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A–Z-Verzeichnis

Redewendungen mit M

Hier können Sie alle redewendungen dieses Nachschlagewerks alphabetisch nachschlagen, deren Stichwort mit M beginnt. Sortiert wird wie im gedruckten Wörterbuch nach dem ersten inhaltstragenden Wort, Artikel bleiben unberücksichtigt.

15 Einträge mit Bedeutung

  • Den Mantel nach dem Wind hängen

    Redew.

    Die eigene Haltung stets so wählen, wie es gerade nützt.

    Herkunft: Wer seinen Mantel nach dem Wind dreht, schützt sich am besten. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und meinte ursprünglich klugen Selbstschutz, erst später den Vorwurf der Gesinnungslosigkeit.

    Auch: Sein Fähnchen nach dem Wind hängen

    Themen: Menschen und Verhalten

    Siehe auch: Sein Fähnchen nach dem Wind hängen Mit den Wölfen heulen

  • Mehr Glück als Verstand haben

    Redew.

    Trotz unvernünftigen Handelns ungeschoren davonkommen.

    Herkunft: Die Formel stellt zwei Wege zum Erfolg gegeneinander und spricht dem Betroffenen den zweiten ab. Im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.

    Themen: Glück und PechMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Schwein haben Einen Schutzengel gehabt haben

  • Mit Ach und Krach

    Redew.

    Nur mit größter Mühe und ganz knapp.

    Herkunft: Eine Doppelformel aus zwei Ausrufen des Schmerzes und des Lärms, wie sie das Deutsche häufig bildet. Belegt seit dem 17. Jahrhundert.

    Themen: Glück und PechErfolg

  • Mit dem falschen Fuß aufstehen

    Redew.

    Von morgens an schlechte Laune haben.

    Herkunft: Die Wendung geht auf den antiken Aberglauben zurück, das Aufstehen mit dem linken Fuß bringe Unglück. Links galt lange als die unheilvolle Seite.

    Auch: Mit dem linken Fuß aufstehen

    Themen: AlltagKörper

  • Mit dem Kopf durch die Wand wollen

    Redew.

    Etwas mit aller Gewalt durchsetzen wollen, ohne Rücksicht auf Widerstände.

    Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt, meist mit dem Zusatz, dass der Kopf dabei den Kürzeren zieht.

    Themen: Menschen und VerhaltenKörper

    QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts

  • Mit den Hühnern schlafen gehen

    Redew.

    Sehr früh am Abend zu Bett gehen.

    Herkunft: Hühner suchen bei Einbruch der Dämmerung den Stall auf. Wer mit ihnen schlafen geht, legt sich ungewöhnlich früh nieder.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiereAlltag

  • Mit den Wölfen heulen

    Redew.

    Sich der Mehrheit anschließen, auch gegen die eigene Überzeugung.

    Herkunft: Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und geht auf die Beobachtung zurück, dass ein einzelnes Tier im Rudel mitheult, um nicht aufzufallen.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiere

    Siehe auch: Sein Fähnchen nach dem Wind hängen Den Mantel nach dem Wind hängen

  • Mit einem blauen Auge davonkommen

    Redew.

    Eine gefährliche Lage mit vergleichsweise geringem Schaden überstehen.

    Herkunft: Das blaue Auge ist die geringste sichtbare Verletzung nach einer Schlägerei. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: Glück und PechKörperFarben

    Siehe auch: Glück im Unglück haben

  • Sich mit fremden Federn schmücken

    Redew.

    Sich eine Leistung zuschreiben, die ein anderer erbracht hat.

    Äsopgriechischer Fabeldichter, 6. Jahrhundert v. Chr.

    Herkunft: Das Bild stammt aus einer Fabel Äsops von der Krähe, die sich mit Pfauenfedern schmückt.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiere

    QuelleÄsop

  • Mit gleicher Münze heimzahlen

    Redew.

    Eine Kränkung genau so erwidern, wie man sie erfahren hat.

    Herkunft: Aus dem Zahlungsverkehr: Eine Schuld wurde in derselben Währung beglichen, in der sie entstanden war.

    Themen: Menschen und VerhaltenGeld

    Siehe auch: Den Spieß umdrehen

  • Jemanden mit ins Boot holen

    Redew.

    Jemanden an einem Vorhaben beteiligen und für die Sache gewinnen.

    Herkunft: Aus der Seefahrt: Wer an Bord genommen wird, teilt von da an das Schicksal der Mannschaft.

    Themen: ArbeitSprache und Kommunikation

  • Mit jemandem ein Hühnchen rupfen

    Redew.

    Eine offene Rechnung mit jemandem begleichen wollen.

    Herkunft: Das gemeinsame Rupfen eines Huhns war eine mühsame Arbeit, bei der man Zeit für ein klärendes Gespräch hatte. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiereSprache und Kommunikation

  • Mit jemandem ist nicht gut Kirschen essen

    Redew.

    Mit dieser Person kommt man schwer aus, sie ist schnell gereizt.

    Herkunft: Die vollständige ältere Fassung warnt davor, mit Höherstehenden Kirschen zu essen, weil diese einem die Kerne ins Gesicht spuckten. Sie ist im Deutschen seit dem 15. Jahrhundert belegt.

    Themen: Menschen und VerhaltenEssen und Trinken

  • Mit offenen Karten spielen

    Redew.

    Die eigenen Absichten offenlegen, statt zu taktieren.

    Herkunft: Aus dem Kartenspiel: Wer sein Blatt aufdeckt, gibt seine Möglichkeiten preis und verzichtet auf Täuschung.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Kein Blatt vor den Mund nehmen Die Karten auf den Tisch legen Das Herz auf der Zunge tragen

  • Den Mund zu voll nehmen

    Redew.

    Mehr versprechen, als man einlösen kann.

    Herkunft: Wer den Mund zu voll nimmt, kann nicht mehr sprechen und nicht mehr schlucken. Das Bild überträgt die Überforderung auf die Ankündigung.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Jemanden in den höchsten Tönen loben Das Blaue vom Himmel versprechen Aus einer Mücke einen Elefanten machen