Sprüche · Sprüche nach Anlass
Sprüche über das Leben
Überlieferte Lebensweisheiten und geflügelte Worte, deren Herkunft sich belegen lässt.
24 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprüche
Nicht die Jahre in deinem Leben zählen, sondern das Leben in deinen Jahren.
SpruchEin Geburtstagswunsch, der nicht auf die Zahl der Jahre schaut, sondern darauf, was man daraus macht.
Herkunft: Die verbreitete Zuschreibung an Abraham Lincoln lässt sich in seinen Reden und Briefen nicht nachweisen.
Themen: GeburtstagZum Nachdenken
Siehe auch: Man zählt die Jahre nicht, man lebt sie. Werde alt wie ein Baum und bleib jung im Herzen. Muße in Würde.
Nun ruht die Arbeit, jetzt beginnt das Leben.
SpruchAbschiedsformel, die den Ruhestand als eigentlichen Lebensabschnitt beschreibt.
Herkunft: Moderne Grußformel ohne feste Zuschreibung.
Siehe auch: Zeit für neue Wege. Wer lange gearbeitet hat, hat sich die Ruhe verdient. Ruhestand ist kein Stillstand.
Man soll die Feste feiern, wie sie fallen, und das Alter dabei vergessen.
SpruchScherzhafte Erweiterung des bekannten Sprichworts für Geburtstagskarten.
Herkunft: Moderne Grußformel, gebildet aus einem älteren Sprichwort.
Themen: LustigGeburtstag
Siehe auch: Hoch soll er leben, dreimal hoch! Heute ist dein Tag, drum lass es dir gut gehen. Wer viel misst, misst Mist.
Wer lange gearbeitet hat, hat sich die Ruhe verdient.
SpruchAnerkennung eines langen Berufslebens.
Herkunft: Moderne Grußformel ohne feste Zuschreibung.
Siehe auch: Nun ruht die Arbeit, jetzt beginnt das Leben. Nach getaner Arbeit ist gut ruhen. Der Ruhestand ist der Lohn für ein Leben voller Arbeit.
Man zählt die Jahre nicht, man lebt sie.
SpruchGeburtstagsformel, die den Blick von der Zahl auf den Inhalt lenkt.
Herkunft: Moderne Grußformel ohne feste Zuschreibung.
Themen: GeburtstagKurz
Siehe auch: Nicht die Jahre in deinem Leben zählen, sondern das Leben in deinen Jahren. Werde alt wie ein Baum und bleib jung im Herzen. Muße in Würde.
Sprüche mit belegter Herkunft
Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt.
SpruchWer aufrecht handelt, stellt die eigenen Interessen hinten an.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Aus Friedrich Schillers Schauspiel „Wilhelm Tell“ (1804).
Themen: Zum NachdenkenFamilie
QuelleSchiller
Siehe auch: Der eine fragt: Was kommt danach? Der andre fragt nur: Ist es recht? Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ein Vater ist ein Fels in der Brandung.
Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
SpruchScherzhafte Feststellung, dass Pläne selten so aufgehen wie gedacht.
Wilhelm BuschDichter und Zeichner, 1832 bis 1908
Herkunft: Die Verse stammen aus Wilhelm Buschs „Plisch und Plum“ (1882).
Themen: LustigZum NachdenkenKurz
QuelleWilhelm Busch
Es irrt der Mensch, solang er strebt.
SpruchWer etwas versucht, macht dabei zwangsläufig Fehler.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Prolog im Himmel in Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ (1808).
Themen: Zum NachdenkenMotivation
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.
Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör.
SpruchScherzhafte Rechtfertigung dafür, sich bei Kummer ein Glas zu genehmigen.
Wilhelm BuschDichter und Zeichner, 1832 bis 1908
Herkunft: Aus Wilhelm Buschs „Die fromme Helene“ (1872).
QuelleWilhelm Busch
Siehe auch: Lachen ist die beste Medizin. Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden. Alles wird gut.
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
SpruchErkenntnis und guter Vorsatz nützen nichts, solange ihnen keine Tat folgt.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus Goethes „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ (1829).
Themen: MotivationZum Nachdenken
QuelleGoethe
Es kann die Spur von meinen Erdetagen nicht in Äonen untergehn.
SpruchWas ein Mensch gewirkt hat, verschwindet nicht mit ihm.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Schlussmonolog des Faust in Goethes „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ (1832).
Themen: TrauerZum Nachdenken
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.
Der eine fragt: Was kommt danach? Der andre fragt nur: Ist es recht?
SpruchEs macht einen Unterschied, ob man nach den Folgen fragt oder danach, was richtig ist.
Theodor StormSchriftsteller, 1817 bis 1888
Herkunft: Aus Theodor Storms Gedicht „Der eine fragt“; die Fortsetzung unterscheidet auf dieser Grundlage den Freien vom Knecht.
Themen: Zum Nachdenken
QuelleStorm
Siehe auch: Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Das ist ein weites Feld.
SpruchWird gesagt, wenn ein Thema zu verwickelt ist, um es kurz abzuhandeln.
Theodor FontaneSchriftsteller, 1819 bis 1898
Herkunft: Der Satz ist die wiederkehrende Wendung des Vaters Briest in Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ (1895).
Themen: Zum NachdenkenKurz
QuelleFontane
Die Kunst ist lang, das Leben kurz.
SpruchEin Leben reicht nicht aus, um ein Fach ganz zu beherrschen.
Hippokratesgriechischer Arzt, um 460 bis 370 v. Chr.
Herkunft: Übersetzung des ersten Aphorismus des Hippokrates, im Lateinischen als „ars longa, vita brevis“ überliefert.
Auch: Ars longa, vita brevis.
Themen: Zum NachdenkenKurz
QuelleHippokrates
Man lebt nur einmal in der Welt.
SpruchAufforderung, eine Gelegenheit zu nutzen, statt sie verstreichen zu lassen.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Die Zeile stammt aus Goethes Singspiel „Claudine von Villa Bella“ (1776).
Themen: MotivationKurz
QuelleGoethe
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
SpruchHäufig zu runden Geburtstagen gewählt: Die Endlichkeit als Grund, die verbleibende Zeit zu nutzen.
Herkunft: Aus Psalm 90 im Alten Testament.
Themen: GeburtstagZum Nachdenken
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde. Kinder sind eine Gabe des Herrn. Der Herr wird ihn erquicken auf seinem Siechbett.
Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde.
SpruchBild für die Kürze und Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens.
Herkunft: Aus Psalm 103 im Alten Testament.
Themen: TrauerZum Nachdenken
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Der Herr wird ihn erquicken auf seinem Siechbett. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt.
SpruchWer aufbricht und Neues sieht, dem widerfährt etwas Gutes.
Joseph von EichendorffDichter der Romantik, 1788 bis 1857
Herkunft: Die Anfangszeilen des Liedes aus Joseph von Eichendorffs Erzählung „Aus dem Leben eines Taugenichts“ (1826).
Themen: MotivationAbschied
QuelleEichendorff
Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.
SpruchWer weiß, wofür er etwas auf sich nimmt, hält auch schwierige Umstände aus.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Ebenfalls aus Nietzsches „Götzen-Dämmerung“; im 20. Jahrhundert vor allem durch Viktor Frankl weiterverbreitet.
Themen: MotivationZum Nachdenken
QuelleNietzsche
Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.
SpruchNicht das Erreichte zählt, sondern dass jemand nicht aufgehört hat, sich zu bemühen.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Aus dem Schlusschor von Goethes „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ (1832).
Themen: MotivationZum Nachdenken
QuelleGoethe
Siehe auch: Es irrt der Mensch, solang er strebt.
Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
SpruchGerade in der Krise entsteht auch das, was aus ihr herausführt.
Friedrich HölderlinDichter, 1770 bis 1843
Herkunft: Aus Friedrich Hölderlins Hymne „Patmos“ (1803).
Themen: MotivationZum Nachdenken
QuelleHölderlin
Siehe auch: Was mich nicht umbringt, macht mich stärker. Mit jedem Kind fängt die Welt noch einmal an.
Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.
SpruchBeschreibt den inneren Zwiespalt zwischen zwei gegensätzlichen Antrieben.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Ebenfalls aus Goethes „Faust I“ (1808), aus der Szene vor dem Tor.
Themen: Zum Nachdenken
QuelleGoethe
Kurze Sprüche
Alles hat seine Zeit.
SpruchJede Phase hat ihre Berechtigung, und keine dauert ewig.
Herkunft: Aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 3,1).
Themen: Zum NachdenkenKurzTrauer
QuelleAltes Testament
Siehe auch: In der Ruhe liegt die Kraft.
Die Gedanken sind frei.
SpruchWas jemand denkt, lässt sich von außen nicht kontrollieren.
Herkunft: Anfangszeile eines deutschen Volksliedes, das im frühen 19. Jahrhundert in Flugblattdrucken erscheint und im Vormärz zum Freiheitslied wurde.
Themen: Zum NachdenkenKurz
QuelleVolkslied
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