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Redewendungen · Redewendungen nach Themen

Redewendungen mit Farben

Farben tragen in Redewendungen feste Bedeutungen: Blau steht für Rausch und Täuschung, Schwarz für das Verbotene, Grün für Erlaubnis und Wachstum.

20 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert

Bekannte Redewendungen

Redewendungen mit belegter Herkunft

  • Alles grau in grau sehen

    Redew.

    Die Lage durchweg trübe einschätzen.

    Herkunft: Die Wendung ist eine Malereimetapher: Grau in Grau bezeichnet eine Technik, bei der ein Bild ausschließlich in Grautönen ausgeführt wird. Sie heißt fachsprachlich Grisaille.

    Themen: Menschen und Verhalten

    Siehe auch: Schwarzsehen

  • Etwas schwarz auf weiß haben

    Redew.

    Etwas schriftlich und damit belegbar vorliegen haben.

    Herkunft: Schwarze Tinte auf weißem Papier. Die Wendung wurde durch Goethes „Faust“ zusätzlich bekannt, wo Mephisto dem Schüler rät, alles Gesagte nach Hause zu tragen.

    Themen: ArbeitAlltag

    QuelleGoethe

  • Jemandem den Schwarzen Peter zuschieben

    Redew.

    Die Verantwortung für ein Problem auf einen anderen abwälzen.

    Herkunft: Benannt nach dem Kartenspiel, in dem verliert, wer am Ende die unpaarige Karte in der Hand hält.

    Themen: Menschen und VerhaltenGlück und Pech

    Siehe auch: Etwas auf dem Kerbholz haben Den Kopf hinhalten müssen Auf Pump leben

Kurze Redewendungen

  • Blaumachen

    Redew.

    Unentschuldigt der Arbeit oder Schule fernbleiben.

    Herkunft: Erklärt wird die Wendung über den „blauen Montag“ der Färber, an dem die mit Färberwaid blau gefärbten Stoffe an der Luft trocknen mussten und nicht gearbeitet werden konnte.

    Themen: Arbeit

    Siehe auch: Etwas in den Sand setzen Das Pferd von hinten aufzäumen

  • Grün vor Neid werden

    Redew.

    Vor Missgunst kaum an sich halten können.

    Herkunft: Die Säftelehre der antiken Medizin ordnete Gemütszustände Körperflüssigkeiten zu; die grüngelbe Galle stand für Missgunst und Zorn. Daher auch der Ausdruck, jemandem laufe die Galle über.

    Themen: Menschen und Verhalten

  • Grünes Licht geben

    Redew.

    Eine Erlaubnis erteilen und den Startschuss geben.

    Herkunft: Das Bild stammt von der Signaltechnik im Eisenbahn- und Straßenverkehr.

    Themen: ArbeitErfolg

  • Ins Blaue fahren

    Redew.

    Ohne festes Ziel und ohne Plan losfahren, einfach der Nase nach.

    Herkunft: Blau steht in mehreren deutschen Wendungen für das Unbestimmte und Ferne, wie im blauen Dunst und im Blauen vom Himmel.

    Themen: Alltag

  • Rot sehen

    Redew.

    Vor Zorn die Beherrschung verlieren.

    Herkunft: Die Wendung wird meist mit dem Stierkampf erklärt. Das ist falsch, denn Rinder sind rotblind und reagieren auf die Bewegung des Tuchs. Näher liegt die Blutfülle im Gesicht bei starkem Zorn.

    Themen: Menschen und Verhalten

    Siehe auch: Sich schwarzärgern Sich grün und blau ärgern Jemanden auf die Palme bringen

  • Der rote Faden

    Redew.

    Der durchgehende Leitgedanke, der eine Sache zusammenhält.

    Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832

    Herkunft: Die Wendung wurde durch Goethes „Wahlverwandtschaften“ populär, wo er auf den roten Faden in den Tauen der englischen Marine verweist.

    Themen: Sprache und Kommunikation

    QuelleGoethe

  • Den roten Teppich ausrollen

    Redew.

    Jemanden mit großem Aufwand empfangen.

    Herkunft: Der rote Teppich als Zeichen des feierlichen Empfangs ist bereits in der antiken Literatur bezeugt, unter anderem bei Aischylos in der „Orestie“.

    Themen: Menschen und Verhalten

    QuelleAischylos

  • Sich schwarzärgern

    Redew.

    Sich so sehr ärgern, dass man kaum noch an sich halten kann.

    Herkunft: Dieselbe Bildquelle wie beim Grün- und Blauärgern, hier bis zur äußersten Steigerung geführt.

    Themen: Menschen und Verhalten

    Siehe auch: Sich grün und blau ärgern Rot sehen Sich in die Nesseln setzen

  • Das schwarze Schaf sein

    Redew.

    In einer Gruppe derjenige sein, der aus der Reihe fällt und dem alles angelastet wird.

    Herkunft: Schwarze Wolle ließ sich nicht färben und war deshalb weniger wert. Ein schwarzes Lamm in einer weißen Herde galt als Störfall, und daraus wurde das Bild für den, der aus der Reihe fällt.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiere

  • Schwarzsehen

    Redew.

    Die Zukunft düster einschätzen.

    Herkunft: Schwarz ist in der europäischen Farbsymbolik die Farbe der Trauer und des Unheils. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.

    Themen: Menschen und Verhalten

    Siehe auch: Alles grau in grau sehen

  • Weiße Mäuse sehen

    Redew.

    Vor lauter Alkohol Dinge sehen, die nicht da sind.

    Herkunft: Die Wendung bezieht sich auf Trugbilder im Alkoholentzug, bei denen kleine Tiere zu den häufigsten Wahrnehmungen gehören.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiere

    Siehe auch: Zu tief ins Glas schauen

  • Eine weiße Weste haben

    Redew.

    Sich nichts vorwerfen lassen müssen, einen unbescholtenen Ruf haben.

    Herkunft: Weiße Wäsche war schwer sauber zu halten und galt deshalb als Zeichen von Sorgfalt und Unbescholtenheit. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.

    Themen: Menschen und Verhalten

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