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Sprichwörter mit Bedeutung erklärt, Seite 2
37 Einträge mit Bedeutung · Seite 2 von 2
Wer eifersüchtig ist, traut vor allem sich selbst nicht.
Sprichw.Hinter dem Misstrauen gegenüber dem anderen steckt oft das Misstrauen gegenüber der eigenen Anziehungskraft.
Herkunft: Eine jüngere Formel aus der Ratgeberliteratur des 20. Jahrhunderts.
Themen: EifersuchtVertrauenLiebe
Wer nichts macht, macht auch nichts falsch.
Sprichw.Spöttische Feststellung über Menschen, die Verantwortung meiden, um sich nichts vorwerfen lassen zu müssen.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts aus der Arbeitswelt, meist ironisch gegen übermäßige Vorsicht gerichtet.
Themen: MisserfolgFaulheitMut
Siehe auch: Wer schläft, sündigt nicht. Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Wer sein Kind liebt, der züchtigt es.
Sprichw.Alte Erziehungsmaxime, nach der Strenge ein Zeichen von Fürsorge sei. Sie wird heute überwiegend als überholt beurteilt.
Herkunft: Der Satz geht auf das Alte Testament zurück (Sprüche 13,24).
Siehe auch: Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen. Kinder sind der Eltern Spiegel. Eltern können ihren Kindern nur zwei Dinge mitgeben: Wurzeln und Flügel.
Wie der Herr, so's Gescherr.
Sprichw.An den Untergebenen erkennt man den Vorgesetzten. „Gescherr“ bezeichnete ursprünglich das Zuggeschirr und dann übertragen das Gesinde.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Wie der Herr, so der Knecht.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Der Fisch stinkt vom Kopf her.
Wie die Arbeit, so der Lohn.
Sprichw.Die Bezahlung entspricht dem, was jemand leistet, und schlechte Bezahlung bringt schlechte Arbeit hervor.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt, ursprünglich als Rechtfertigung geringer Bezahlung bei schlechter Leistung.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Arbeit adelt. Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg.
Wo gehobelt wird, da fallen Späne.
Sprichw.Wo etwas geschaffen oder verändert wird, lassen sich Verluste und Reibungen nicht ganz vermeiden.
Herkunft: Das Bild stammt aus der Tischlerei. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, im 20. Jahrhundert häufig zur Rechtfertigung von Opfern missbraucht.
Themen: ArbeitHandwerkVeränderung
Der Zweck heiligt die Mittel.
Sprichw.Grundsatz, nach dem ein gutes Ziel auch fragwürdige Wege rechtfertige. Wird heute fast nur noch kritisch zitiert.
Herkunft: Die Formel wird meist Machiavelli zugeschrieben; in dieser Fassung steht sie bei ihm nicht.
Themen: MachtRecht und GerechtigkeitEhrlichkeit
Siehe auch: Wer sich entschuldigt, klagt sich an.
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