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Redewendungen · Redewendungen nach Themen

Redewendungen über Menschen und Verhalten, Seite 2

160 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 2 von 6

Bekannte Redewendungen

Redewendungen mit belegter Herkunft

Kurze Redewendungen

  • Sich kein Bein ausreißen

    Redew.

    Sich sichtlich wenig Mühe geben.

    Herkunft: Die verneinte Fassung ist die gebräuchliche: Wer sich kein Bein ausreißt, strengt sich erkennbar nicht an.

    Auch: Sich ein Bein ausreißen

    Themen: ArbeitMenschen und VerhaltenKörper

  • Berge versetzen

    Redew.

    Außergewöhnlich Schwieriges bewirken.

    Herkunft: Die Wendung geht auf das Neue Testament zurück (1. Korinther 13,2).

    Themen: ErfolgMenschen und Verhalten

    QuelleNeues Testament

  • Den Braten riechen

    Redew.

    Rechtzeitig merken, dass etwas im Gange ist, das einem nicht passt.

    Herkunft: Wer den Braten riecht, bemerkt schon am Geruch, was in der Küche vorgeht, bevor aufgetragen wird. Die Wendung wird auf eine Fabel zurückgeführt, in der ein Bauer einen Gast mit Kohl statt mit Fleisch bewirtet.

    Themen: Menschen und VerhaltenEssen und Trinken

  • Jemandem die Daumen drücken

    Redew.

    Jemandem für ein bevorstehendes Ereignis viel Glück wünschen.

    Herkunft: Die Geste geht auf einen alten Abwehrbrauch gegen Unheil zurück.

    Themen: Glück und PechKörperMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Jemandem die Stange halten

  • Jemandem Daumenschrauben anlegen

    Redew.

    Jemanden massiv unter Druck setzen, damit er nachgibt.

    Herkunft: Verweist auf ein Folterinstrument der frühen Neuzeit, mit dem Geständnisse erzwungen wurden.

    Themen: Menschen und VerhaltenArbeit

  • Ein dickes Fell haben

    Redew.

    Unempfindlich gegenüber Kritik und Widrigkeiten sein.

    Herkunft: Das Bild stammt vom Tier, dessen Fell Schläge und Kälte abhält. Wer ein dickes Fell hat, lässt Kränkungen nicht an sich heran.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiere

    Siehe auch: Jemanden an den Pranger stellen Jemandem den Kopf waschen Ein Haar in der Suppe finden

  • Dienst nach Vorschrift machen

    Redew.

    Nur genau das tun, was vorgeschrieben ist, und keinen Handschlag mehr.

    Herkunft: Der Ausdruck stammt aus dem Arbeitskampf und bezeichnet eine Form der Behinderung, bei der Vorschriften so genau befolgt werden, dass der Betrieb sich verlangsamt.

    Themen: ArbeitMenschen und Verhalten

  • Das Eis brechen

    Redew.

    Anfängliche Befangenheit zwischen Menschen auflösen.

    Herkunft: Das Bild stammt aus der Binnenschifffahrt: Vor der Zeit der Eisbrecher musste die Decke auf zugefrorenen Flüssen aufgebrochen werden, damit der Verkehr wieder in Gang kam. Wer das Eis bricht, macht den Weg für alle anderen frei.

    Themen: Sprache und KommunikationErfolgMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Jemanden ins kalte Wasser werfen

  • Die erste Geige spielen

    Redew.

    In einer Gruppe die tonangebende Rolle innehaben.

    Herkunft: Bezieht sich auf den Konzertmeister im Orchester, der die erste Violine führt.

    Themen: ErfolgArbeitMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Die zweite Geige spielen Den Ton angeben

  • Eine Extrawurst verlangen

    Redew.

    Eine Sonderbehandlung fordern.

    Herkunft: In der Metzgerei war die Extrawurst die zusätzlich und eigens gefertigte Wurst, oft als Zugabe. Wer eine Extrawurst verlangt, möchte anders behandelt werden als alle anderen.

    Auch: Eine Extrawurst gebraten bekommen

    Themen: Essen und TrinkenMenschen und Verhalten

  • Die Fronten klären

    Redew.

    In einer Auseinandersetzung deutlich machen, wer wofür steht.

    Herkunft: Ebenfalls aus der Militärsprache. Geklärte Fronten sind solche, bei denen erkennbar ist, wo die Trennlinie verläuft.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten

  • Grün vor Neid werden

    Redew.

    Vor Missgunst kaum an sich halten können.

    Herkunft: Die Säftelehre der antiken Medizin ordnete Gemütszustände Körperflüssigkeiten zu; die grüngelbe Galle stand für Missgunst und Zorn. Daher auch der Ausdruck, jemandem laufe die Galle über.

    Themen: Menschen und VerhaltenFarben

  • Sich die Haare raufen

    Redew.

    Vor Ärger oder Ratlosigkeit nicht weiterwissen.

    Herkunft: Das Ausreißen der Haare war in der Antike eine förmliche Trauergebärde und ist in dieser Bedeutung schon im Alten Testament bezeugt.

    Themen: Menschen und VerhaltenKörper

    QuelleAltes Testament

    Siehe auch: Sich schwarzärgern Sich in die Nesseln setzen Sich grün und blau ärgern

  • Hals über Kopf

    Redew.

    Überstürzt und ohne jede Vorbereitung.

    Herkunft: Die Wendung ist eine Verkürzung der älteren Fassung „über Hals und Kopf“ und beschreibt das kopfüber Stürzen. Sie ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.

    Themen: AlltagMenschen und VerhaltenKörper

  • Die Hand aufhalten

    Redew.

    Für eine Gefälligkeit Geld verlangen.

    Herkunft: Die Geste des Bettelns und des Entgegennehmens. Im übertragenen Gebrauch schwingt der Vorwurf mit, dass eine Gefälligkeit nur gegen Bezahlung erfolgt.

    Themen: GeldKörperMenschen und Verhalten

  • Hart am Wind segeln

    Redew.

    Sich dicht an der Grenze des Erlaubten oder des Machbaren bewegen.

    Herkunft: Bezeichnet in der Seefahrt den Kurs möglichst nah an die Windrichtung heran.

    Themen: ArbeitMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Den Bock zum Gärtner machen Kopf und Kragen riskieren Alles auf eine Karte setzen

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