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Redewendungen · Redewendungen nach Themen

Redewendungen über Glück und Pech

Ob etwas gut ausgeht, wird sprachlich gern über Bilder von Knappheit und Rettung ausgedrückt: gerade noch, um Haaresbreite, mit einem blauen Auge.

50 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2

Bekannte Redewendungen

Redewendungen mit belegter Herkunft

Kurze Redewendungen

  • Alles in Butter

    Redew.

    Alles ist in Ordnung, es gibt keine Probleme.

    Herkunft: Wird darauf zurückgeführt, dass empfindliche Waren wie Gläser früher in flüssiger Butter transportiert wurden, die nach dem Erkalten als Polster diente.

    Themen: AlltagEssen und Trinken

    Siehe auch: Klar Schiff machen

  • Am seidenen Faden hängen

    Redew.

    In höchster Gefahr schweben, sehr ungewiss sein.

    Herkunft: Das Bild geht auf die Sage vom Schwert des Damokles zurück, das an einem Rosshaar über dem Thron hing.

    Themen: Alltag

    Siehe auch: Auf der Kippe stehen Ein Danaergeschenk

  • Auf den Hund kommen

    Redew.

    Wirtschaftlich oder gesundheitlich stark herunterkommen.

    Herkunft: Für diese Wendung gibt es mehrere Deutungen, keine davon gesichert. Genannt werden der Hund als geringstes Zugtier, ein auf den Boden von Truhen gemalter Hund, der beim Leerwerden sichtbar wurde, und der Grubenhund im Bergbau. Belegen lässt sich keine dieser Erklärungen.

    Themen: TiereGeld

  • Auf der Kippe stehen

    Redew.

    Kurz vor dem Scheitern stehen, ohne dass die Entscheidung schon gefallen ist.

    Herkunft: Das Bild ist das eines Gegenstands am Rand, der nach beiden Seiten fallen kann. Verwandt ist die Wendung vom Zünglein an der Waage.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Am seidenen Faden hängen Ein Danaergeschenk

  • Auf der Strecke bleiben

    Redew.

    Im Wettbewerb oder Verlauf einer Entwicklung nicht mithalten können und ausscheiden.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus der Jägersprache: Erlegtes Wild wurde auf der sogenannten Strecke abgelegt. Wer auf der Strecke bleibt, kommt nicht mehr mit.

    Themen: ArbeitErfolg

    Siehe auch: Etwas in den Sand setzen Baden gehen Sich an etwas die Zähne ausbeißen

  • Auf Holz klopfen

    Redew.

    Eine Geste, mit der man verhindern will, dass eine positive Aussage Unglück heraufbeschwört.

    Herkunft: Der Brauch wird auf verschiedene ältere Abwehr- und Schutzvorstellungen zurückgeführt, darunter das Anklopfen der Bergleute an Grubenholz.

    Themen: Alltag

  • Auf verlorenem Posten stehen

    Redew.

    In einer Lage kämpfen, die nicht mehr zu gewinnen ist.

    Herkunft: Der verlorene Posten war im Militär die vorgeschobene Stellung, deren Besatzung im Ernstfall geopfert wurde.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Ein Fass ohne Boden

  • Auf Wolke sieben schweben

    Redew.

    Überglücklich und frisch verliebt sein.

    Herkunft: Die Herkunft ist nicht eindeutig belegt. Die Siebenzahl der Himmel findet sich in mehreren älteren Weltbildern.

    Themen: Liebe

    Siehe auch: Sich in jemanden vergucken Sich Hals über Kopf verlieben Schwein haben

  • Aus allen Wolken fallen

    Redew.

    Von einer Nachricht völlig überrascht und ernüchtert werden.

    Herkunft: Wer in den Wolken schwebt, ist von der Wirklichkeit entrückt. Der Fall daraus beschreibt die plötzliche Ernüchterung durch eine überraschende Nachricht.

    Themen: Alltag

    Siehe auch: Aus heiterem Himmel

  • Aus dem Häuschen sein

    Redew.

    Vor Freude oder Aufregung völlig außer sich sein.

    Herkunft: Das Häuschen steht scherzhaft für den Kopf oder die gewohnte Fassung. Wer außer sich gerät, hat sie verlassen.

    Themen: Alltag

    Siehe auch: Ein Sturm im Wasserglas

  • Aus dem Ruder laufen

    Redew.

    Sich der Steuerung entziehen und in eine unerwünschte Richtung entwickeln.

    Herkunft: Das Ruder gibt dem Boot die Richtung. Läuft ein Vorgang aus dem Ruder, ist er der Steuerung entglitten. Die Wendung gehört zu einer ganzen Gruppe von Bildern aus der Schifffahrt, die in die Alltagssprache übergegangen sind.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Etwas in den Griff bekommen Etwas im Griff haben

  • Aus heiterem Himmel

    Redew.

    Völlig unerwartet und ohne Vorzeichen.

    Herkunft: Das Bild ist das eines Blitzes bei wolkenlosem Himmel; die ausführlichere Fassung spricht vom Blitz aus heiterem Himmel.

    Themen: Alltag

    Siehe auch: Aus allen Wolken fallen

  • Baden gehen

    Redew.

    Mit einem Vorhaben deutlich scheitern.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus der Sprache des Ringkampfs und des Turnens, wo das Fallen ins Wasser als Bild für das Scheitern diente. Sie ist im 19. Jahrhundert in die Alltagssprache übergegangen.

    Themen: Erfolg

    Siehe auch: Auf einen grünen Zweig kommen Auf der Strecke bleiben Ins Wasser fallen

  • Ein Danaergeschenk

    Redew.

    Eine Gabe, die dem Beschenkten schadet.

    Herkunft: Nach dem hölzernen Pferd, mit dem die Griechen Troja eroberten. Vergil legt einem troianischen Priester die Warnung vor Geschenken der Danaer in den Mund.

    Themen: Menschen und Verhalten

    QuelleVergil

    Siehe auch: Auf der Kippe stehen Am seidenen Faden hängen

  • Jemandem die Daumen drücken

    Redew.

    Jemandem für ein bevorstehendes Ereignis viel Glück wünschen.

    Herkunft: Die Geste geht auf einen alten Abwehrbrauch gegen Unheil zurück.

    Themen: KörperMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Jemandem die Stange halten

  • Ein gefundenes Fressen sein

    Redew.

    Ein willkommener Anlass, meist für Spott oder Kritik.

    Herkunft: Das Bild stammt von der Beute, die einem Raubtier ohne eigenes Zutun zufällt.

    Themen: Essen und Trinken

  • Glück im Unglück haben

    Redew.

    Bei einem Missgeschick noch vergleichsweise gut wegkommen.

    Herkunft: Die Formel verbindet zwei Gegensätze in einem Satz und ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert geläufig.

    Siehe auch: Mit einem blauen Auge davonkommen

  • Gut bei Kasse sein

    Redew.

    Genügend Geld zur Verfügung haben.

    Herkunft: „Kasse“ stammt über das Italienische aus dem Lateinischen für Kiste und bezeichnete zunächst den Geldbehälter selbst.

    Themen: Geld

  • Gute Karten haben

    Redew.

    Gute Aussichten auf Erfolg haben.

    Herkunft: Aus dem Kartenspiel: Wer ein gutes Blatt hält, hat Aussicht auf den Gewinn, auch wenn die Partie noch nicht entschieden ist.

    Themen: Erfolg

  • Das Handtuch werfen

    Redew.

    Aufgeben und eine Sache vorzeitig beenden.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus dem Boxsport: Der Betreuer wirft ein Handtuch in den Ring, um den Kampf für seinen Boxer zu beenden.

    Themen: AlltagArbeit

    Siehe auch: Die Waffen strecken Die Segel streichen Die Flinte ins Korn werfen

  • Ins Gras beißen

    Redew.

    Sterben, meist derb oder spöttisch gebraucht.

    Herkunft: Das Bild stammt vom auf dem Schlachtfeld Gefallenen, der mit dem Gesicht im Gras liegt. Es ist bereits in der antiken Dichtung belegt.

    Themen: Alltag

  • Ins Wasser fallen

    Redew.

    Nicht stattfinden, kurzfristig ausfallen oder ergebnislos enden.

    Herkunft: Was ins Wasser fällt, ist verloren und nicht wiederzubekommen. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: Alltag

    Siehe auch: Etwas in den Sand setzen Baden gehen Auf der Strecke bleiben

  • Den Kürzeren ziehen

    Redew.

    Bei einer Auseinandersetzung unterliegen.

    Herkunft: Aus dem Losverfahren: Wer beim Ziehen von Halmen den kürzesten erwischte, hatte verloren.

    Themen: Menschen und Verhalten

  • Von der Rolle sein

    Redew.

    Nicht mehr leistungsfähig oder konzentriert sein, den Anschluss verloren haben, aus dem Tritt geraten sein.

    Herkunft: Die Wendung wird auf das Steherrennen im Bahnradsport zurückgeführt. Der Radfahrer folgt dort dicht hinter einer Schrittmachermaschine, an deren Heck eine Rolle angebracht ist. Wer den Windschatten und damit den Kontakt zu dieser Rolle verliert, fällt zurück und ist „von der Rolle“.

    Auch: Von der Rolle kommen

    Themen: AlltagMenschen und Verhalten

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