statt als Schuldigkeit.
Herkunft: Eine moderne Formel ohne feste Zuschreibung.
Siehe auch: Das Leben ist ein Geschenk, kein Anspruch. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen. Lebe so, dass du dich später gern erinnerst.
Ein Freund ist ein Dach bei Regen.
SpruchBildformel über die Freundschaft als Schutz in schwierigen Zeiten.
Herkunft: Volksgut aus dem Umfeld der Stammbuchverse.
Themen: FreundschaftKurz
QuelleVolksgut
Siehe auch: Worte helfen wenig, aber wir sind da. Was das Jahr auch bringen mag, es soll dich nicht allein finden. Zwei sind besser als einer, denn wenn einer fällt, hilft ihm der andere auf.
Ein Freund ist jemand, der dich kennt und trotzdem mag.
SpruchFormel über Freundschaft als Annahme trotz aller Kenntnis der Schwächen.
Herkunft: Der Ausspruch wird Elbert Hubbard zugeschrieben (um 1900).
Themen: FreundschaftKurz
QuelleElbert Hubbard
Siehe auch: Wo du bist, ist zu Hause. Lachen ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen. Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.
Freundschaft ist eine Pflanze, die man gießen muss.
SpruchBildformel über die notwendige Pflege einer Beziehung.
Herkunft: Volksgut aus dem Umfeld der Stammbuchverse.
Themen: FreundschaftKurz
QuelleVolksgut
Siehe auch: Freundschaft ist wie ein Baum: Sie wächst langsam und hält lange. Liebe braucht Zeit, nicht Worte. Wer heiratet, baut ein Haus, das nie fertig wird.
Freundschaft ist wie ein Baum: Sie wächst langsam und hält lange.
SpruchBildformel über die langsame Entstehung und die Haltbarkeit echter Freundschaft.
Herkunft: Volksgut aus dem Umfeld der Stammbuchverse.
Themen: FreundschaftKurz
QuelleVolksgut
Siehe auch: Freundschaft ist eine Pflanze, die man gießen muss. Wo Liebe wächst, wird kein Boden schlecht. Liebe braucht Zeit, nicht Worte.
Sprüche mit belegter Herkunft
Allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen.
SpruchWer sich dauerhaft überanstrengt, hält nicht durch.
Herkunft: Die Formel stammt aus Schillers „Wilhelm Tell“ und geht auf ein antikes Bild zurück.
Themen: LustigMotivation
QuelleSchiller
Siehe auch: Weniger ist mehr. Gute Besserung und vor allem Geduld.
Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.
SpruchVers über den vollständigen Neuanfang, traditionell zum Jahreswechsel gelesen.
Herkunft: Aus dem zweiten Korintherbrief des Neuen Testaments (2. Korinther 5,17).
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Seine Barmherzigkeit ist alle Morgen neu. Jedes Jahr ein neues Blatt, geschrieben wird von uns. Ein Jahr endet, ein Weg geht weiter.
Auf ein gutes neues Jahr!
SpruchKnappe Neujahrsformel für Karten, Reden und das Anstoßen um Mitternacht.
Herkunft: Feste Grußformel ohne einzelnen Urheber.
Auch: Auf ein gutes neues Jahr. · Ein gesegnetes neues Jahr. · Ein gutes neues Jahr und Gottes Segen.
Siehe auch: Mit Gott ins neue Jahr. Gesegnete Weihnachten und ein behütetes neues Jahr. Gesegnete Festtage und ein friedvolles neues Jahr.
Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt.
SpruchAnfangszeile eines der bekanntesten deutschen Trostlieder.
Herkunft: Text von Paul Gerhardt (1653).
QuellePaul Gerhardt
Siehe auch: Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind. Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder. Ein Leben hinterlässt Spuren, kein Ende löscht sie.
Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt.
SpruchWer aufrecht handelt, stellt die eigenen Interessen hinten an.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Aus Friedrich Schillers Schauspiel „Wilhelm Tell“ (1804).
QuelleSchiller
Siehe auch: Lebe so, dass du dich später gern erinnerst. Kinder sind anvertraut, nicht gehörend. Der eine fragt: Was kommt danach? Der andre fragt nur: Ist es recht?
Dank braucht keine langen Worte.
SpruchEine kurze Dankesformel wirkt oft mehr als eine ausführliche.
Herkunft: Feste Grußformel ohne einzelnen Urheber.
Siehe auch: Für alles sei Dank gesagt. Was ich kann, habe ich von dir. Vergelt's Gott.
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich.
SpruchDer klassische Dankvers des Psalters, bei Erntedank und Danksagungen gelesen.
Herkunft: Aus Psalm 118 im Alten Testament.
Themen: Danke
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Für alles sei Dank gesagt.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet.
SpruchDie bekannteste deutsche Mahnung vor der Eheschließung, meist scherzhaft zitiert.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Aus Friedrich Schillers „Lied von der Glocke“ (1799).
QuelleSchiller
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist Gott. Einer halte zum anderen, in guten wie in schweren Tagen. Zwei Wege, ein Ziel.
Du musst dein Leben ändern.
SpruchSchlusssatz, der als unbedingte Aufforderung zum Umdenken gelesen wird.
Rainer Maria RilkeDichter, 1875 bis 1926
Herkunft: Die Schlusszeile von Rainer Maria Rilkes Gedicht „Archaïscher Torso Apollos“ (1908).
Themen: MotivationKurz
QuelleRilke
Kein Ende, nur ein anderer Abschnitt.
SpruchAbschiedsformel, die den Ruhestand als Übergang deutet.
Herkunft: Feste Grußformel ohne einzelnen Urheber.
Siehe auch: Zeit für neue Wege. Wir werden dich vermissen. Was du gesät hast, wird weiterwachsen.
Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
SpruchScherzhafte Feststellung, dass Pläne selten so aufgehen wie gedacht.
Wilhelm BuschDichter und Zeichner, 1832 bis 1908
Herkunft: Die Verse stammen aus Wilhelm Buschs „Plisch und Plum“ (1882).
QuelleWilhelm Busch
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
SpruchAufforderung, es beim guten Vorsatz nicht zu belassen. Ein Kurzzitat im Rahmen des Zitatrechts.
Herkunft: Der Vers stammt von Erich Kästner aus dem Gedicht „Moral“ (1950).
Themen: LustigMotivation
QuelleErich Kästner
Siehe auch: Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
Es irrt der Mensch, solang er strebt.
SpruchWer etwas versucht, macht dabei zwangsläufig Fehler.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Prolog im Himmel in Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ (1808).
Themen: MotivationLeben
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
SpruchErkenntnis und guter Vorsatz nützen nichts, solange ihnen keine Tat folgt.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus Goethes „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ (1829).
Themen: MotivationLeben
QuelleGoethe
Siehe auch: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Es kann die Spur von meinen Erdetagen nicht in Äonen untergehn.
SpruchWas ein Mensch gewirkt hat, verschwindet nicht mit ihm.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Schlussmonolog des Faust in Goethes „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ (1832).
QuelleGoethe
Siehe auch: Was bleibt, ist die Erinnerung. Ein Leben hinterlässt Spuren, kein Ende löscht sie. Das Leben besteht nicht aus Jahren, sondern aus Augenblicken.
Der eine fragt: Was kommt danach? Der andre fragt nur: Ist es recht?
SpruchEs macht einen Unterschied, ob man nach den Folgen fragt oder danach, was richtig ist.
Theodor StormSchriftsteller, 1817 bis 1888
Herkunft: Aus Theodor Storms Gedicht „Der eine fragt“; die Fortsetzung unterscheidet auf dieser Grundlage den Freien vom Knecht.
Themen: Leben
QuelleStorm
Siehe auch: Lebe so, dass du dich später gern erinnerst. Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt. Das Leben ist ein Geschenk, kein Anspruch.
Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.
SpruchEnge Freunde denken und empfinden so ähnlich, als teilten sie ein Inneres.
Aristotelesgriechischer Philosoph, 384 bis 322 v. Chr.
Herkunft: Der Gedanke wird Aristoteles zugeschrieben und ist bei Diogenes Laertios überliefert.
Themen: Freundschaft
QuelleAristoteles, Diogenes Laertios
Siehe auch: Lachen ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen. Ein Freund ist jemand, der dich kennt und trotzdem mag. Wo du bist, ist zu Hause.
Für alles sei Dank gesagt.
SpruchFormel für Abschieds- und Jubiläumskarten, die den Dank auf das Ganze bezieht.
Herkunft: Feste Grußformel ohne einzelnen Urheber.
Siehe auch: Dank braucht keine langen Worte. Was ich kann, habe ich von dir. Vergelt's Gott.
Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große Freude.
SpruchDer Engelsgruß aus der Weihnachtsgeschichte, in jeder Christvesper gelesen.
Herkunft: Aus dem Lukasevangelium (Lukas 2,10).
Themen: Weihnachten
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Euch ist heute der Heiland geboren. Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden. Über alles zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.
Einer halte zum anderen, in guten wie in schweren Tagen.
SpruchFormel aus dem Trauversprechen, auch für Glückwunschkarten verwendet.
Herkunft: Feste Formel aus der deutschen Trauliturgie.
Siehe auch: Freut euch miteinander und tragt einer des anderen Last. Wo Liebe ist, da ist Gott. Drum prüfe, wer sich ewig bindet.
Kurze Sprüche
Alles hat seine Zeit.
SpruchJede Phase hat ihre Berechtigung, und keine dauert ewig.
Herkunft: Aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 3,1).
QuelleAltes Testament
Siehe auch: In der Ruhe liegt die Kraft. Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.
Die Gedanken sind frei.
SpruchWas jemand denkt, lässt sich von außen nicht kontrollieren.
Herkunft: Anfangszeile eines deutschen Volksliedes, das im frühen 19. Jahrhundert in Flugblattdrucken erscheint und im Vormärz zum Freiheitslied wurde.
QuelleVolkslied
Siehe auch: Jetzt beginnt die Zeit, die niemand mehr einteilt. Ab heute teilst du dir den Tag selbst ein. Nun ist es Zeit für dich.
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