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A–Z-Verzeichnis

Redewendungen mit W

Hier können Sie alle redewendungen dieses Nachschlagewerks alphabetisch nachschlagen, deren Stichwort mit W beginnt. Sortiert wird wie im gedruckten Wörterbuch nach dem ersten inhaltstragenden Wort, Artikel bleiben unberücksichtigt.

12 Einträge mit Bedeutung

  • Die Waffen strecken

    Redew.

    Den Widerstand aufgeben und sich dem Gegner geschlagen geben.

    Herkunft: Das Ablegen der Waffen war das förmliche Zeichen der Kapitulation.

    Themen: Glück und PechArbeit

    Siehe auch: Die Segel streichen Das Handtuch werfen Die Flinte ins Korn werfen

  • Jemandem das Wasser nicht reichen können

    Redew.

    Deutlich schlechter sein als jemand anderes.

    Herkunft: Verwiesen wird auf mittelalterliche Tischsitten, bei denen Bedienstete den Gästen Wasser zum Händewaschen reichten. Wer dafür zu gering war, konnte nicht einmal das.

    Themen: Menschen und VerhaltenErfolg

  • Weiße Mäuse sehen

    Redew.

    Vor lauter Alkohol Dinge sehen, die nicht da sind.

    Herkunft: Die Wendung bezieht sich auf Trugbilder im Alkoholentzug, bei denen kleine Tiere zu den häufigsten Wahrnehmungen gehören.

    Themen: Menschen und VerhaltenFarbenTiere

    Siehe auch: Zu tief ins Glas schauen

  • Eine weiße Weste haben

    Redew.

    Sich nichts vorwerfen lassen müssen, einen unbescholtenen Ruf haben.

    Herkunft: Weiße Wäsche war schwer sauber zu halten und galt deshalb als Zeichen von Sorgfalt und Unbescholtenheit. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.

    Themen: Menschen und VerhaltenFarben

  • Sich wie ein Elefant im Porzellanladen benehmen

    Redew.

    Sich in einer heiklen Lage grob und ohne jedes Gespür verhalten.

    Herkunft: Eine jüngere Bildung des 19. Jahrhunderts, entstanden mit der Verbreitung von Menagerien und Porzellangeschäften.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiere

    Siehe auch: Ins Fettnäpfchen treten

  • Jemandem den Wind aus den Segeln nehmen

    Redew.

    Einem Gegenüber die Grundlage seiner Argumentation entziehen, bevor er sie vorbringen kann.

    Herkunft: Ein Schiff, das sich in Luv legte, nahm dem Gegner buchstäblich den Wind.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten

  • Wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt

    Redew.

    Den eigentlichen Kern eines Problems kennen.

    Herkunft: „Hasenpfeffer“ ist ein Schmorgericht; der Hase liegt darin verborgen unter der Sauce.

    Themen: AlltagTiereErfolg

    Siehe auch: Da liegt der Hund begraben

  • Ein Wolf im Schafspelz

    Redew.

    Jemand, der harmlos auftritt und in Wirklichkeit gefährlich ist.

    Herkunft: Das Bild stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 7,15).

    Themen: Menschen und VerhaltenTiereSprache und Kommunikation

    QuelleNeues Testament

    Siehe auch: Jemandem einen Bären aufbinden

  • Jemandem das Wort abschneiden

    Redew.

    Jemanden mitten im Satz unterbrechen.

    Herkunft: Das Bild vom Abschneiden der Rede ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und gehört zu einer Gruppe von Wendungen, die Sprache als Faden oder Band behandeln.

    Themen: Sprache und Kommunikation

  • Kein Wort darüber verlieren

    Redew.

    Etwas bewusst nicht erwähnen, obwohl es naheliegen würde.

    Herkunft: „Verlieren“ steht hier im älteren Sinn von aufwenden. Wer kein Wort verliert, wendet keines auf.

    Themen: Sprache und Kommunikation

  • Jemandem das Wort im Munde umdrehen

    Redew.

    Eine Aussage sinnentstellend wiedergeben.

    Herkunft: Ebenfalls aus der Vorstellung von der Rede als formbarem Gegenstand: Ein Wort lässt sich drehen, bis es das Gegenteil bedeutet.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und VerhaltenKörper

    Siehe auch: Jemandem etwas in den Mund legen

  • Kein Wort über die Lippen bringen

    Redew.

    Vor Aufregung oder Scham nichts sagen können.

    Herkunft: Die Lippen als Schwelle des Sprechens sind ein altes Bild, das sich auch in der Wendung vom Wort auf den Lippen findet.

    Themen: Sprache und KommunikationKörper