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A–Z-Verzeichnis

Redewendungen mit F

Hier können Sie alle redewendungen dieses Nachschlagewerks alphabetisch nachschlagen, deren Stichwort mit F beginnt. Sortiert wird wie im gedruckten Wörterbuch nach dem ersten inhaltstragenden Wort, Artikel bleiben unberücksichtigt.

13 Einträge mit Bedeutung

  • Den Faden verlieren

    Redew.

    Beim Sprechen den Zusammenhang aus den Augen verlieren und nicht mehr weiterwissen.

    Herkunft: Das Bild geht auf den Ariadnefaden der griechischen Sage zurück, der den Weg aus dem Labyrinth wies.

    Themen: AlltagSprache und Kommunikation

    Siehe auch: Nicht auf den Mund gefallen sein

  • Ein Fass ohne Boden

    Redew.

    Ein Vorhaben, in das man endlos Geld steckt, ohne dass es je fertig wird.

    Herkunft: Das Bild geht auf die griechische Sage von den Danaiden zurück, die zur Strafe Wasser in ein durchlöchertes Fass schöpfen mussten.

    Themen: GeldArbeit

    Siehe auch: Rote Zahlen schreiben Auf verlorenem Posten stehen

  • Das Fass zum Überlaufen bringen

    Redew.

    Nach vielen Ärgernissen den einen Anlass liefern, der die Geduld endgültig aufbraucht.

    Herkunft: Ein volles Fass läuft schon beim kleinsten Zusatz über. Gemeint ist nicht der Zusatz selbst, sondern die vorher schon erreichte Grenze. Deshalb steht die Wendung meist in der Fassung vom Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

    Auch: Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt

    Themen: Menschen und VerhaltenAlltag

    Siehe auch: Öl ins Feuer gießen

  • Die Faust in der Tasche ballen

    Redew.

    Sich ärgern, ohne es zeigen zu können.

    Herkunft: Die geballte Faust ist eine Drohgebärde. Bleibt sie in der Tasche, bleibt der Zorn unsichtbar und folgenlos.

    Themen: Menschen und VerhaltenKörper

    Siehe auch: Aus der Haut fahren Sich schwarzärgern Sich grün und blau ärgern

  • Die Flinte ins Korn werfen

    Redew.

    Vorschnell aufgeben und einen Plan fallen lassen, sobald es schwierig wird.

    Herkunft: Das Bild stammt aus dem Kriegswesen: Der fliehende Soldat wirft seine Waffe ins Kornfeld, um schneller wegzukommen.

    Themen: AlltagGlück und PechMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Etwas über Bord werfen Das Handtuch werfen Die Waffen strecken

  • Die Flitterwochen sind vorbei

    Redew.

    Die anfängliche Begeisterung ist der Normalität gewichen.

    Herkunft: „Flitter“ meint hier den kurzlebigen Glanz. Die Wendung wird auch außerhalb von Beziehungen gebraucht, etwa in der Politik.

    Themen: LiebeMenschen und VerhaltenAlltag

    Siehe auch: Jemandem den Zahn ziehen

  • Jemandem einen Floh ins Ohr setzen

    Redew.

    Jemandem einen Gedanken einpflanzen, der ihn nicht mehr loslässt.

    Herkunft: Das Bild ist das eines Tieres im Ohr, das keine Ruhe lässt. Es gehört zu derselben Vorstellungswelt wie der Vogel im Kopf.

    Themen: Sprache und KommunikationTiereKörper

    Siehe auch: Der Hecht im Karpfenteich sein

  • Die Fronten klären

    Redew.

    In einer Auseinandersetzung deutlich machen, wer wofür steht.

    Herkunft: Ebenfalls aus der Militärsprache. Geklärte Fronten sind solche, bei denen erkennbar ist, wo die Trennlinie verläuft.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten

  • Etwas für ein Butterbrot bekommen

    Redew.

    Etwas für sehr wenig Geld erwerben.

    Herkunft: Das Butterbrot war die geringste Gegenleistung, die man jemandem geben konnte. Verwandt ist die Wendung vom Apfel und vom Ei.

    Themen: GeldEssen und Trinken

    Siehe auch: Für einen Apfel und ein Ei

  • Für einen Apfel und ein Ei

    Redew.

    Für sehr wenig Geld, weit unter Wert.

    Herkunft: Apfel und Ei standen früher für Waren von geringstem Wert, die auch der Ärmste aufbringen konnte.

    Auch: Etwas für einen Apfel und ein Ei bekommen

    Themen: GeldEssen und TrinkenAlltag

    Siehe auch: Etwas für ein Butterbrot bekommen

  • Für jemanden die Hand ins Feuer legen

    Redew.

    Sich uneingeschränkt für jemanden verbürgen.

    Herkunft: Geht auf die römische Sage von Mucius Scaevola zurück, der seine Hand ins Feuer hielt, um seine Unerschrockenheit zu beweisen.

    Themen: Menschen und VerhaltenKörper

    Siehe auch: Jemandem sein Herz ausschütten

  • Für jemanden durchs Feuer gehen

    Redew.

    Für jemanden jedes Risiko auf sich nehmen.

    Herkunft: Das Bild geht auf die mittelalterlichen Feuerproben zurück, bei denen Unschuld durch das Bestehen einer Prüfung bewiesen werden sollte.

    Themen: LiebeMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Jemandem das letzte Hemd geben

  • Für jemanden eine Lanze brechen

    Redew.

    Sich öffentlich für jemanden oder etwas einsetzen.

    Herkunft: Das Bild stammt vom ritterlichen Turnier, bei dem man stellvertretend für einen anderen antrat.

    Themen: Menschen und VerhaltenSprache und Kommunikation