Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über Eltern
Die Weitergabe von Eigenschaften über Generationen ist das zentrale Thema, oft in Bildern aus Obstbau und Tierwelt.
16 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Eltern können ihren Kindern nur zwei Dinge mitgeben: Wurzeln und Flügel.
Sprichw.Kinder brauchen Halt und zugleich die Freiheit, eigene Wege zu gehen.
Herkunft: Die verbreitete Zuschreibung an Goethe ist nicht belegt; die Formulierung taucht erst im 20. Jahrhundert auf.
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder erzieht, erzieht sich selbst mit. Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen.
Kinder lernen nicht, was man ihnen sagt, sondern was sie sehen.
Sprichw.Vorgelebtes wirkt stärker als jede Ermahnung.
Herkunft: Eine Formel aus der Erziehungsliteratur des 20. Jahrhunderts, ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Kinder sind der Eltern Spiegel. Wer Kinder erzieht, erzieht sich selbst mit. Eltern können ihren Kindern nur zwei Dinge mitgeben: Wurzeln und Flügel.
Wer Kinder erzieht, erzieht sich selbst mit.
Sprichw.Wer andere prägen will, muss zuerst an sich arbeiten.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei mehreren Pädagogen des 19. Jahrhunderts, unter anderem bei Friedrich Fröbel.
QuelleFröbel
Siehe auch: Kinder lernen nicht, was man ihnen sagt, sondern was sie sehen. Eltern können ihren Kindern nur zwei Dinge mitgeben: Wurzeln und Flügel. Wer sein Kind liebt, der züchtigt es.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Sprichw.Kinder ähneln ihren Eltern in Verhalten und Eigenschaften.
Herkunft: Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das Bild ist buchstäblich gemeint: Fallobst bleibt in der Nähe des Baumes liegen.
Themen: FamilieKinderErfahrung
Siehe auch: Wie der Vater, so der Sohn. Art lässt nicht von Art. Gleich und gleich gesellt sich gern.
Art lässt nicht von Art.
Sprichw.Die angeborene Wesensart bricht früher oder später durch.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Stille Wasser sind tief. Die Katze lässt das Mausen nicht.
Die Hand, die die Wiege schaukelt, regiert die Welt.
Sprichw.Wer Kinder prägt, bestimmt mittelbar über die Zukunft.
William Ross Wallaceamerikanischer Dichter, 1819 bis 1881
Herkunft: Übersetzung einer Zeile aus einem Gedicht des amerikanischen Autors William Ross Wallace (1865).
QuelleWilliam Ross Wallace
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen. Kinder sind der Eltern Spiegel.
Kinder sind der Eltern Spiegel.
Sprichw.Am Verhalten der Kinder zeigt sich, wie die Eltern mit ihnen umgehen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Kinder lernen nicht, was man ihnen sagt, sondern was sie sehen. Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen. Wie der Vater, so der Sohn.
Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen.
Sprichw.Mit dem Alter der Kinder wachsen auch die Probleme, mit denen Eltern zu tun haben.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt und findet sich in ähnlicher Form in mehreren europäischen Sprachen.
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Kinder sind der Eltern Spiegel. Eltern können ihren Kindern nur zwei Dinge mitgeben: Wurzeln und Flügel.
Ein Vater ernährt eher zehn Kinder, als zehn Kinder einen Vater.
Sprichw.Eltern sorgen selbstverständlich für ihre Kinder, umgekehrt ist der Rückhalt im Alter oft geringer.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, meist im Zusammenhang mit der Altersversorgung, für die es keine staatliche Regelung gab.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Die Liebe geht abwärts.
Wer die Tochter haben will, muss die Mutter fragen.
Sprichw.Wer eine Verbindung eingehen will, muss auch die Familie für sich gewinnen.
Herkunft: Ein Brauchtumssprichwort, in deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Wer sein Kind liebt, der züchtigt es.
Sprichw.Alte Erziehungsmaxime, nach der Strenge ein Zeichen von Fürsorge sei. Sie wird heute überwiegend als überholt beurteilt.
Herkunft: Der Satz geht auf das Alte Testament zurück (Sprüche 13,24).
Siehe auch: Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen. Kinder sind der Eltern Spiegel. Eltern können ihren Kindern nur zwei Dinge mitgeben: Wurzeln und Flügel.
Wie der Vater, so der Sohn.
Sprichw.Söhne geraten häufig nach ihren Vätern.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „qualis pater, talis filius“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen. Kinder sind der Eltern Spiegel. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen.
Sprichw.Kinder übernehmen das Verhalten, das ihnen die Erwachsenen vorleben.
Herkunft: Das Sprichwort ist als Titel eines Gemäldes von Jan Steen aus dem 17. Jahrhundert überliefert und im Deutschen seit der frühen Neuzeit belegt.
Siehe auch: Wie der Vater, so der Sohn. Kinder sind der Eltern Spiegel. Kinder lernen nicht, was man ihnen sagt, sondern was sie sehen.
Kurze Sprichwörter
Jugend muss sich austoben.
Sprichw.Ausgelassenheit in jungen Jahren gehört dazu und wächst sich aus.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig und diente meist dazu, jugendliche Ausgelassenheit zu entschuldigen.
Auch: Jugend will sich austoben.
Themen: JugendLeichtsinn
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder erzieht, erzieht sich selbst mit. Strenge Eltern, milde Kinder.
Die Liebe geht abwärts.
Sprichw.Die Zuwendung der Eltern zu den Kindern ist stärker als die der Kinder zu den Eltern.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „amor descendit“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Ein Vater ernährt eher zehn Kinder, als zehn Kinder einen Vater.
Strenge Eltern, milde Kinder.
Sprichw.Auf eine harte Erziehung folgt oft eine besonders nachgiebige der nächsten Generation.
Herkunft: In deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder erzieht, erzieht sich selbst mit. Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen.
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