Redewendungen · Redewendungen nach Themen
Redewendungen über Glück und Pech, Seite 2
50 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 2 von 2
Bekannte Redewendungen
Leben wie die Made im Speck
Redew.Im Überfluss und ohne Sorgen leben.
Herkunft: Die Made im Speck lebt inmitten des Vorrats, ohne sich anstrengen zu müssen. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: GeldEssen und TrinkenGlück und Pech
Siehe auch: Auf einen grünen Zweig kommen
Mehr Glück als Verstand haben
Redew.Trotz unvernünftigen Handelns ungeschoren davonkommen.
Herkunft: Die Formel stellt zwei Wege zum Erfolg gegeneinander und spricht dem Betroffenen den zweiten ab. Im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: Glück und PechMenschen und Verhalten
Siehe auch: Schwein haben Pech haben Einen Schutzengel gehabt haben
Mit einem blauen Auge davonkommen
Redew.Eine gefährliche Lage mit vergleichsweise geringem Schaden überstehen.
Herkunft: Das blaue Auge ist die geringste sichtbare Verletzung nach einer Schlägerei. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: Glück und PechKörperFarben
Siehe auch: Glück im Unglück haben
Sich die Radieschen von unten ansehen
Redew.Tot und begraben sein; derber Scherzausdruck.
Herkunft: Eine scherzhafte Umschreibung des Begrabenseins, gebildet nach dem Muster der Wendungen, die den Tod durch eine harmlose Alltagsbeobachtung ersetzen.
Themen: Glück und Pech
Siehe auch: Den Löffel abgeben
Redewendungen mit belegter Herkunft
Die Ruhe vor dem Sturm
Redew.Eine auffällig stille Phase, auf die absehbar große Aufregung folgt.
Herkunft: Eine Wetterbeobachtung: Vor einem Gewitter fällt der Wind oft auffällig ab. Die Wendung überträgt das auf gesellschaftliche Lagen.
Themen: AlltagGlück und Pech
Jemandem den Schwarzen Peter zuschieben
Redew.Die Verantwortung für ein Problem auf einen anderen abwälzen.
Herkunft: Benannt nach dem Kartenspiel, in dem verliert, wer am Ende die unpaarige Karte in der Hand hält.
Themen: Menschen und VerhaltenGlück und PechFarben
Siehe auch: Etwas auf dem Kerbholz haben Den Kopf hinhalten müssen Auf Pump leben
Unter einem guten Stern stehen
Redew.Von den Umständen begünstigt sein.
Herkunft: Die Wendung stammt aus der Astrologie, in der die Stellung der Gestirne bei der Geburt das Schicksal bestimmen sollte.
Themen: Glück und PechAlltag
Unter keinem guten Stern stehen
Redew.Von Anfang an ungünstige Voraussetzungen haben.
Herkunft: Das Bild stammt aus der Astrologie.
Themen: Glück und Pech
Vom Regen in die Traufe kommen
Redew.Aus einer schlechten Lage in eine noch schlechtere geraten.
Herkunft: Die Traufe ist die Stelle, an der das gesammelte Regenwasser vom Dach herunterschießt; wer ihr ausweicht, wird nur noch nasser.
Themen: Glück und PechAlltag
Siehe auch: Einen schwarzen Tag erwischen
Wie ein Phönix aus der Asche
Redew.Nach einem völligen Zusammenbruch neu und stärker zurückkehren.
Herkunft: Der Phönix ist ein Vogel der antiken Mythologie, der sich selbst verbrennt und aus der Asche neu entsteht.
Themen: ErfolgGlück und Pech
Kurze Redewendungen
Den Löffel abgeben
Redew.Sterben; salopp und meist mit einem Anflug von Galgenhumor gebraucht.
Herkunft: Wird darauf zurückgeführt, dass Gesinde und Knechte einen persönlichen Holzlöffel besaßen, der beim Tod an den Hof zurückfiel.
Themen: Glück und PechEssen und Trinken
Siehe auch: Sich die Radieschen von unten ansehen
Mit Ach und Krach
Redew.Nur mit größter Mühe und ganz knapp.
Herkunft: Eine Doppelformel aus zwei Ausrufen des Schmerzes und des Lärms, wie sie das Deutsche häufig bildet. Belegt seit dem 17. Jahrhundert.
Themen: Glück und PechErfolg
Pech haben
Redew.Vom Missgeschick getroffen werden.
Herkunft: Pech war das Material, mit dem Vogelfänger Leimruten bestrichen. Wer daran hängen blieb, kam nicht mehr los.
Themen: Glück und Pech
Siehe auch: Schwein haben Mehr Glück als Verstand haben Einen Schutzengel gehabt haben
Einen Schutzengel gehabt haben
Redew.In einer gefährlichen Situation unverhofft glimpflich davonkommen.
Herkunft: Die Vorstellung eines persönlichen Schutzengels ist in der christlichen Überlieferung seit der Spätantike verbreitet und geht auf eine Stelle im Matthäusevangelium (Matthäus 18,10) zurück.
Themen: Glück und Pech
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Schwein haben Pech haben Mehr Glück als Verstand haben
Einen schwarzen Tag erwischen
Redew.Einen Tag erleben, an dem nichts gelingt.
Herkunft: Schwarz als Farbe des Unglücks geht auf die römische Kennzeichnung von Unglückstagen im Kalender zurück.
Themen: FarbenGlück und Pech
Siehe auch: Vom Regen in die Traufe kommen
Schwein haben
Redew.Unverdientes Glück haben, ohne etwas dafür getan zu haben.
Herkunft: Bei mittelalterlichen Wettkämpfen erhielt der Letzte ein Schwein als Trostpreis. Wer verlor, ging also nicht leer aus.
Themen: Glück und PechTiere
Siehe auch: Pech haben Mehr Glück als Verstand haben Einen Schutzengel gehabt haben
Die Segel streichen
Redew.Einen Widerstand aufgeben und sich geschlagen geben.
Herkunft: Das Einholen der Segel war in der Seefahrt das Zeichen der Kapitulation.
Themen: Glück und PechArbeit
Siehe auch: Die Waffen strecken Das Handtuch werfen Die Flinte ins Korn werfen
Eine Sisyphusarbeit
Redew.Eine Mühe, die nie zu einem Ergebnis führt und immer wieder von vorn beginnt.
Herkunft: Sisyphus muss in der griechischen Sage zur Strafe einen Felsblock bergauf wälzen, der kurz vor dem Gipfel stets zurückrollt.
Themen: ArbeitGlück und Pech
Siehe auch: Eulen nach Athen tragen
Über den Berg sein
Redew.Das Schwerste überstanden haben, besonders bei Krankheit oder einem schwierigen Vorhaben.
Herkunft: Aus der Sprache des Reisens und der Krankenpflege: Der Anstieg ist geschafft, der Rest geht bergab. In der Medizin bezeichnete der Berg die Fieberkrise.
Themen: AlltagGlück und Pech
Die Waffen strecken
Redew.Den Widerstand aufgeben und sich dem Gegner geschlagen geben.
Herkunft: Das Ablegen der Waffen war das förmliche Zeichen der Kapitulation.
Themen: Glück und PechArbeit
Siehe auch: Die Segel streichen Das Handtuch werfen Die Flinte ins Korn werfen
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