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Sprichwörter mit N, Seite 2
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Neuer Tag, neues Glück.
Sprichw.Jeder Tag beginnt unbelastet von dem, was gestern misslungen ist.
Herkunft: Eine volkstümliche Trostformel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer nicht aufsteht, versäumt den Tag. Wer den Mut verliert, hat alles verloren. Hoffen kostet nichts.
Nicht das Fallen ist die Schande, sondern das Liegenbleiben.
Sprichw.Ein Rückschlag zählt weniger als der Umgang damit.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Konfuzius und ebenso in der abendländischen Moralliteratur; ein Erstbeleg fehlt.
Themen: MisserfolgMutNeuanfang
QuelleKonfuzius
Siehe auch: Veränderung beginnt im Kopf. Wer im Unglück lacht, hat es halb überwunden. Nicht das Schicksal entscheidet, sondern der Umgang damit.
Nicht das Schicksal entscheidet, sondern der Umgang damit.
Sprichw.Was einem widerfährt, lässt sich nicht wählen, die Antwort darauf schon.
Herkunft: Der Gedanke ist ein Grundmotiv der stoischen Philosophie und findet sich bei Epiktet.
QuelleEpiktet
Siehe auch: Das Schicksal mischt die Karten, spielen müssen wir selbst. Im Unglück zeigt sich der Charakter. Wer vom Tod spricht, meint das Leben.
Nicht das Werkzeug macht den Meister.
Sprichw.Gutes Gerät ersetzt kein Können.
Herkunft: Eine Gegenrede zu der Annahme, teures Werkzeug genüge. In deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wie der Meister, so das Werk. Wer seinen Beruf nicht kennt, findet keinen Feierabend. Wer seine Arbeit versteht, muss nicht darüber reden.
Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung.
Sprichw.Ob eine Verbindung trägt, zeigt sich nicht am Zerwürfnis, sondern am Weg zurück.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: EheStreitPartnerschaft
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Zu einer guten Ehe gehören zwei, die verzeihen können. Wo Liebe ist, da ist auch Streit.
Nicht der Fehler ist die Schande, sondern das Vertuschen.
Sprichw.Ein Fehler wiegt weniger als der Versuch, ihn zu verbergen.
Herkunft: Eine Formel aus der Fehlerkultur-Diskussion des 20. Jahrhunderts.
Themen: MisserfolgEhrlichkeitMut
Siehe auch: Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Jeder Anfang ist ein Versuch. Die Wahrheit ist selten bequem.
Nicht die Feste zeigen ein Paar, sondern die Dienstage.
Sprichw.Eine Verbindung bewährt sich nicht an den besonderen Tagen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: PartnerschaftEheLeben
Siehe auch: In der Ehe entscheiden die kleinen Dinge. Die Ehe ist Himmel und Hölle zugleich. Kein Tag gleicht dem anderen.
Nicht die Note macht den Menschen.
Sprichw.Eine schulische Bewertung sagt wenig über den Wert einer Person.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der pädagogischen Diskussion, ohne älteren Beleg.
Themen: SchuleBescheidenheitErfahrung
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst.
Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.
Sprichw.Der Sinn des Lernens liegt nicht in der Prüfung, sondern in dem, was danach kommt.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Umkehrung einer Klage Senecas, der kritisierte, man lerne für die Schule statt für das Leben („non vitae, sed scholae discimus“).
Auch: Non scholae, sed vitae discimus.
QuelleSeneca
Siehe auch: Wissen veraltet, Denken nicht. Wissen ist Macht. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel.
Nichts bleibt, wie es ist.
Sprichw.Beständigkeit ist eine Täuschung, die nur aus der Nähe entsteht.
Herkunft: Der Gedanke geht auf Heraklit zurück und ist im Deutschen als knappe Formel seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: VeränderungZeitLeben
QuelleHeraklit
Siehe auch: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Kein Tag gleicht dem anderen. Wer sich verstellt, hält es nicht lange durch.
Nichts geschieht ohne Grund.
Sprichw.Jedes Ereignis hat eine Ursache, auch wenn man sie nicht erkennt.
Herkunft: Die Formel übersetzt den philosophischen Grundsatz vom zureichenden Grund, den Leibniz ausformuliert hat.
Themen: SchicksalErfahrungKlugheit und Dummheit
QuelleLeibniz
Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Sprichw.Das Einzige, worauf Verlass ist, ist die Tatsache, dass sich alles ändert.
Herkunft: Die Zuschreibung an Heraklit ist verbreitet; in dieser Formulierung ist sie nicht belegt.
Themen: VeränderungZeitLeben
QuelleHeraklit
Siehe auch: Nichts bleibt, wie es ist. Kein Tag gleicht dem anderen. Wer sich verstellt, hält es nicht lange durch.
Niemand weiß, was der morgige Tag bringt.
Sprichw.Die Zukunft lässt sich nicht vorhersehen, deshalb ist jede Planung vorläufig.
Herkunft: Der Gedanke findet sich im biblischen Buch der Sprüche (27,1).
Auch: Man weiß nie, was der morgige Tag bringt.
Themen: ZukunftSchicksalHoffnung
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer die Zukunft plant, plant mit Unbekannten. Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen, nur vorbereiten. Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Not macht erfinderisch.
Sprichw.Wer wenig Mittel hat, findet oft überraschende Lösungen.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „mater artium necessitas“, wonach die Not die Mutter der Künste sei. Der Gedanke findet sich bereits bei Platon.
Themen: ArmutKlugheit und DummheitErfahrung
QuellePlaton
Siehe auch: Dem Armen fehlt es an Geld, dem Reichen an Rat.