Redewendungen · Redewendungen nach Themen
Redewendungen über Arbeit, Seite 3
76 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 3 von 3
Bekannte Redewendungen
Etwas unter den Tisch fallen lassen
Redew.Einen Punkt bewusst übergehen und nicht weiter behandeln.
Herkunft: Was unter den Tisch fällt, wird nicht mehr aufgehoben. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Auch: Unter den Tisch fallen
Themen: AlltagSprache und KommunikationArbeit
Siehe auch: Etwas in den Wind schlagen
Jemandem unter die Arme greifen
Redew.Jemandem in einer schwierigen Lage helfen.
Herkunft: Die Geste des Stützens, mit der man einen Stürzenden oder Erschöpften aufrecht hält.
Themen: Menschen und VerhaltenKörperArbeit
Siehe auch: Jemandem den Rücken stärken Jemandem einen Bärendienst erweisen
Redewendungen mit belegter Herkunft
Etwas schwarz auf weiß haben
Redew.Etwas schriftlich und damit belegbar vorliegen haben.
Herkunft: Schwarze Tinte auf weißem Papier. Die Wendung wurde durch Goethes „Faust“ zusätzlich bekannt, wo Mephisto dem Schüler rät, alles Gesagte nach Hause zu tragen.
QuelleGoethe
Etwas unter Dach und Fach bringen
Redew.Eine Sache zum Abschluss bringen und damit absichern.
Herkunft: Stammt aus dem Fachwerkbau: „Fach“ bezeichnet das Feld zwischen den Balken, und erst mit Dach und geschlossenen Fächern war ein Haus fertig.
Siehe auch: Etwas in trockene Tücher bringen Etwas vom Tisch haben
Etwas unter einen Hut bringen
Redew.Verschiedene Interessen, Termine oder Anforderungen miteinander vereinbaren.
Herkunft: Der Hut war Zeichen der Rechtsgewalt: Wer unter einem Hut stand, unterstand derselben Herrschaft. Bei Eheschließungen wurden die Beteiligten sinnbildlich unter einen Hut gebracht.
Kurze Redewendungen
Die Segel streichen
Redew.Einen Widerstand aufgeben und sich geschlagen geben.
Herkunft: Das Einholen der Segel war in der Seefahrt das Zeichen der Kapitulation.
Themen: Glück und PechArbeit
Siehe auch: Die Waffen strecken Das Handtuch werfen Die Flinte ins Korn werfen
Sein Pulver verschossen haben
Redew.Alle Mittel oder Argumente aufgebraucht haben.
Herkunft: Aus der Militärsprache: Ohne Pulver ist die Waffe nutzlos, gleichgültig wie gut die Stellung ist.
Sich die Sporen verdienen
Redew.Sich zum ersten Mal bewähren und dadurch Anerkennung erwerben.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Rittertum: Der Ritterschlag war mit dem Anlegen goldener Sporen verbunden.
Siehe auch: Die Nase vorn haben Das Rennen machen Das Pferd von hinten aufzäumen
Die Stellung halten
Redew.An Ort und Stelle bleiben und weitermachen, während andere fehlen.
Herkunft: Militärische Fachsprache: Eine Stellung zu halten heißt, den zugewiesenen Ort nicht aufzugeben. Im Alltag hat sich der Ausdruck abgeschwächt zum Aushalten in Vertretung.
Themen: ArbeitMenschen und Verhalten
Siehe auch: Am Ball bleiben
Den Ton angeben
Redew.In einer Gruppe bestimmen, wo es langgeht.
Herkunft: Das Bild stammt aus der Musik, wo vor dem Spiel ein Ton zum Stimmen vorgegeben wird.
Themen: Menschen und VerhaltenArbeitSprache und Kommunikation
Siehe auch: Die erste Geige spielen
Den Trumpf ausspielen
Redew.Den entscheidenden Vorteil im richtigen Moment einsetzen.
Herkunft: „Trumpf“ geht auf das lateinische „triumphus“ zurück und bezeichnet im Kartenspiel die Farbe, die alle anderen sticht.
Siehe auch: Seine Schäfchen ins Trockene bringen Alles auf eine Karte setzen
Über die Bühne gehen
Redew.Wie geplant ablaufen und abgeschlossen werden.
Herkunft: Aus der Theatersprache: Ein Stück geht über die Bühne, also von Anfang bis Ende. Im Alltag ist daraus die Abwicklung eines Vorgangs geworden.
Etwas vom Tisch haben
Redew.Eine Angelegenheit endgültig erledigt haben.
Herkunft: Der Tisch ist der Verhandlungstisch. Was von ihm verschwindet, ist abschließend geregelt und muss nicht wieder aufgerufen werden.
Auch: Etwas ist vom Tisch
Siehe auch: Etwas unter Dach und Fach bringen Etwas in trockene Tücher bringen
Die Waffen strecken
Redew.Den Widerstand aufgeben und sich dem Gegner geschlagen geben.
Herkunft: Das Ablegen der Waffen war das förmliche Zeichen der Kapitulation.
Themen: Glück und PechArbeit
Siehe auch: Die Segel streichen Das Handtuch werfen Die Flinte ins Korn werfen
Einen Zahn zulegen
Redew.Das Tempo deutlich erhöhen, um noch rechtzeitig fertig zu werden.
Herkunft: Der Zahn ist die Kerbe am Zahnstangenhalter über dem offenen Herdfeuer, an der ein Kessel höher oder tiefer gehängt wurde.
Siehe auch: Auf Hochtouren laufen
Die zweite Geige spielen
Redew.In einer Gruppe nur die untergeordnete Rolle haben.
Herkunft: Das Gegenstück zur ersten Geige, die im Orchester die Führung hat.
Themen: Menschen und VerhaltenArbeit
Siehe auch: Die erste Geige spielen
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