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Redewendungen mit N
Hier können Sie alle redewendungen dieses Nachschlagewerks alphabetisch nachschlagen, deren Stichwort mit N beginnt. Sortiert wird wie im gedruckten Wörterbuch nach dem ersten inhaltstragenden Wort, Artikel bleiben unberücksichtigt.
9 Einträge mit Bedeutung
Nach jemandes Pfeife tanzen
Redew.Sich vollständig nach dem Willen eines anderen richten.
Äsopgriechischer Fabeldichter, 6. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Das Bild geht auf eine Fabel Äsops vom Fischer zurück, der den Fischen aufspielt, damit sie tanzen.
Themen: Menschen und VerhaltenArbeit
QuelleÄsop
Den Nagel auf den Kopf treffen
Redew.Mit einer Äußerung genau den entscheidenden Punkt benennen.
Herkunft: Das Bild stammt vom Handwerk: Nur wer den Nagelkopf mittig trifft, treibt ihn gerade ins Holz.
Nägel mit Köpfen machen
Redew.Eine Sache gründlich und konsequent zu Ende bringen.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Schmiedehandwerk: Nur ein Nagel mit Kopf hält dauerhaft.
Einen Narren an jemandem gefressen haben
Redew.Jemanden über alle Maßen gern haben.
Herkunft: „Narr“ steht hier für die törichte Zuneigung. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und meinte ursprünglich, man habe die Torheit in sich aufgenommen.
Themen: LiebeMenschen und Verhalten
Die Nase hoch tragen
Redew.Sich für etwas Besseres halten.
Herkunft: Die Kopfhaltung ist das Bild: Wer die Nase hebt, blickt über andere hinweg. Verwandt sind die Wendungen von der hochnäsigen Art und vom Herabschauen.
Themen: Menschen und VerhaltenKörper
Siehe auch: Auf dem hohen Ross sitzen
Die Nase voll haben
Redew.Von einer Sache genug haben und sie nicht länger ertragen wollen.
Herkunft: Die Wendung wird auf die Gaunersprache zurückgeführt, in der Häftlinge für jedes Vergehen Schläge auf die Nase erhielten. Diese Herleitung ist verbreitet, aber nicht gesichert.
Auch: Die Nase gestrichen voll haben
Die Nase vorn haben
Redew.Einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz haben.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Pferderennen, wo im Zielfoto die Nasenspitze über den Sieg entscheidet.
Siehe auch: Das Rennen machen Sich die Sporen verdienen Jemanden aus dem Feld schlagen
Nicht auf den Mund gefallen sein
Redew.Schlagfertig sein und immer eine Antwort parat haben.
Herkunft: Wer auf den Mund fällt, kann nicht sprechen. Die verneinte Fassung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert als Lob der Schlagfertigkeit belegt.
Themen: Sprache und KommunikationKörper
Siehe auch: Den Faden verlieren
Die Notbremse ziehen
Redew.Ein Vorhaben abrupt beenden, bevor größerer Schaden entsteht.
Herkunft: Aus dem Eisenbahnwesen: Die Notbremse steht jedem Reisenden zur Verfügung, darf aber nur bei Gefahr betätigt werden.