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Redewendungen · Redewendungen nach Themen

Redewendungen über Menschen und Verhalten, Seite 6

160 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 6 von 6

  • Weiße Mäuse sehen

    Redew.

    Vor lauter Alkohol Dinge sehen, die nicht da sind.

    Herkunft: Die Wendung bezieht sich auf Trugbilder im Alkoholentzug, bei denen kleine Tiere zu den häufigsten Wahrnehmungen gehören.

    Themen: Menschen und VerhaltenFarbenTiere

    Siehe auch: Zu tief ins Glas schauen

  • Eine weiße Weste haben

    Redew.

    Sich nichts vorwerfen lassen müssen, einen unbescholtenen Ruf haben.

    Herkunft: Weiße Wäsche war schwer sauber zu halten und galt deshalb als Zeichen von Sorgfalt und Unbescholtenheit. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.

    Themen: Menschen und VerhaltenFarben

  • Sich wie ein Elefant im Porzellanladen benehmen

    Redew.

    Sich in einer heiklen Lage grob und ohne jedes Gespür verhalten.

    Herkunft: Eine jüngere Bildung des 19. Jahrhunderts, entstanden mit der Verbreitung von Menagerien und Porzellangeschäften.

    Themen: Menschen und VerhaltenTiere

    Siehe auch: Ins Fettnäpfchen treten

  • Jemandem den Wind aus den Segeln nehmen

    Redew.

    Einem Gegenüber die Grundlage seiner Argumentation entziehen, bevor er sie vorbringen kann.

    Herkunft: Ein Schiff, das sich in Luv legte, nahm dem Gegner buchstäblich den Wind.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten

  • Ein Wolf im Schafspelz

    Redew.

    Jemand, der harmlos auftritt und in Wirklichkeit gefährlich ist.

    Herkunft: Das Bild stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 7,15).

    Themen: Menschen und VerhaltenTiereSprache und Kommunikation

    QuelleNeues Testament

    Siehe auch: Jemandem einen Bären aufbinden

  • Jemandem das Wort im Munde umdrehen

    Redew.

    Eine Aussage sinnentstellend wiedergeben.

    Herkunft: Ebenfalls aus der Vorstellung von der Rede als formbarem Gegenstand: Ein Wort lässt sich drehen, bis es das Gegenteil bedeutet.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und VerhaltenKörper

    Siehe auch: Jemandem etwas in den Mund legen

  • Jemandem den Zahn ziehen

    Redew.

    Jemandem eine Hoffnung oder eine falsche Vorstellung nehmen.

    Herkunft: Aus der Zahnbehandlung: Der schmerzende Zahn wird entfernt, und mit ihm der Schmerz. Übertragen ist es die Hoffnung, die entfernt wird.

    Themen: Sprache und KommunikationKörperMenschen und Verhalten

  • Zeter und Mordio schreien

    Redew.

    Lautstark und übertrieben protestieren.

    Herkunft: „Zeter“ war im mittelalterlichen Recht der Hilferuf, mit dem ein Überfallener die Nachbarschaft zur Verfolgung des Täters verpflichtete.

    Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten

  • Zu tief ins Glas schauen

    Redew.

    Zu viel Alkohol trinken, meist mit spürbaren Folgen am nächsten Tag.

    Herkunft: Wer ins Glas schaut, trinkt. Je tiefer, desto mehr. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: Essen und TrinkenMenschen und Verhalten

    Siehe auch: Weiße Mäuse sehen

  • Die zweite Geige spielen

    Redew.

    In einer Gruppe nur die untergeordnete Rolle haben.

    Herkunft: Das Gegenstück zur ersten Geige, die im Orchester die Führung hat.

    Themen: Menschen und VerhaltenArbeit

    Siehe auch: Die erste Geige spielen

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