Redewendungen · Redewendungen nach Themen
Redewendungen über Menschen und Verhalten, Seite 7
192 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 7 von 7
Bekannte Redewendungen
Jemandem das Wasser nicht reichen können
Redew.Deutlich schlechter sein als jemand anderes.
Herkunft: Verwiesen wird auf mittelalterliche Tischsitten, bei denen Bedienstete den Gästen Wasser zum Händewaschen reichten. Wer dafür zu gering war, konnte nicht einmal das.
Auch: Jemandem nicht das Wasser reichen können
Weiß wie eine Wand werden
Redew.Vor Schreck alle Farbe im Gesicht verlieren.
Herkunft: Ein Vergleich aus der Alltagssprache, im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: FarbenKörperMenschen und Verhalten
Siehe auch: Das Herz rutscht in die Hose
Sich wie ein Elefant im Porzellanladen benehmen
Redew.Sich in einer heiklen Lage grob und ohne jedes Gespür verhalten.
Herkunft: Eine jüngere Bildung des 19. Jahrhunderts, entstanden mit der Verbreitung von Menagerien und Porzellangeschäften.
Themen: Menschen und VerhaltenTiere
Siehe auch: Ins Fettnäpfchen treten
Jemandem das Wort im Munde umdrehen
Redew.Eine Aussage sinnentstellend wiedergeben.
Herkunft: Ebenfalls aus der Vorstellung von der Rede als formbarem Gegenstand: Ein Wort lässt sich drehen, bis es das Gegenteil bedeutet.
Themen: Sprache und KommunikationMenschen und VerhaltenKörper
Siehe auch: Jemandem etwas in den Mund legen
Zu tief ins Glas schauen
Redew.Zu viel Alkohol trinken, meist mit spürbaren Folgen am nächsten Tag.
Herkunft: Wer ins Glas schaut, trinkt. Je tiefer, desto mehr. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: Essen und TrinkenMenschen und Verhalten
Siehe auch: Weiße Mäuse sehen
Kurze Redewendungen
Weiße Mäuse sehen
Redew.Vor lauter Alkohol Dinge sehen, die nicht da sind.
Herkunft: Die Wendung bezieht sich auf Trugbilder im Alkoholentzug, bei denen kleine Tiere zu den häufigsten Wahrnehmungen gehören.
Themen: Menschen und VerhaltenFarbenTiere
Siehe auch: Zu tief ins Glas schauen
Eine weiße Weste haben
Redew.Sich nichts vorwerfen lassen müssen, einen unbescholtenen Ruf haben.
Herkunft: Weiße Wäsche war schwer sauber zu halten und galt deshalb als Zeichen von Sorgfalt und Unbescholtenheit. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: Menschen und VerhaltenFarben
Jemandem den Wind aus den Segeln nehmen
Redew.Einem Gegenüber die Grundlage seiner Argumentation entziehen, bevor er sie vorbringen kann.
Herkunft: Ein Schiff, das sich in Luv legte, nahm dem Gegner buchstäblich den Wind.
Ein Wolf im Schafspelz
Redew.Jemand, der harmlos auftritt und in Wirklichkeit gefährlich ist.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 7,15).
Themen: Menschen und VerhaltenTiereSprache und Kommunikation
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Jemandem einen Bären aufbinden
Jemandem den Zahn ziehen
Redew.Jemandem eine Hoffnung oder eine falsche Vorstellung nehmen.
Herkunft: Aus der Zahnbehandlung: Der schmerzende Zahn wird entfernt, und mit ihm der Schmerz. Übertragen ist es die Hoffnung, die entfernt wird.
Themen: Sprache und KommunikationKörperMenschen und Verhalten
Siehe auch: Die Flitterwochen sind vorbei
Zeter und Mordio schreien
Redew.Lautstark und übertrieben protestieren.
Herkunft: „Zeter“ war im mittelalterlichen Recht der Hilferuf, mit dem ein Überfallener die Nachbarschaft zur Verfolgung des Täters verpflichtete.
Themen: Sprache und KommunikationMenschen und Verhalten
Siehe auch: Das schlägt dem Fass den Boden aus Das ist starker Tobak
Die zweite Geige spielen
Redew.In einer Gruppe nur die untergeordnete Rolle haben.
Herkunft: Das Gegenstück zur ersten Geige, die im Orchester die Führung hat.
Themen: Menschen und VerhaltenArbeit
Siehe auch: Die erste Geige spielen
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