Redewendungen · Redewendungen nach Themen
Redewendungen über Erfolg, Seite 2
50 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 2 von 2
Bekannte Redewendungen
Den Nagel auf den Kopf treffen
Redew.Mit einer Äußerung genau den entscheidenden Punkt benennen.
Herkunft: Das Bild stammt vom Handwerk: Nur wer den Nagelkopf mittig trifft, treibt ihn gerade ins Holz.
Seine Schäfchen ins Trockene bringen
Redew.Den eigenen Vorteil rechtzeitig sichern, oft auf Kosten anderer.
Herkunft: Die Herkunft ist nicht eindeutig belegt. Diskutiert wird neben dem Bild der Schafherde auch eine Ableitung von niederdeutsch „Schäfchen“ für Kapital.
Siehe auch: Den Trumpf ausspielen
Jemandem das Wasser nicht reichen können
Redew.Deutlich schlechter sein als jemand anderes.
Herkunft: Verwiesen wird auf mittelalterliche Tischsitten, bei denen Bedienstete den Gästen Wasser zum Händewaschen reichten. Wer dafür zu gering war, konnte nicht einmal das.
Auch: Jemandem nicht das Wasser reichen können
Wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt
Redew.Den eigentlichen Kern eines Problems kennen.
Herkunft: „Hasenpfeffer“ ist ein Schmorgericht; der Hase liegt darin verborgen unter der Sauce.
Siehe auch: Da liegt der Hund begraben
Redewendungen mit belegter Herkunft
Das Tüpfelchen auf dem i
Redew.Die letzte Kleinigkeit, die etwas vollkommen macht.
Herkunft: Der Punkt über dem i wurde in mittelalterlichen Handschriften erst spät eingeführt, um das i von benachbarten Strichen zu unterscheiden. Er ist damit buchstäblich das Letzte, was ein Schreiber hinzufügte.
Auch: Das i-Tüpfelchen
Etwas unter Dach und Fach bringen
Redew.Eine Sache zum Abschluss bringen und damit absichern.
Herkunft: Stammt aus dem Fachwerkbau: „Fach“ bezeichnet das Feld zwischen den Balken, und erst mit Dach und geschlossenen Fächern war ein Haus fertig.
Siehe auch: Etwas in trockene Tücher bringen Etwas vom Tisch haben
Wie ein Phönix aus der Asche
Redew.Nach einem völligen Zusammenbruch neu und stärker zurückkehren.
Herkunft: Der Phönix ist ein Vogel der antiken Mythologie, der sich selbst verbrennt und aus der Asche neu entsteht.
Themen: ErfolgGlück und Pech
Kurze Redewendungen
Den Laden schmeißen
Redew.Den Betrieb praktisch allein am Laufen halten.
Herkunft: Umgangssprachlich seit dem 19. Jahrhundert. „Laden“ steht dabei nicht nur für das Geschäft, sondern für den ganzen Betrieb.
Siehe auch: Etwas auf die Beine stellen Den Karren aus dem Dreck ziehen Etwas auslöffeln müssen
Mit Ach und Krach
Redew.Nur mit größter Mühe und ganz knapp.
Herkunft: Eine Doppelformel aus zwei Ausrufen des Schmerzes und des Lärms, wie sie das Deutsche häufig bildet. Belegt seit dem 17. Jahrhundert.
Themen: Glück und PechErfolg
Nägel mit Köpfen machen
Redew.Eine Sache gründlich und konsequent zu Ende bringen.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Schmiedehandwerk: Nur ein Nagel mit Kopf hält dauerhaft.
Die Nase vorn haben
Redew.Einen Vorsprung vor den anderen haben.
Herkunft: Aus dem Pferderennen: Bei knappem Ausgang entscheidet, wessen Nase zuerst die Ziellinie erreicht.
Themen: ErfolgMenschen und VerhaltenKörper
Siehe auch: Das Rennen machen Jemanden aus dem Feld schlagen Es geht um die Wurst
Die Oberhand gewinnen
Redew.Sich in einer Auseinandersetzung durchsetzen.
Herkunft: Das Bild stammt vom Ringkampf, bei dem die obenliegende Hand den Vorteil hat.
Themen: ErfolgMenschen und VerhaltenKörper
Siehe auch: Das Rennen machen Jemanden aus dem Feld schlagen Den Vogel abschießen
Das Rennen machen
Redew.Sich gegen Mitbewerber durchsetzen.
Herkunft: Aus dem Pferderennsport, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert übertragen gebraucht.
Themen: ErfolgMenschen und Verhalten
Siehe auch: Jemanden aus dem Feld schlagen Die Oberhand gewinnen Die Nase vorn haben
Das Ruder herumreißen
Redew.Eine bereits schlecht laufende Sache im letzten Moment noch zum Guten wenden.
Herkunft: Die Wendung stammt aus der Seefahrt.
Siehe auch: Den Karren aus dem Dreck ziehen Den Durchbruch schaffen Die Kurve kriegen
Sein Pulver verschossen haben
Redew.Alle Mittel oder Argumente aufgebraucht haben.
Herkunft: Aus der Militärsprache: Ohne Pulver ist die Waffe nutzlos, gleichgültig wie gut die Stellung ist.
Den Spieß umdrehen
Redew.Einen Angriff gegen den Angreifer selbst richten.
Herkunft: Aus dem Nahkampf: Wer dem Gegner den Spieß entwindet und gegen ihn richtet, kehrt die Lage um.
Themen: Menschen und VerhaltenErfolg
Siehe auch: Mit gleicher Münze heimzahlen Die Kurve kriegen Den Durchbruch schaffen
Sich die Sporen verdienen
Redew.Sich zum ersten Mal bewähren und dadurch Anerkennung erwerben.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Rittertum: Der Ritterschlag war mit dem Anlegen goldener Sporen verbunden.
Siehe auch: Das Pferd von hinten aufzäumen
Den Trumpf ausspielen
Redew.Den entscheidenden Vorteil im richtigen Moment einsetzen.
Herkunft: „Trumpf“ geht auf das lateinische „triumphus“ zurück und bezeichnet im Kartenspiel die Farbe, die alle anderen sticht.
Siehe auch: Seine Schäfchen ins Trockene bringen Es geht um die Wurst Alles auf eine Karte setzen
Über seinen Schatten springen
Redew.Sich zu etwas durchringen, das der eigenen Art eigentlich widerspricht.
Herkunft: Der eigene Schatten lässt sich nicht überspringen, weil er mitwandert. Die Wendung beschreibt also etwas, das eigentlich unmöglich ist, und lobt es gerade deshalb.
Themen: Menschen und VerhaltenErfolg
Den Vogel abschießen
Redew.Alle anderen übertreffen; heute meist spöttisch für eine besonders auffällige Leistung.
Herkunft: Beim Vogelschießen der Schützengilden wurde auf einen hölzernen Vogel geschossen. Wer den letzten Rest traf, wurde Schützenkönig.
Siehe auch: Jemanden aus dem Feld schlagen Einen Vogel haben Die Oberhand gewinnen
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