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Redewendungen mit L
Hier können Sie alle redewendungen dieses Nachschlagewerks alphabetisch nachschlagen, deren Stichwort mit L beginnt. Sortiert wird wie im gedruckten Wörterbuch nach dem ersten inhaltstragenden Wort, Artikel bleiben unberücksichtigt.
10 Einträge mit Bedeutung
Den Laden schmeißen
Redew.Den Betrieb praktisch allein am Laufen halten.
Herkunft: Umgangssprachlich seit dem 19. Jahrhundert. „Laden“ steht dabei nicht nur für das Geschäft, sondern für den ganzen Betrieb.
Siehe auch: Etwas auf die Beine stellen Den Karren aus dem Dreck ziehen Etwas auslöffeln müssen
Lange Finger machen
Redew.Stehlen, meist auf kleinere Gelegenheitsdiebstähle bezogen.
Herkunft: Der lange Finger ist der ausgestreckte, greifende. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert für den Diebstahl belegt.
Themen: Menschen und VerhaltenKörper
Jemandem den Laufpass geben
Redew.Eine Beziehung beenden und den anderen wegschicken.
Herkunft: Der Laufpass war die Entlassungsurkunde eines Soldaten, mit der er den Dienst verlassen musste.
Themen: LiebeMenschen und Verhalten
Siehe auch: Jemandem das Herz brechen
Leben wie die Made im Speck
Redew.Im Überfluss und ohne Sorgen leben.
Herkunft: Die Made im Speck lebt inmitten des Vorrats, ohne sich anstrengen zu müssen. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: GeldEssen und TrinkenGlück und Pech
Siehe auch: Auf einen grünen Zweig kommen
Eine Leiche im Keller haben
Redew.Etwas Belastendes aus der Vergangenheit verbergen.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo vom Skelett im Schrank die Rede ist. Im Deutschen ist die Wendung seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitet.
Themen: Menschen und VerhaltenSprache und Kommunikation
Siehe auch: Jemandem etwas auf die Nase binden Die Katze aus dem Sack lassen Das ist Schnee von gestern
Jemandem das letzte Hemd geben
Redew.So großzügig sein, dass man selbst nichts mehr behält.
Herkunft: Das Hemd war das unterste Kleidungsstück und damit das Letzte, was jemand besaß. Verwandt ist das Sprichwort vom letzten Hemd, das keine Taschen hat.
Themen: Menschen und VerhaltenGeld
Siehe auch: Die Spendierhosen anhaben
Das letzte Wort haben wollen
Redew.In jeder Auseinandersetzung recht behalten wollen.
Herkunft: Aus der Gerichtssprache: Dem Angeklagten steht das letzte Wort zu. Im Alltag hat sich der Ausdruck zum Vorwurf der Rechthaberei gewandelt.
Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten
Siehe auch: Öl ins Feuer gießen
Jemandem die Leviten lesen
Redew.Jemanden nachdrücklich zurechtweisen.
Herkunft: Bezieht sich auf das dritte Buch Mose, das Levitikus, aus dem in Klöstern zur Ermahnung vorgelesen wurde.
Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Jemandem den Kopf waschen Sich etwas hinter die Ohren schreiben
Liebe auf den ersten Blick
Redew.Zuneigung, die im Moment der ersten Begegnung entsteht.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der antiken Dichtung belegt, unter anderem bei Marlowe in der englischen Fassung des 16. Jahrhunderts.
Themen: LiebeMenschen und Verhalten
QuelleMarlowe
Siehe auch: Jemandem den Kopf verdrehen Durch die rosarote Brille sehen Schmetterlinge im Bauch haben
Den Löffel abgeben
Redew.Sterben; salopp und meist mit einem Anflug von Galgenhumor gebraucht.
Herkunft: Wird darauf zurückgeführt, dass Gesinde und Knechte einen persönlichen Holzlöffel besaßen, der beim Tod an den Hof zurückfiel.
Themen: Glück und PechEssen und Trinken
Siehe auch: Sich die Radieschen von unten ansehen Ins Gras beißen