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Redewendungen · Redewendungen nach Themen

Redewendungen über Arbeit, Seite 3

85 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 3 von 3

Bekannte Redewendungen

Redewendungen mit belegter Herkunft

  • Etwas schwarz auf weiß haben

    Redew.

    Etwas schriftlich und damit belegbar vorliegen haben.

    Herkunft: Schwarze Tinte auf weißem Papier. Die Wendung wurde durch Goethes „Faust“ zusätzlich bekannt, wo Mephisto dem Schüler rät, alles Gesagte nach Hause zu tragen.

    Themen: ArbeitFarbenAlltag

    QuelleGoethe

  • Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben

    Redew.

    Ein Übel durch ein Mittel bekämpfen, das ebenso schlimm ist.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus dem Lukasevangelium, wo Jesus vorgeworfen wird, er treibe Dämonen mit Hilfe ihres Obersten aus.

    Themen: Menschen und VerhaltenArbeit

    Siehe auch: Alle Register ziehen

  • Etwas unter Dach und Fach bringen

    Redew.

    Eine Sache zum Abschluss bringen und damit absichern.

    Herkunft: Stammt aus dem Fachwerkbau: „Fach“ bezeichnet das Feld zwischen den Balken, und erst mit Dach und geschlossenen Fächern war ein Haus fertig.

    Themen: ErfolgArbeitAlltag

    Siehe auch: Etwas in trockene Tücher bringen Etwas vom Tisch haben

  • Etwas unter einen Hut bringen

    Redew.

    Verschiedene Interessen, Termine oder Anforderungen miteinander vereinbaren.

    Herkunft: Der Hut war Zeichen der Rechtsgewalt: Wer unter einem Hut stand, unterstand derselben Herrschaft. Bei Eheschließungen wurden die Beteiligten sinnbildlich unter einen Hut gebracht.

    Themen: AlltagArbeit

Kurze Redewendungen

  • Pi mal Daumen

    Redew.

    Grob geschätzt, ohne genaue Berechnung.

    Herkunft: Die Wendung verbindet die Kreiszahl mit dem Daumensprung, einem alten Verfahren zum groben Schätzen von Entfernungen. Sie ist erst im 20. Jahrhundert entstanden.

    Auch: Über den Daumen gepeilt

    Themen: AlltagArbeitKörper

  • Pleite gehen

    Redew.

    Zahlungsunfähig werden und den Betrieb oder die eigenen Finanzen nicht mehr aufrechterhalten können.

    Herkunft: „Pleite“ geht über das Rotwelsche auf das jiddische Wort für Flucht zurück; gemeint war ursprünglich der Schuldner, der sich davonmachte.

    Themen: GeldArbeit

  • Rote Zahlen schreiben

    Redew.

    Verluste machen, also mehr ausgeben als einnehmen.

    Herkunft: In der kaufmännischen Buchführung wurden Fehlbeträge traditionell in roter Tinte eingetragen, um sie hervorzuheben.

    Themen: FarbenGeldArbeit

    Siehe auch: Ein Fass ohne Boden

  • Jemandem den Rücken stärken

    Redew.

    Jemandem Rückhalt geben, damit er sich behaupten kann.

    Herkunft: Der Rücken steht für die Fähigkeit, eine Last zu tragen und aufrecht zu bleiben. Wer ihn stärkt, gibt Rückhalt.

    Themen: Menschen und VerhaltenKörperArbeit

    Siehe auch: Jemandem unter die Arme greifen

  • Das Ruder herumreißen

    Redew.

    Eine bereits schlecht laufende Sache im letzten Moment noch zum Guten wenden.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus der Seefahrt.

    Themen: ErfolgArbeit

    Siehe auch: Den Karren aus dem Dreck ziehen Den Durchbruch schaffen Die Kurve kriegen

  • Die Segel streichen

    Redew.

    Einen Widerstand aufgeben und sich geschlagen geben.

    Herkunft: Das Einholen der Segel war in der Seefahrt das Zeichen der Kapitulation.

    Themen: Glück und PechArbeit

    Siehe auch: Die Waffen strecken Das Handtuch werfen Die Flinte ins Korn werfen

  • Sein Pulver verschossen haben

    Redew.

    Alle Mittel oder Argumente aufgebraucht haben.

    Herkunft: Aus der Militärsprache: Ohne Pulver ist die Waffe nutzlos, gleichgültig wie gut die Stellung ist.

    Themen: ArbeitErfolg

  • Eine Sisyphusarbeit

    Redew.

    Eine Mühe, die nie zu einem Ergebnis führt und immer wieder von vorn beginnt.

    Herkunft: Sisyphus muss in der griechischen Sage zur Strafe einen Felsblock bergauf wälzen, der kurz vor dem Gipfel stets zurückrollt.

    Themen: ArbeitGlück und Pech

    Siehe auch: Eulen nach Athen tragen

  • Sich die Sporen verdienen

    Redew.

    Sich zum ersten Mal bewähren und dadurch Anerkennung erwerben.

    Herkunft: Das Bild stammt aus dem Rittertum: Der Ritterschlag war mit dem Anlegen goldener Sporen verbunden.

    Themen: ErfolgArbeit

    Siehe auch: Das Pferd von hinten aufzäumen

  • Die Stellung halten

    Redew.

    An Ort und Stelle bleiben und weitermachen, während andere fehlen.

    Herkunft: Militärische Fachsprache: Eine Stellung zu halten heißt, den zugewiesenen Ort nicht aufzugeben. Im Alltag hat sich der Ausdruck abgeschwächt zum Aushalten in Vertretung.

    Themen: ArbeitMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Am Ball bleiben

  • Den Ton angeben

    Redew.

    In einer Gruppe bestimmen, wo es langgeht.

    Herkunft: Das Bild stammt aus der Musik, wo vor dem Spiel ein Ton zum Stimmen vorgegeben wird.

    Themen: Menschen und VerhaltenArbeitSprache und Kommunikation

    Siehe auch: Die erste Geige spielen

  • Den Trumpf ausspielen

    Redew.

    Den entscheidenden Vorteil im richtigen Moment einsetzen.

    Herkunft: „Trumpf“ geht auf das lateinische „triumphus“ zurück und bezeichnet im Kartenspiel die Farbe, die alle anderen sticht.

    Themen: ErfolgArbeit

    Siehe auch: Seine Schäfchen ins Trockene bringen Es geht um die Wurst Alles auf eine Karte setzen

  • Über die Bühne gehen

    Redew.

    Wie geplant ablaufen und abgeschlossen werden.

    Herkunft: Aus der Theatersprache: Ein Stück geht über die Bühne, also von Anfang bis Ende. Im Alltag ist daraus die Abwicklung eines Vorgangs geworden.

    Themen: ArbeitAlltag

  • Etwas vom Tisch haben

    Redew.

    Eine Angelegenheit endgültig erledigt haben.

    Herkunft: Der Tisch ist der Verhandlungstisch. Was von ihm verschwindet, ist abschließend geregelt und muss nicht wieder aufgerufen werden.

    Auch: Etwas ist vom Tisch

    Themen: ArbeitAlltag

    Siehe auch: Etwas unter Dach und Fach bringen Etwas in trockene Tücher bringen

  • Die Waffen strecken

    Redew.

    Den Widerstand aufgeben und sich dem Gegner geschlagen geben.

    Herkunft: Das Ablegen der Waffen war das förmliche Zeichen der Kapitulation.

    Themen: Glück und PechArbeit

    Siehe auch: Die Segel streichen Das Handtuch werfen Die Flinte ins Korn werfen

  • Einen Zahn zulegen

    Redew.

    Das Tempo deutlich erhöhen, um noch rechtzeitig fertig zu werden.

    Herkunft: Der Zahn ist die Kerbe am Zahnstangenhalter über dem offenen Herdfeuer, an der ein Kessel höher oder tiefer gehängt wurde.

    Themen: ArbeitKörper

    Siehe auch: Auf Hochtouren laufen

  • Etwas zu Geld machen

    Redew.

    Einen Besitz verkaufen, um an Bargeld zu kommen.

    Herkunft: Die ältere Fassung „versilbern“ verweist auf die Zeit, in der Silbermünzen das übliche Zahlungsmittel waren.

    Auch: Etwas versilbern

    Themen: GeldArbeit

  • Jemanden zur Kasse bitten

    Redew.

    Jemanden zum Bezahlen auffordern, meist für etwas, das er nicht freiwillig zahlen würde.

    Herkunft: Aus der Sprache des Handels: Die Kasse war der Ort, an dem abgerechnet wurde. Als übertragene Wendung seit dem 19. Jahrhundert belegt.

    Themen: GeldArbeit

  • Die zweite Geige spielen

    Redew.

    In einer Gruppe nur die untergeordnete Rolle haben.

    Herkunft: Das Gegenstück zur ersten Geige, die im Orchester die Führung hat.

    Themen: Menschen und VerhaltenArbeit

    Siehe auch: Die erste Geige spielen

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