Sprichwörter · Leben
Sprichwörter über Schicksal, Seite 2
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Was gewesen ist, bleibt gewesen.
Sprichw.Vergangenes lässt sich weder ändern noch wegdeuten.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei den antiken Moralisten und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: VergangenheitSchicksalErfahrung
Siehe auch: Was gewesen ist, kommt nicht wieder. Was einmal gesagt ist, holt kein Pferd wieder ein.
Was kommen soll, das kommt.
Sprichw.Ausdruck der Ergebung in einen Verlauf, den man nicht beeinflusst.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, in deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Der Mensch denkt, Gott lenkt. Was sein muss, muss sein. Man muss das Leben nehmen, wie es ist.
Was sein muss, muss sein.
Sprichw.Wird gesagt, wenn eine unangenehme Sache unvermeidlich ist.
Herkunft: Eine Doppelung desselben Wortes zur Bekräftigung, wie sie das Deutsche häufig bildet. In Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Was kommen soll, das kommt. Man muss das Leben nehmen, wie es ist. Das Leben ist kein Wunschkonzert.
Wer lebt, wie er will, stirbt, wie er muss.
Sprichw.Die Lebensführung ist frei, das Ende nicht.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Gegen die Natur kämpft man vergebens. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
Wer sich nicht ändert, wird geändert.
Sprichw.Wer die Anpassung verweigert, dem wird sie von außen auferlegt.
Herkunft: Eine Formel aus der Wirtschaftssprache des 20. Jahrhunderts.
Themen: VeränderungArbeitSchicksal
Siehe auch: Man muss den Esel nicht zum Brunnen tragen, wenn er nicht trinken will. Den Wind kann man nicht ändern, aber die Segel.
Wie die Saat, so die Ernte.
Sprichw.Das Ergebnis entspricht dem, was man vorher hineingesteckt hat.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Galaterbrief des Neuen Testaments. Die landwirtschaftliche Fassung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: LandwirtschaftArbeitSchicksal
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren. Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Wer abends nichts richtet, hat morgens keine Ruhe.
Wie man sich bettet, so liegt man.
Sprichw.Die eigenen Entscheidungen bestimmen, wie es einem später ergeht.
Herkunft: Die Wendung ist in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Bertolt Brecht nahm sie in der „Dreigroschenoper“ auf, wodurch sie im 20. Jahrhundert zusätzlich bekannt wurde.
Themen: SchicksalErfahrungOrdnung
QuelleBrecht, Sprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Was der Mensch sät, das wird er ernten. Kleine Ursachen, große Wirkungen. Die Natur vergisst nichts.
Wo die Liebe hinfällt.
Sprichw.Kommentar zu einer Verbindung, die man von außen nicht nachvollziehen kann.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: LiebePartnerschaftSchicksal
Siehe auch: Wer das Glück hat, führt die Braut heim. Der Regen fällt auf Gerechte und Ungerechte. Das Glück ist blind.
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