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Redewendungen · Redewendungen nach Themen

Redewendungen über Erfolg

Treffen, gewinnen, durchkommen: Die Bilder für Erfolg stammen auffällig oft aus Schießsport, Jagd und Handwerk. Wer „ins Schwarze trifft“, zielt buchstäblich auf die Mitte der Scheibe.

46 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2

Bekannte Redewendungen

  • Etwas auf den Punkt bringen

    Redew.

    Einen Sachverhalt knapp und treffend zusammenfassen.

    Herkunft: Der Punkt ist hier der Zielpunkt, wie beim Zielen und beim Messen. Wer etwas auf den Punkt bringt, trifft genau.

    Themen: Sprache und Kommunikation

  • Etwas auf die Beine stellen

    Redew.

    Ein Vorhaben mit einigem Aufwand zustande bringen.

    Herkunft: Das Bild ist das eines Neugeborenen im Stall, das nach der Geburt auf die Beine kommen muss. Übertragen wird es auf Vorhaben, die man zum Laufen bringt.

    Themen: ArbeitKörper

    Siehe auch: Etwas aus dem Boden stampfen Den Laden schmeißen

  • Auf einen grünen Zweig kommen

    Redew.

    Wirtschaftlich vorankommen und zu etwas kommen.

    Herkunft: Erklärt wird die Wendung über den alten Brauch, beim Verkauf eines Grundstücks einen grünen Zweig als Symbol des Besitzübergangs zu überreichen.

    Auch: Auf keinen grünen Zweig kommen

    Themen: GeldFarbenGlück und Pech

    Siehe auch: Leben wie die Made im Speck Baden gehen Ins Schwarze treffen

  • Etwas aus dem Ärmel schütteln

    Redew.

    Etwas ohne erkennbare Mühe und ohne Vorbereitung zustande bringen.

    Herkunft: Verwiesen wird meist auf die weiten Ärmel mittelalterlicher Gewänder, die als Aufbewahrungsort dienten, sowie auf Taschenspielertricks.

    Themen: AlltagArbeit

    Siehe auch: Etwas im Griff haben Etwas aus dem Effeff können Etwas auf dem Kasten haben

  • Etwas aus dem Boden stampfen

    Redew.

    In kurzer Zeit und aus dem Nichts etwas schaffen.

    Herkunft: Die Wendung geht auf die antike Vorstellung zurück, ein Feldherr könne Truppen durch bloßes Aufstampfen aus der Erde rufen. Überliefert ist das Bild im Zusammenhang mit einer Äußerung des römischen Feldherrn Pompeius.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Etwas auf die Beine stellen

  • Etwas aus dem Effeff können

    Redew.

    Etwas vollkommen sicher beherrschen.

    Herkunft: „Effeff“ geht auf die doppelte Buchstabenfolge ff zurück, mit der Kaufleute und Schreiber besondere Güte oder Nachdruck kennzeichneten. Die Deutung als Abkürzung für eine juristische Fundstelle gilt heute als unwahrscheinlich.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Etwas im Griff haben Etwas aus dem Ärmel schütteln Etwas auf dem Kasten haben

  • Etwas in den Griff bekommen

    Redew.

    Eine Sache, die außer Kontrolle geraten war, wieder beherrschen.

    Herkunft: Dieselbe Bildquelle wie beim Griff des Werkzeugs, hier auf den Vorgang bezogen: Eine Sache, die sich entzogen hatte, wird wieder fassbar.

    Themen: ArbeitKörper

    Siehe auch: Etwas im Griff haben Aus dem Ruder laufen

  • Etwas in trockene Tücher bringen

    Redew.

    Eine Angelegenheit endgültig und verbindlich regeln.

    Herkunft: Die Wendung wird auf das Wickeln von Säuglingen zurückgeführt, aber ebenso auf die Tuchmacherei, in der nasse Bahnen erst nach dem Trocknen verkäuflich waren. Beide Deutungen sind gebräuchlich, keine ist gesichert.

    Auch: Etwas unter Dach und Fach bringen · In trockenen Tüchern sein

    Themen: ArbeitGeld

    Siehe auch: Etwas unter Dach und Fach bringen Etwas vom Tisch haben

  • Den Karren aus dem Dreck ziehen

    Redew.

    Eine verfahrene Lage wieder in Ordnung bringen.

    Herkunft: Vor dem Ausbau befestigter Straßen blieben Fuhrwerke regelmäßig im Schlamm stecken. Den Karren wieder flottzumachen war eine mühsame Gemeinschaftsarbeit.

    Auch: Den Karren in den Dreck fahren

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Den Laden schmeißen Das Ruder herumreißen Etwas auslöffeln müssen

Kurze Redewendungen

  • Alle Register ziehen

    Redew.

    Sämtliche verfügbaren Mittel einsetzen, um etwas zu erreichen.

    Herkunft: Das Bild stammt vom Orgelspiel: Die Register bestimmen, welche Pfeifenreihen erklingen. Sind alle gezogen, spielt die Orgel mit voller Kraft.

    Themen: Arbeit

  • Am Ball bleiben

    Redew.

    Eine Sache konsequent weiterverfolgen und nicht nachlassen.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus dem Ballsport.

    Themen: AlltagArbeit

    Siehe auch: Die Stellung halten

  • Auf der Strecke bleiben

    Redew.

    Im Wettbewerb oder Verlauf einer Entwicklung nicht mithalten können und ausscheiden.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus der Jägersprache: Erlegtes Wild wurde auf der sogenannten Strecke abgelegt. Wer auf der Strecke bleibt, kommt nicht mehr mit.

    Themen: ArbeitGlück und Pech

    Siehe auch: Etwas in den Sand setzen Baden gehen Sich an etwas die Zähne ausbeißen

  • Auf Hochtouren laufen

    Redew.

    Mit voller Leistung und hoher Geschwindigkeit arbeiten, meist über einen längeren Zeitraum.

    Herkunft: Die Touren sind die Umdrehungen einer Maschine. Läuft sie auf Hochtouren, arbeitet sie mit voller Drehzahl. Die Wendung ist mit der Industrialisierung in die Alltagssprache gekommen.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Einen Zahn zulegen

  • Jemanden aus dem Feld schlagen

    Redew.

    Einen Konkurrenten vollständig verdrängen.

    Herkunft: Das Feld ist das Schlachtfeld. Wer den Gegner daraus schlägt, hat ihn vollständig verdrängt. Die Wendung ist aus der Militärsprache in den Wettbewerb übergegangen.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Das Rennen machen Die Nase vorn haben

  • Baden gehen

    Redew.

    Mit einem Vorhaben deutlich scheitern.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus der Sprache des Ringkampfs und des Turnens, wo das Fallen ins Wasser als Bild für das Scheitern diente. Sie ist im 19. Jahrhundert in die Alltagssprache übergegangen.

    Themen: Glück und Pech

    Siehe auch: Auf einen grünen Zweig kommen Auf der Strecke bleiben Ins Wasser fallen

  • Berge versetzen

    Redew.

    Außergewöhnlich Schwieriges bewirken.

    Herkunft: Die Wendung geht auf das Neue Testament zurück (1. Korinther 13,2).

    Themen: Menschen und Verhalten

    QuelleNeues Testament

  • Das Eis brechen

    Redew.

    Anfängliche Befangenheit zwischen Menschen auflösen.

    Herkunft: Das Bild stammt aus der Binnenschifffahrt: Vor der Zeit der Eisbrecher musste die Decke auf zugefrorenen Flüssen aufgebrochen werden, damit der Verkehr wieder in Gang kam. Wer das Eis bricht, macht den Weg für alle anderen frei.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Jemanden ins kalte Wasser werfen

  • Die erste Geige spielen

    Redew.

    In einer Gruppe die tonangebende Rolle innehaben.

    Herkunft: Bezieht sich auf den Konzertmeister im Orchester, der die erste Violine führt.

    Themen: ArbeitMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Die zweite Geige spielen Den Ton angeben

  • Den gordischen Knoten durchschlagen

    Redew.

    Ein verwickeltes Problem mit einem entschlossenen, unkonventionellen Schritt lösen.

    Herkunft: Nach der Überlieferung durchschlug Alexander der Große den kunstvoll verknoteten Wagenknoten von Gordion mit dem Schwert, statt ihn zu lösen.

    Themen: Arbeit

  • Grünes Licht geben

    Redew.

    Eine Erlaubnis erteilen und den Startschuss geben.

    Herkunft: Das Bild stammt von der Signaltechnik im Eisenbahn- und Straßenverkehr.

    Themen: FarbenArbeit

  • Gute Karten haben

    Redew.

    Gute Aussichten auf Erfolg haben.

    Herkunft: Aus dem Kartenspiel: Wer ein gutes Blatt hält, hat Aussicht auf den Gewinn, auch wenn die Partie noch nicht entschieden ist.

    Themen: Glück und Pech

  • Etwas im Griff haben

    Redew.

    Eine Sache sicher beherrschen.

    Herkunft: Der Griff ist das Werkzeugteil, das man fasst. Wer eine Sache im Griff hat, führt sie so sicher wie ein vertrautes Gerät.

    Themen: ArbeitKörper

    Siehe auch: Etwas in den Griff bekommen Etwas aus dem Ärmel schütteln Etwas aus dem Effeff können

  • In den Startlöchern stehen

    Redew.

    Vorbereitet sein und nur noch auf das Startsignal warten.

    Herkunft: Das Bild stammt aus der Leichtathletik, wo Sprinter vor Einführung der Startblöcke Löcher in die Aschenbahn gruben.

    Themen: Arbeit

  • Etwas ins Rollen bringen

    Redew.

    Einen Vorgang in Gang setzen, der dann von allein weiterläuft.

    Herkunft: Das Bild ist das eines angestoßenen Rades oder Steins, der von allein weiterläuft. Verwandt ist die Lawine, die losgetreten wird.

    Themen: ArbeitAlltag

  • Ins Schwarze treffen

    Redew.

    Mit einer Aussage oder Handlung genau richtig liegen oder ein Ziel genau erreichen.

    Herkunft: Die Wendung stammt vom Scheibenschießen: Der innerste Ring der Zielscheibe, der die volle Punktzahl bringt, war traditionell schwarz.

    Auch: Ins Schwarze getroffen

    Themen: AlltagSprache und Kommunikation

    Siehe auch: Auf einen grünen Zweig kommen

  • Das Kind schon schaukeln

    Redew.

    Zuversichtlich ankündigen, dass man eine Sache schon in Ordnung bringen wird.

    Herkunft: Eine jüngere umgangssprachliche Bildung. Das Schaukeln steht für die geübte Handhabung einer Sache, die andere für schwierig halten.

    Auch: Wir werden das Kind schon schaukeln

    Themen: ArbeitAlltag

  • Die Kurve kriegen

    Redew.

    Eine schwierige Lage gerade noch rechtzeitig meistern.

    Herkunft: Das Bild stammt vom Fahren: Wer die Kurve kriegt, kommt gerade noch um das Hindernis herum, statt geradeaus in den Graben zu fahren.

    Themen: Alltag

    Siehe auch: Den Spieß umdrehen Das Ruder herumreißen

  • Den Kürzeren ziehen

    Redew.

    Bei einer Auseinandersetzung unterliegen.

    Herkunft: Verweist auf das Losen mit unterschiedlich langen Halmen, bei dem der kürzeste verlor.

    Themen: Glück und PechMenschen und Verhalten

  • Den Laden schmeißen

    Redew.

    Den Betrieb praktisch allein am Laufen halten.

    Herkunft: Umgangssprachlich seit dem 19. Jahrhundert. „Laden“ steht dabei nicht nur für das Geschäft, sondern für den ganzen Betrieb.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Etwas auf die Beine stellen Den Karren aus dem Dreck ziehen Etwas auslöffeln müssen

  • Mit Ach und Krach

    Redew.

    Nur mit größter Mühe und ganz knapp.

    Herkunft: Eine Doppelformel aus zwei Ausrufen des Schmerzes und des Lärms, wie sie das Deutsche häufig bildet. Belegt seit dem 17. Jahrhundert.

    Themen: Glück und Pech

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