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Redewendungen mit R
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11 Einträge mit Bedeutung
Sich die Radieschen von unten ansehen
Redew.Tot und begraben sein; derber Scherzausdruck.
Herkunft: Eine scherzhafte Umschreibung des Begrabenseins, gebildet nach dem Muster der Wendungen, die den Tod durch eine harmlose Alltagsbeobachtung ersetzen.
Themen: Glück und Pech
Siehe auch: Den Löffel abgeben
Jemandem reinen Wein einschenken
Redew.Jemandem die unangenehme Wahrheit sagen.
Herkunft: Das Bild spielt auf das früher übliche Verdünnen und Panschen von Wein an: Reiner Wein ist der unverfälschte.
Themen: Sprache und KommunikationEssen und Trinken
Siehe auch: Mit offenen Karten spielen Kein Blatt vor den Mund nehmen Die Karten auf den Tisch legen
Das Rennen machen
Redew.Sich gegen Mitbewerber durchsetzen.
Herkunft: Aus dem Pferderennsport, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert übertragen gebraucht.
Themen: ErfolgMenschen und Verhalten
Siehe auch: Jemanden aus dem Feld schlagen Die Oberhand gewinnen Die Nase vorn haben
Rot sehen
Redew.Vor Zorn die Beherrschung verlieren.
Herkunft: Die Wendung wird meist mit dem Stierkampf erklärt. Das ist falsch, denn Rinder sind rotblind und reagieren auf die Bewegung des Tuchs. Näher liegt die Blutfülle im Gesicht bei starkem Zorn.
Themen: Menschen und VerhaltenFarben
Siehe auch: Sich schwarzärgern Sich grün und blau ärgern Jemanden auf die Palme bringen
Der rote Faden
Redew.Der durchgehende Leitgedanke, der eine Sache zusammenhält.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Die Wendung wurde durch Goethes „Wahlverwandtschaften“ populär, wo er auf den roten Faden in den Tauen der englischen Marine verweist.
Themen: FarbenSprache und Kommunikation
QuelleGoethe
Rote Zahlen schreiben
Redew.Verluste machen, also mehr ausgeben als einnehmen.
Herkunft: In der kaufmännischen Buchführung wurden Fehlbeträge traditionell in roter Tinte eingetragen, um sie hervorzuheben.
Siehe auch: Ein Fass ohne Boden
Den roten Teppich ausrollen
Redew.Jemanden mit großem Aufwand empfangen.
Herkunft: Der rote Teppich als Zeichen des feierlichen Empfangs ist bereits in der antiken Literatur bezeugt, unter anderem bei Aischylos in der „Orestie“.
Themen: Menschen und VerhaltenFarben
QuelleAischylos
Den Rubikon überschreiten
Redew.Einen Schritt tun, der sich nicht mehr rückgängig machen lässt.
Herkunft: Caesar überschritt 49 v. Chr. mit seinem Heer den Grenzfluss Rubikon und löste damit den Bürgerkrieg aus. Überliefert ist der Vorgang bei Sueton.
Themen: Menschen und Verhalten
Siehe auch: Den Stab über jemanden brechen
Jemandem den Rücken stärken
Redew.Jemandem Rückhalt geben, damit er sich behaupten kann.
Herkunft: Der Rücken steht für die Fähigkeit, eine Last zu tragen und aufrecht zu bleiben. Wer ihn stärkt, gibt Rückhalt.
Themen: Menschen und VerhaltenKörperArbeit
Siehe auch: Jemandem unter die Arme greifen
Das Ruder herumreißen
Redew.Eine bereits schlecht laufende Sache im letzten Moment noch zum Guten wenden.
Herkunft: Die Wendung stammt aus der Seefahrt.
Siehe auch: Den Karren aus dem Dreck ziehen Den Durchbruch schaffen Die Kurve kriegen
Die Ruhe vor dem Sturm
Redew.Eine auffällig stille Phase, auf die absehbar große Aufregung folgt.
Herkunft: Eine Wetterbeobachtung: Vor einem Gewitter fällt der Wind oft auffällig ab. Die Wendung überträgt das auf gesellschaftliche Lagen.
Themen: AlltagGlück und Pech