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Redewendungen · Redewendungen nach Themen

Redewendungen über Glück und Pech

Ob etwas gut ausgeht, wird sprachlich gern über Bilder von Knappheit und Rettung ausgedrückt: gerade noch, um Haaresbreite, mit einem blauen Auge.

40 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2

Bekannte Redewendungen

  • Auf einen grünen Zweig kommen

    Redew.

    Wirtschaftlich vorankommen und zu etwas kommen.

    Herkunft: Erklärt wird die Wendung über den alten Brauch, beim Verkauf eines Grundstücks einen grünen Zweig als Symbol des Besitzübergangs zu überreichen.

    Auch: Auf keinen grünen Zweig kommen

    Themen: ErfolgGeldFarben

    Siehe auch: Leben wie die Made im Speck Baden gehen Ins Schwarze treffen

  • Die Flinte ins Korn werfen

    Redew.

    Vorschnell aufgeben und einen Plan fallen lassen, sobald es schwierig wird.

    Herkunft: Das Bild stammt aus dem Kriegswesen: Der fliehende Soldat wirft seine Waffe ins Kornfeld, um schneller wegzukommen.

    Themen: AlltagMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Etwas über Bord werfen Das Handtuch werfen Die Waffen strecken

  • Etwas in den Sand setzen

    Redew.

    Ein Vorhaben gründlich misslingen lassen, meist unter Verlust von Geld oder Ansehen.

    Herkunft: Das Bild stammt vom Turnierreiten: Wer den Gegner traf, setzte ihn in den Sand der Bahn.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Auf der Strecke bleiben Sich an etwas die Zähne ausbeißen Ins Wasser fallen

  • Leben wie die Made im Speck

    Redew.

    Im Überfluss und ohne Sorgen leben.

    Herkunft: Die Made im Speck lebt inmitten des Vorrats, ohne sich anstrengen zu müssen. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: GeldEssen und Trinken

    Siehe auch: Auf einen grünen Zweig kommen

  • Mehr Glück als Verstand haben

    Redew.

    Trotz unvernünftigen Handelns ungeschoren davonkommen.

    Herkunft: Die Formel stellt zwei Wege zum Erfolg gegeneinander und spricht dem Betroffenen den zweiten ab. Im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.

    Themen: Menschen und Verhalten

    Siehe auch: Schwein haben Einen Schutzengel gehabt haben

  • Mit einem blauen Auge davonkommen

    Redew.

    Eine gefährliche Lage mit vergleichsweise geringem Schaden überstehen.

    Herkunft: Das blaue Auge ist die geringste sichtbare Verletzung nach einer Schlägerei. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: KörperFarben

    Siehe auch: Glück im Unglück haben

Redewendungen mit belegter Herkunft

Kurze Redewendungen

  • Alles in Butter

    Redew.

    Alles ist in Ordnung, es gibt keine Probleme.

    Herkunft: Wird darauf zurückgeführt, dass empfindliche Waren wie Gläser früher in flüssiger Butter transportiert wurden, die nach dem Erkalten als Polster diente.

    Themen: AlltagEssen und Trinken

    Siehe auch: Klar Schiff machen

  • Am seidenen Faden hängen

    Redew.

    In höchster Gefahr schweben, sehr ungewiss sein.

    Herkunft: Das Bild geht auf die Sage vom Schwert des Damokles zurück, das an einem Rosshaar über dem Thron hing.

    Themen: Alltag

    Siehe auch: Auf der Kippe stehen

  • Auf den Hund kommen

    Redew.

    Wirtschaftlich oder gesundheitlich stark herunterkommen.

    Herkunft: Für diese Wendung gibt es mehrere Deutungen, keine davon gesichert. Genannt werden der Hund als geringstes Zugtier, ein auf den Boden von Truhen gemalter Hund, der beim Leerwerden sichtbar wurde, und der Grubenhund im Bergbau. Belegen lässt sich keine dieser Erklärungen.

    Themen: TiereGeld

  • Auf der Kippe stehen

    Redew.

    Kurz vor dem Scheitern stehen, ohne dass die Entscheidung schon gefallen ist.

    Herkunft: Das Bild ist das eines Gegenstands am Rand, der nach beiden Seiten fallen kann. Verwandt ist die Wendung vom Zünglein an der Waage.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Am seidenen Faden hängen

  • Auf der Strecke bleiben

    Redew.

    Im Wettbewerb oder Verlauf einer Entwicklung nicht mithalten können und ausscheiden.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus der Jägersprache: Erlegtes Wild wurde auf der sogenannten Strecke abgelegt. Wer auf der Strecke bleibt, kommt nicht mehr mit.

    Themen: ArbeitErfolg

    Siehe auch: Etwas in den Sand setzen Baden gehen Sich an etwas die Zähne ausbeißen

  • Auf Holz klopfen

    Redew.

    Eine Geste, mit der man verhindern will, dass eine positive Aussage Unglück heraufbeschwört.

    Herkunft: Der Brauch wird auf verschiedene ältere Abwehr- und Schutzvorstellungen zurückgeführt, darunter das Anklopfen der Bergleute an Grubenholz.

    Themen: Alltag

  • Auf verlorenem Posten stehen

    Redew.

    In einer Lage kämpfen, die nicht mehr zu gewinnen ist.

    Herkunft: Der verlorene Posten war im Militär die vorgeschobene Stellung, deren Besatzung im Ernstfall geopfert wurde.

    Themen: Arbeit

  • Auf Wolke sieben schweben

    Redew.

    Überglücklich und frisch verliebt sein.

    Herkunft: Die Herkunft ist nicht eindeutig belegt. Die Siebenzahl der Himmel findet sich in mehreren älteren Weltbildern.

    Themen: Liebe

    Siehe auch: Schwein haben Schmetterlinge im Bauch haben Liebe auf den ersten Blick

  • Aus allen Wolken fallen

    Redew.

    Von einer Nachricht völlig überrascht und ernüchtert werden.

    Herkunft: Wer in den Wolken schwebt, ist von der Wirklichkeit entrückt. Der Fall daraus beschreibt die plötzliche Ernüchterung durch eine überraschende Nachricht.

    Themen: Alltag

  • Aus dem Häuschen sein

    Redew.

    Vor Freude oder Aufregung völlig außer sich sein.

    Herkunft: Das Häuschen steht scherzhaft für den Kopf oder die gewohnte Fassung. Wer außer sich gerät, hat sie verlassen.

    Themen: Alltag

    Siehe auch: Ein Sturm im Wasserglas

  • Aus dem Ruder laufen

    Redew.

    Sich der Steuerung entziehen und in eine unerwünschte Richtung entwickeln.

    Herkunft: Das Ruder gibt dem Boot die Richtung. Läuft ein Vorgang aus dem Ruder, ist er der Steuerung entglitten. Die Wendung gehört zu einer ganzen Gruppe von Bildern aus der Schifffahrt, die in die Alltagssprache übergegangen sind.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Etwas in den Griff bekommen Etwas im Griff haben

  • Baden gehen

    Redew.

    Mit einem Vorhaben deutlich scheitern.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus der Sprache des Ringkampfs und des Turnens, wo das Fallen ins Wasser als Bild für das Scheitern diente. Sie ist im 19. Jahrhundert in die Alltagssprache übergegangen.

    Themen: Erfolg

    Siehe auch: Auf einen grünen Zweig kommen Auf der Strecke bleiben Ins Wasser fallen

  • Jemandem die Daumen drücken

    Redew.

    Jemandem für ein bevorstehendes Ereignis viel Glück wünschen.

    Herkunft: Die Geste geht auf einen alten Abwehrbrauch gegen Unheil zurück.

    Themen: KörperMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Jemandem die Stange halten

  • Glück im Unglück haben

    Redew.

    Bei einem Missgeschick noch vergleichsweise gut wegkommen.

    Herkunft: Die Formel verbindet zwei Gegensätze in einem Satz und ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert geläufig.

    Siehe auch: Mit einem blauen Auge davonkommen

  • Gute Karten haben

    Redew.

    Gute Aussichten auf Erfolg haben.

    Herkunft: Aus dem Kartenspiel: Wer ein gutes Blatt hält, hat Aussicht auf den Gewinn, auch wenn die Partie noch nicht entschieden ist.

    Themen: Erfolg

  • Das Handtuch werfen

    Redew.

    Aufgeben und eine Sache vorzeitig beenden.

    Herkunft: Die Wendung stammt aus dem Boxsport: Der Betreuer wirft ein Handtuch in den Ring, um den Kampf für seinen Boxer zu beenden.

    Themen: AlltagArbeit

    Siehe auch: Die Waffen strecken Die Segel streichen Die Flinte ins Korn werfen

  • Ins Gras beißen

    Redew.

    Sterben, meist derb oder salopp gebraucht.

    Herkunft: Das Bild vom Gefallenen, der im Sterben ins Gras greift, findet sich schon in der antiken Dichtung.

    Siehe auch: Sich die Radieschen von unten ansehen Den Löffel abgeben

  • Ins Wasser fallen

    Redew.

    Nicht stattfinden, kurzfristig ausfallen oder ergebnislos enden.

    Herkunft: Was ins Wasser fällt, ist verloren und nicht wiederzubekommen. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: Alltag

    Siehe auch: Etwas in den Sand setzen Baden gehen Auf der Strecke bleiben

  • Den Kürzeren ziehen

    Redew.

    Bei einer Auseinandersetzung unterliegen.

    Herkunft: Verweist auf das Losen mit unterschiedlich langen Halmen, bei dem der kürzeste verlor.

    Themen: ErfolgMenschen und Verhalten

  • Den Löffel abgeben

    Redew.

    Sterben; salopp und meist mit einem Anflug von Galgenhumor gebraucht.

    Herkunft: Wird darauf zurückgeführt, dass Gesinde und Knechte einen persönlichen Holzlöffel besaßen, der beim Tod an den Hof zurückfiel.

    Themen: Essen und Trinken

    Siehe auch: Sich die Radieschen von unten ansehen Ins Gras beißen

  • Mit Ach und Krach

    Redew.

    Nur mit größter Mühe und ganz knapp.

    Herkunft: Eine Doppelformel aus zwei Ausrufen des Schmerzes und des Lärms, wie sie das Deutsche häufig bildet. Belegt seit dem 17. Jahrhundert.

    Themen: Erfolg

  • Von der Rolle sein

    Redew.

    Nicht mehr leistungsfähig oder konzentriert sein, den Anschluss verloren haben, aus dem Tritt geraten sein.

    Herkunft: Die Wendung wird auf das Steherrennen im Bahnradsport zurückgeführt. Der Radfahrer folgt dort dicht hinter einer Schrittmachermaschine, an deren Heck eine Rolle angebracht ist. Wer den Windschatten und damit den Kontakt zu dieser Rolle verliert, fällt zurück und ist „von der Rolle“.

    Auch: Von der Rolle kommen

    Themen: AlltagMenschen und Verhalten

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