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Redewendungen · Redewendungen nach Themen

Redewendungen über Menschen und Verhalten, Seite 4

160 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 4 von 6

Bekannte Redewendungen

Redewendungen mit belegter Herkunft

  • Eine Leiche im Keller haben

    Redew.

    Etwas Belastendes aus der Vergangenheit verbergen.

    Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo vom Skelett im Schrank die Rede ist. Im Deutschen ist die Wendung seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitet.

    Themen: Menschen und VerhaltenSprache und Kommunikation

    Siehe auch: Jemandem etwas auf die Nase binden Die Katze aus dem Sack lassen Das ist Schnee von gestern

  • Den Mantel nach dem Wind hängen

    Redew.

    Die eigene Haltung stets so wählen, wie es gerade nützt.

    Herkunft: Wer seinen Mantel nach dem Wind dreht, schützt sich am besten. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und meinte ursprünglich klugen Selbstschutz, erst später den Vorwurf der Gesinnungslosigkeit.

    Auch: Sein Fähnchen nach dem Wind hängen

    Themen: Menschen und Verhalten

    Siehe auch: Sein Fähnchen nach dem Wind hängen Mit den Wölfen heulen

  • Mit dem Kopf durch die Wand wollen

    Redew.

    Etwas mit aller Gewalt durchsetzen wollen, ohne Rücksicht auf Widerstände.

    Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt, meist mit dem Zusatz, dass der Kopf dabei den Kürzeren zieht.

    Themen: Menschen und VerhaltenKörper

    QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts

  • Mit den Hühnern schlafen gehen

    Redew.

    Sehr früh am Abend zu Bett gehen.

    Herkunft: Hühner suchen bei Einbruch der Dämmerung den Stall auf. Wer mit ihnen schlafen geht, legt sich ungewöhnlich früh nieder.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiereAlltag

  • Sich mit fremden Federn schmücken

    Redew.

    Sich eine Leistung zuschreiben, die ein anderer erbracht hat.

    Äsopgriechischer Fabeldichter, 6. Jahrhundert v. Chr.

    Herkunft: Das Bild stammt aus einer Fabel Äsops von der Krähe, die sich mit Pfauenfedern schmückt.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiere

    QuelleÄsop

  • Mit jemandem ist nicht gut Kirschen essen

    Redew.

    Mit dieser Person kommt man schwer aus, sie ist schnell gereizt.

    Herkunft: Die vollständige ältere Fassung warnt davor, mit Höherstehenden Kirschen zu essen, weil diese einem die Kerne ins Gesicht spuckten. Sie ist im Deutschen seit dem 15. Jahrhundert belegt.

    Themen: Menschen und VerhaltenEssen und Trinken

  • Einen Narren an jemandem gefressen haben

    Redew.

    Jemanden über alle Maßen gern haben.

    Herkunft: „Narr“ steht hier für die törichte Zuneigung. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und meinte ursprünglich, man habe die Torheit in sich aufgenommen.

    Themen: LiebeMenschen und Verhalten

  • Perlen vor die Säue werfen

    Redew.

    Etwas Wertvolles jemandem geben, der es nicht zu schätzen weiß.

    Herkunft: Der Ausdruck stammt aus der Bergpredigt (Matthäus 7,6).

    Themen: Menschen und VerhaltenTiere

    QuelleNeues Testament

    Siehe auch: Sein Geld zum Fenster hinauswerfen

Kurze Redewendungen

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