Sprüche · Sprüche nach Anlass
Sprüche zum Nachdenken, Seite 2
42 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 2 von 2
Sprüche mit belegter Herkunft
Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide.
SpruchNur wer selbst gelitten hat, kann nachvollziehen, was ein anderer durchmacht.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Lied der Mignon in Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795).
Themen: Zum NachdenkenLiebeTrauer
QuelleGoethe
Ein treuer Freund ist ein starker Schutz. Wer ihn gefunden hat, hat einen Schatz gefunden.
SpruchEin verlässlicher Freund ist ein Besitz, der sich nicht ersetzen lässt.
Herkunft: Aus dem Buch Jesus Sirach (6,14) im Alten Testament.
Themen: FreundschaftZum Nachdenken
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Gute Freunde kann niemand trennen. Einer für alle, alle für einen.
Vor einem grauen Haupte sollst du aufstehen.
SpruchAufforderung, dem Alter Achtung zu erweisen. Häufig bei Verabschiedungen zitiert.
Herkunft: Aus dem dritten Buch Mose im Alten Testament (3. Mose 19,32).
Themen: RuhestandZum NachdenkenFamilie
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen. Nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat.
Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.
SpruchÜberstandene Härten hinterlassen nicht nur Schaden, sondern auch Widerstandskraft.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Aus Friedrich Nietzsches „Götzen-Dämmerung“ (1889).
Themen: MotivationZum NachdenkenKurz
QuelleNietzsche
Siehe auch: Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
Weniger ist mehr.
SpruchBeschränkung wirkt oft stärker als Fülle.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Die deutsche Formel geht auf eine Zeile aus Goethes „Torquato Tasso“ zurück und wurde im 20. Jahrhundert durch die Architektur weiterverbreitet.
Themen: KurzZum Nachdenken
QuelleGoethe
Siehe auch: Allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen.
Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder.
SpruchAufruf zur Unbefangenheit, häufig bei Taufen und Kindergottesdiensten zitiert.
Herkunft: Aus dem Matthäusevangelium (Matthäus 18,3).
Themen: KinderZum NachdenkenFamilie
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Vor einem grauen Haupte sollst du aufstehen. Lasset die Kindlein zu mir kommen. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.
SpruchWer weiß, wofür er etwas auf sich nimmt, hält auch schwierige Umstände aus.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Ebenfalls aus Nietzsches „Götzen-Dämmerung“; im 20. Jahrhundert vor allem durch Viktor Frankl weiterverbreitet.
Themen: MotivationZum NachdenkenLeben
QuelleNietzsche
Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.
SpruchNicht das Erreichte zählt, sondern dass jemand nicht aufgehört hat, sich zu bemühen.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Schlusschor von Goethes „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ (1832).
Themen: LebenMotivationZum Nachdenken
QuelleGoethe
Siehe auch: Es irrt der Mensch, solang er strebt.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
SpruchEs gibt einen Punkt, an dem sich Versäumtes nicht mehr nachholen lässt.
Rainer Maria RilkeDichter, 1875 bis 1926
Herkunft: Aus Rainer Maria Rilkes Gedicht „Herbsttag“ (1902).
Themen: Zum NachdenkenAbschiedTrauer
QuelleRilke
Wer viel misst, misst Mist.
SpruchScherzhafter Merksatz aus der Messtechnik: Zu viele Messungen erzeugen mehr Rauschen als Erkenntnis.
Herkunft: Ein Werkstattspruch aus dem technischen Umfeld des 20. Jahrhunderts.
Themen: LustigZum NachdenkenKurz
Siehe auch: Dem Ingenieur ist nichts zu schwör. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen, und das Alter dabei vergessen.
Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
SpruchGerade in der Krise entsteht auch das, was aus ihr herausführt.
Friedrich HölderlinDichter, 1770 bis 1843
Herkunft: Aus Friedrich Hölderlins Hymne „Patmos“ (1803).
Themen: LebenMotivationZum Nachdenken
QuelleHölderlin
Siehe auch: Was mich nicht umbringt, macht mich stärker. Mit jedem Kind fängt die Welt noch einmal an.
Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.
SpruchBeschreibt den inneren Zwiespalt zwischen zwei gegensätzlichen Antrieben.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Ebenfalls aus Goethes „Faust I“ (1808), aus der Szene vor dem Tor.
Themen: Zum NachdenkenLeben
QuelleGoethe
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