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Redewendungen mit T
Hier können Sie alle redewendungen dieses Nachschlagewerks alphabetisch nachschlagen, deren Stichwort mit T beginnt. Sortiert wird wie im gedruckten Wörterbuch nach dem ersten inhaltstragenden Wort, Artikel bleiben unberücksichtigt.
8 Einträge mit Bedeutung
Tacheles reden
Redew.Ohne Umschweife und in aller Deutlichkeit zur Sache kommen.
Herkunft: Das Wort geht über das Jiddische auf hebräisch „tachlit“ für Zweck oder Ziel zurück.
Den Teufel an die Wand malen
Redew.Das Schlimmste heraufbeschwören, indem man davon spricht.
Herkunft: Der Volksglaube hielt es für gefährlich, Unheil beim Namen zu nennen oder abzubilden, weil man es dadurch herbeirufe. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten
Siehe auch: Etwas in den schwärzesten Farben malen Den Kopf in den Sand stecken Das Herz rutscht in die Hose
Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben
Redew.Ein Übel durch ein Mittel bekämpfen, das ebenso schlimm ist.
Herkunft: Die Wendung stammt aus dem Lukasevangelium, wo Jesus vorgeworfen wird, er treibe Dämonen mit Hilfe ihres Obersten aus.
Themen: Menschen und VerhaltenArbeit
Siehe auch: Alle Register ziehen
Tief in die Tasche greifen müssen
Redew.Für etwas viel Geld ausgeben müssen.
Herkunft: Die Tasche als Aufbewahrungsort für Geld. Je tiefer man greifen muss, desto mehr ist schon heraus.
Den Ton angeben
Redew.In einer Gruppe bestimmen, wo es langgeht.
Herkunft: Das Bild stammt aus der Musik, wo vor dem Spiel ein Ton zum Stimmen vorgegeben wird.
Themen: Menschen und VerhaltenArbeitSprache und Kommunikation
Siehe auch: Die erste Geige spielen
Jemandem die Treue halten
Redew.Zu jemandem stehen, auch wenn es Nachteile bringt.
Herkunft: Die Wendung stammt aus der Lehnssprache des Mittelalters, in der Treue eine rechtlich verbindliche Pflicht bezeichnete.
Themen: LiebeMenschen und Verhalten
Den Trumpf ausspielen
Redew.Den entscheidenden Vorteil im richtigen Moment einsetzen.
Herkunft: „Trumpf“ geht auf das lateinische „triumphus“ zurück und bezeichnet im Kartenspiel die Farbe, die alle anderen sticht.
Siehe auch: Seine Schäfchen ins Trockene bringen Es geht um die Wurst Alles auf eine Karte setzen
Das Tüpfelchen auf dem i
Redew.Die letzte Kleinigkeit, die etwas vollkommen macht.
Herkunft: Der Punkt über dem i wurde in mittelalterlichen Handschriften erst spät eingeführt, um das i von benachbarten Strichen zu unterscheiden. Er ist damit buchstäblich das Letzte, was ein Schreiber hinzufügte.
Auch: Das i-Tüpfelchen