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Sprichwörter mit N
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44 Einträge mit Bedeutung · Seite 1 von 2
Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun.
Sprichw.Alte Gesundheitsregel: Nach der Mahlzeit hilft entweder Ruhe oder ein Spaziergang.
Herkunft: Eine Gesundheitsregel der Diätetik, die auf die mittelalterliche Schule von Salerno zurückgeht.
Themen: EssenGesundheitSchlaf
QuelleSchule von Salerno
Nach dem Rausch kommt die Rechnung.
Sprichw.Auf den Genuss folgt der Preis dafür, in jeder Hinsicht.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: TrinkenLeichtsinnErfahrung
Siehe auch: Wer die Warnung überhört, zahlt das Lehrgeld. Wer Mut trinkt, hat am Morgen keinen mehr. Wie man sich bettet, so liegt man.
Nach der Hochzeit kommt der Alltag.
Sprichw.Auf die Feier folgt das gemeinsame Leben, und das sieht anders aus als der Hochzeitstag.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, die den Gegensatz zwischen Hochzeitsfeier und Ehealltag benennt.
Themen: EhePartnerschaftLeben
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag.
Nach Regen kommt Sonnenschein.
Sprichw.Auch schwierige Zeiten gehen vorbei; auf eine schlechte Phase folgt wieder eine bessere.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „post nubila Phoebus“, wonach nach den Wolken die Sonne komme. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Auf Regen folgt Sonnenschein.
Siehe auch: Ohne Regen kein Regenbogen. Kein Wetter hält ewig. Kein Unglück dauert ewig.
Die Nacht ist keines Menschen Freund.
Sprichw.Im Dunkeln wirken Sorgen größer und Wege gefährlicher.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Vor der Straßenbeleuchtung war die Nacht tatsächlich gefährlich, was der Formel ihre wörtliche Grundlage gab.
Siehe auch: Wer viel hat, hat viel zu verlieren. Wer nachts nicht schlafen kann, dem fehlt am Tag der Mut. Wer Sorgen mit ins Bett nimmt, schläft mit ihnen.
Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise beantworten können.
Sprichw.Eine dumme Frage zu stellen ist leicht, sie sinnvoll zu beantworten oft unmöglich.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Die Sieben steht wie oft in Sprichwörtern nicht für eine Zahl, sondern für eine unbestimmte Menge.
Themen: Klugheit und DummheitWissenLernen
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wie man fragt, so wird man belehrt. Wer alle Antworten kennt, hat die Fragen nicht verstanden. Wer in der Schule schläft, wacht im Leben auf.
Die Natur braucht den Menschen nicht, der Mensch die Natur schon.
Sprichw.Das Abhängigkeitsverhältnis ist einseitig, auch wenn es oft umgekehrt dargestellt wird.
Herkunft: Eine Formel aus der Umweltdiskussion des späten 20. Jahrhunderts.
Themen: NaturBescheidenheitLeben
Die Natur eilt nicht und doch wird alles fertig.
Sprichw.Entwicklung braucht ihre Zeit und lässt sich nicht beschleunigen.
Herkunft: Der Gedanke wird Laozi zugeschrieben und ist über deutsche Übersetzungen des 20. Jahrhunderts verbreitet.
QuelleLaozi
Siehe auch: Alles zu seiner Zeit. Wer früh anfängt, muss nicht schnell arbeiten. Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger.
Die Natur heilt, der Arzt pflegt die Wunde.
Sprichw.Die eigentliche Heilung leistet der Körper, die Behandlung schafft nur die Bedingungen dafür.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „natura sanat, medicus curat morbos“, das auf Hippokrates zurückgeführt wird.
Themen: NaturGesundheitErfahrung
QuelleHippokrates
Siehe auch: Schlaf ist die beste Medizin. Das Bett ist der billigste Arzt.
Die Natur lässt sich nicht betrügen.
Sprichw.Naturgesetze lassen sich nicht aushebeln, so sehr man es auch versucht.
Herkunft: Der Gedanke geht auf Francis Bacon zurück, wonach die Natur nur durch Gehorsam beherrscht werde.
Themen: NaturWahrheitLandwirtschaft
QuelleFrancis Bacon
Siehe auch: Gegen die Natur kämpft man vergebens. Es wächst kein Baum in den Himmel.
Die Natur macht keine Sprünge.
Sprichw.Entwicklungen verlaufen schrittweise, nicht in Sprüngen.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „natura non facit saltus“, das seit Leibniz als naturwissenschaftlicher Grundsatz gilt.
Themen: NaturVeränderungGeduld
QuelleLeibniz
Siehe auch: Stillstand ist Rückschritt.
Die Natur vergisst nichts.
Sprichw.Eingriffe in die Natur wirken lange nach, auch wenn sie zunächst folgenlos scheinen.
Herkunft: Eine Formel aus der Umweltdiskussion des 20. Jahrhunderts.
Themen: NaturSchicksalErfahrung
Siehe auch: Wie man sich bettet, so liegt man. Kleine Ursachen, große Wirkungen. Wer nicht hören will, muss fühlen.
Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende.
Sprichw.Eine Wohltat bleibt dem länger im Gedächtnis, der sie erwiesen hat.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca in seiner Schrift über die Wohltaten.
Themen: DankbarkeitGroßzügigkeitFreundschaft
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Was man verschenkt, hat man behalten. Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Neid baut keine Häuser.
Sprichw.Von der Missgunst allein entsteht nichts.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Neid lehrt nur vergleichen, nicht handeln. Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg. Der Neid sieht das Ergebnis, nie die Arbeit.
Der Neid frisst seinen eigenen Herrn.
Sprichw.Missgunst schadet vor allem dem, der sie hegt.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt, unter anderem bei Horaz, der den Neid als selbstzerstörerisch beschreibt. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert geläufig.
Auch: Neid frisst den Neider.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer neidet, der leidet. Der Neidische magert an fremdem Fett. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Der Neid ist des Glückes Schatten.
Sprichw.Wo jemand Erfolg hat, entsteht fast zwangsläufig auch Missgunst.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Schatten setzt voraus, dass Neid nur dort entsteht, wo Licht fällt.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Sprichw.Wer beneidet, gibt damit zu, dass er das Erreichte für erstrebenswert hält.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Neid ist die Steuer, die man auf Erfolg zahlt.
Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Sprichw.Wer beneidet wird, hat offenbar etwas erreicht, das andere gern hätten.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, die den älteren Gedanken umdreht, Neid sei ein Laster. Ein Erstbeleg lässt sich nicht ausmachen.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid ist die Steuer, die man auf Erfolg zahlt. Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Neid ist die Steuer, die man auf Erfolg zahlt.
Sprichw.Wer etwas erreicht, muss mit Missgunst rechnen; sie gehört zum Erfolg dazu.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, mehrfach zugeschrieben, ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Neid ist ein schlechter Nachbar.
Sprichw.Missgunst vergiftet das Zusammenleben in der Nachbarschaft besonders leicht.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Beim Nachbarn ist das Gras immer grüner. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Neid lässt sich schlechter verbergen als Hass.
Sprichw.Missgunst zeigt sich in Kleinigkeiten, die man nicht kontrollieren kann.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei La Rochefoucauld.
QuelleLa Rochefoucauld
Siehe auch: Der Neid schläft nie. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Neid lehrt nur vergleichen, nicht handeln.
Sprichw.Missgunst führt zum Blick auf andere, nicht zur eigenen Arbeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Neid baut keine Häuser. Besser beneidet als bemitleidet. Wer vergleicht, verliert.
Der Neid schaut nach oben, die Dankbarkeit nach unten.
Sprichw.Zufriedenheit hängt davon ab, mit wem man sich vergleicht.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Zufriedenheitsforschung.
Themen: NeidDankbarkeitGlück
Siehe auch: Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Wer vergleicht, verliert. Der Neid sieht nur den fremden Garten.
Der Neid schläft nie.
Sprichw.Missgunst hört nicht auf, sie sucht sich nur ein neues Ziel.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid lässt sich schlechter verbergen als Hass. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Der Neid sieht das Ergebnis, nie die Arbeit.
Sprichw.Wer beneidet, rechnet die Mühe nicht mit, die dahintersteckt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg. Neid baut keine Häuser. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg.
Sprichw.Wer beneidet, sieht nur das Ergebnis und nicht die Mühe, die dahintersteckt.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Der Neid sieht das Ergebnis, nie die Arbeit. Neid baut keine Häuser. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Der Neid sieht nur den fremden Garten.
Sprichw.Wer ständig vergleicht, nimmt das Eigene nicht mehr wahr.
Herkunft: Eine volkstümliche Bildformel, verwandt mit dem Sprichwort vom Nachbarsgras, das grüner sei.
Themen: NeidDankbarkeitNachbarn
Siehe auch: Wer über andere hinwegsieht, sieht auch nicht, wer ihm hilft. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Wer in den Topf des Nachbarn schaut, versalzt den eigenen.
Der Neidische magert an fremdem Fett.
Sprichw.Der Wohlstand eines anderen zehrt den Neider auf.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „invidus alterius macrescit rebus opimis“ bei Horaz.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer nichts hat, den beneidet auch niemand. Wer neidet, der leidet. Der Neid frisst seinen eigenen Herrn.
Neue Besen kehren gut.
Sprichw.Wer neu in einer Aufgabe ist, gibt sich besonders viel Mühe; oft mit dem Unterton, dass der Eifer nachlässt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Zusatz, der alte kenne dafür die Ecken, ist ebenso alt und gehört eigentlich dazu.
Neue Herren, neue Gesetze.
Sprichw.Mit einer neuen Führung ändern sich auch die Regeln.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt, entstanden in einer Zeit, in der ein Herrschaftswechsel tatsächlich neue Rechtsordnungen brachte.
Themen: MachtVeränderungRecht und Gerechtigkeit
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wetter und Laune ändern sich schnell. Kein Wetter hält ewig. Ausnahmen bestätigen die Regel.