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Sprichwörter mit L
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32 Einträge mit Bedeutung · Seite 1 von 2
Lachen ist gesund.
Sprichw.Heiterkeit wirkt sich auf das körperliche Befinden aus.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits im Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach ein fröhliches Herz der Gesundheit guttut.
Themen: GesundheitGlückLeben
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer gut schläft, lebt gut.
Das Leben ist das, was passiert, während man Pläne macht.
Sprichw.Während man sich auf das Kommende einrichtet, findet das Eigentliche bereits statt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in amerikanischer Zeitschriftenliteratur seit den 1950er Jahren; die Zuschreibung an John Lennon bezieht sich auf eine spätere Liedzeile.
Siehe auch: Der Mensch denkt, Gott lenkt. Wer die Zukunft plant, plant mit Unbekannten. Niemand weiß, was der morgige Tag bringt.
Das Leben ist die beste Schule.
Sprichw.Was man selbst erlebt, prägt sich stärker ein als jeder Unterricht.
Herkunft: Der Gedanke ist die Umkehrung von Senecas Klage, man lerne für die Schule statt für das Leben. Als deutsche Formel seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
QuelleSeneca
Siehe auch: Die Schule des Lebens hat hohes Schulgeld. Probieren geht über Studieren. Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin.
Das Leben ist kein Wettlauf.
Sprichw.Wer alles als Wettbewerb betrachtet, verliert unabhängig vom Ergebnis.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: LebenBescheidenheitErfolg
Siehe auch: Neid lehrt nur vergleichen, nicht handeln. Jeder trägt sein Päckchen. Jeder hat sein Kreuz zu tragen.
Das Leben ist kein Wunschkonzert.
Sprichw.Man bekommt nicht, was man sich aussucht, sondern was kommt.
Herkunft: Die Formel bezieht sich auf die Radiosendung „Wunschkonzert“, die es im deutschen Rundfunk seit den 1930er Jahren gab.
Themen: LebenErfahrungSchicksal
Siehe auch: Man muss das Leben nehmen, wie es ist. Was sein muss, muss sein. Was kommen soll, das kommt.
Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang.
Sprichw.Ein Leben reicht nicht aus, um ein Fach ganz zu beherrschen.
Herkunft: Der erste Aphorismus des Hippokrates, lateinisch als „ars longa, vita brevis“ überliefert.
QuelleHippokrates
Siehe auch: Der Tod ist die Grenze, das Leben das Maß. Übung macht den Meister. Wer vom Tod spricht, meint das Leben.
Der leerste Krug klingt am lautesten.
Sprichw.Wer am wenigsten zu bieten hat, macht am meisten Aufhebens.
Herkunft: Das Bild ist alt und findet sich in mehreren europäischen Sprachen. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: HochmutKlugheit und DummheitBescheidenheit
Siehe auch: Wer viel weiß, redet wenig. Wer sich rühmt, dem glaubt man nicht. Eigenlob stinkt.
Der Lehrer öffnet die Tür, eintreten musst du selbst.
Sprichw.Unterricht kann den Weg zeigen, gehen muss ihn der Lernende.
Herkunft: Die Formel wird als chinesisches Sprichwort zitiert, ohne dass sich eine Quelle nachweisen ließe.
Siehe auch: Wer lehrt, lernt zweimal. Wer lehren will, muss zuhören können. Ein guter Lehrer macht sich überflüssig.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre.
Sprichw.Wer noch in der Ausbildung ist, muss Mühen und Anweisungen hinnehmen.
Herkunft: Die Wendung stammt aus dem Zunftwesen und bezog sich auf die Stellung des Lehrlings gegenüber dem Meister.
Themen: BerufHandwerkLernenFleiß
Siehe auch: Kein Meister ohne Lehrzeit. Handwerk hat goldenen Boden. Das Handwerk lehrt Geduld, nicht die Schule.
Leicht versprochen, schwer gehalten.
Sprichw.Eine unbedachte Zusage wird oft zur Last.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: LeichtsinnLügenVertrauen
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer viel verspricht, hält wenig. Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen. Versprechen und Halten sind zweierlei.
Leichtfertig begonnen ist halb verloren.
Sprichw.Ein Vorhaben ohne Vorbereitung scheitert oft schon im Ansatz.
Herkunft: Eine Umkehrung des älteren Spruchs, frisch gewagt sei halb gewonnen.
Themen: LeichtsinnArbeitVorsicht
Siehe auch: Wer nicht hinschaut, tritt daneben. Zweimal messen, einmal schneiden. Wer krumm anfängt, wird nie gerade fertig.
Leichtsinn ist teurer als Vorsicht.
Sprichw.Der Schaden aus Unachtsamkeit übersteigt den Aufwand für Umsicht.
Herkunft: Eine Versicherungsformel des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnVorsichtGeld
Siehe auch: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wer den Becher zu oft leert, leert auch den Beutel. Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen.
Leichtsinn kleidet die Jugend, nicht das Alter.
Sprichw.Was bei jungen Menschen als Übermut durchgeht, wirkt später nur noch unvernünftig.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnJugendAlter
Siehe auch: Jugend ist ein Fehler, der sich täglich bessert. Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger. Mit den Jahren kommt die Weisheit.
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom.
Sprichw.Wer aufhört zu üben, fällt zurück, statt stehenzubleiben.
Herkunft: Die Formel wird häufig Laozi oder Konfuzius zugeschrieben, stammt aber nachweislich aus einem deutschen Schulbuch des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut. Steter Tropfen höhlt den Stein. Mit Geduld und Spucke fängt man eine Mucke.
Man lernt nie aus.
Sprichw.Auch wer viel weiß, stößt immer wieder auf Neues.
Herkunft: Die Formel ist eine Verkürzung des älteren Satzes, man lerne, solange man lebe, der als lateinisches „tamdiu discendum est, quamdiu vivas“ bei Seneca belegt ist.
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel fragt, bekommt viel Antwort. Wer nicht fragt, bleibt dumm. Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.
Das letzte Glas ist immer eines zu viel.
Sprichw.Die Grenze erkennt man erst, wenn man sie überschritten hat.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: TrinkenLeichtsinnGesundheit
Siehe auch: Ein Glas erfreut, das zweite genügt, das dritte schadet. Wer den Wein nicht verträgt, soll das Wasser loben. Wer den Becher zu oft leert, leert auch den Beutel.
Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Sprichw.Besitz nützt am Ende nichts, weil man nichts davon mitnehmen kann.
Herkunft: Das Totenhemd hat tatsächlich keine Taschen. Der Gedanke selbst ist älter und findet sich im ersten Timotheusbrief des Neuen Testaments, wonach wir nichts in die Welt gebracht haben und nichts hinausbringen werden.
Themen: TodReichtumGeldBescheidenheit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten. Wer gibt, macht sich frei.
Der Letzte macht das Licht aus.
Sprichw.Scherzhafte Aufforderung an denjenigen, der als Letzter geht; auch als Kommentar zu einem Niedergang gebraucht.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts, im politischen Sprachgebrauch der 1980er Jahre verbreitet.
Siehe auch: Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Den Letzten beißen die Hunde.
Sprichw.Wer zu spät kommt oder als Letzter übrig bleibt, trägt den Schaden.
Herkunft: Das Bild stammt von der Hetzjagd: Die Hunde greifen das Tier an, das zurückbleibt. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: TiereMisserfolgZeit
Die Letzten werden die Ersten sein.
Sprichw.Die Rangordnung kann sich vollständig umkehren; oft als Trost für Benachteiligte gebraucht.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Matthäusevangelium (Matthäus 20,16).
Themen: SchicksalRecht und GerechtigkeitHoffnung
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Auf einen strengen Winter folgt ein guter Sommer.
Liebe braucht keine großen Worte.
Sprichw.Zuneigung zeigt sich im Verhalten, nicht in Beteuerungen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: LiebePartnerschaftEhrlichkeit
Siehe auch: Taten sagen mehr als Worte. Die Wahrheit braucht keine Zeugen.
Die Liebe geht abwärts.
Sprichw.Die Zuwendung der Eltern zu den Kindern ist stärker als die der Kinder zu den Eltern.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „amor descendit“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Ein Vater ernährt eher zehn Kinder, als zehn Kinder einen Vater.
Liebe geht durch den Magen.
Sprichw.Gutes Essen ist ein wirksamer Weg, jemandem nahezukommen.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und gehört in die Zeit, in der die bürgerliche Hausfrau über das Essen definiert wurde.
Themen: LiebeEssenPartnerschaft
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Eifersucht. Was sich liebt, das neckt sich. Liebe lässt sich nicht erzwingen.
Die Liebe ist blind, die Freundschaft schließt die Augen zu.
Sprichw.Verliebte sehen die Fehler nicht, Freunde sehen sie und übersehen sie absichtlich.
Herkunft: Eine französische Sentenz, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.
Themen: LiebeFreundschaftErfahrung
Siehe auch: Wer einen Freund ohne Fehler sucht, bleibt ohne Freund. Wer den Wein lobt, hat ihn meist schon getrunken. Liebe macht blind.
Liebe lässt sich nicht erzwingen.
Sprichw.Zuneigung entsteht von selbst oder gar nicht.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: LiebePartnerschaftErfahrung
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Eifersucht. Was sich liebt, das neckt sich. Liebe geht durch den Magen.
Liebe macht blind.
Sprichw.Wer verliebt ist, übersieht die Fehler des anderen.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Dichtung verbreitet, unter anderem bei Theokrit und Plautus. Die Darstellung des Liebesgottes mit verbundenen Augen ist eine mittelalterliche Zutat.
Themen: LiebePartnerschaftKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Wissen ist nicht Weisheit. Wer wenig weiß, zweifelt selten.
Liebe und Husten lassen sich nicht verbergen.
Sprichw.Manche Dinge zeigen sich, ob man will oder nicht.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, in ähnlicher Form auch in anderen europäischen Sprachen.
Themen: LiebePartnerschaftWahrheit
Die Lüge fliegt schnell, die Wahrheit geht zu Fuß.
Sprichw.Eine Unwahrheit verbreitet sich schneller, als die Richtigstellung folgen kann.
Herkunft: Der Gedanke ist im Englischen seit dem 18. Jahrhundert belegt und im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.
Eine Lüge ist schnell gesagt und lange nicht vergessen.
Sprichw.Der Aufwand für die Unwahrheit ist gering, ihre Wirkung dauerhaft.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen. Leicht versprochen, schwer gehalten.
Eine Lüge lebt davon, dass niemand nachfragt.
Sprichw.Unwahrheiten halten sich, solange sie nicht überprüft werden.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.