Sprichwörter · Charakter und Verhalten
Sprichwörter über Mut, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Was sein muss, muss sein.
Sprichw.Wird gesagt, wenn eine unangenehme Sache unvermeidlich ist.
Herkunft: Eine Doppelung desselben Wortes zur Bekräftigung, wie sie das Deutsche häufig bildet. In Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Was kommen soll, das kommt. Man muss das Leben nehmen, wie es ist. Das Leben ist kein Wunschkonzert.
Wein macht den Weisen töricht und den Törichten kühn.
Sprichw.Alkohol wirkt auf beide gleich, nur mit umgekehrtem Vorzeichen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in der antiken Symposionliteratur, unter anderem bei Platon.
Themen: TrinkenKlugheit und DummheitMut
QuellePlaton
Siehe auch: Wo der Wein eingeht, geht der Verstand aus. Wer Mut trinkt, hat am Morgen keinen mehr. Wein macht kühne Leute.
Wein macht kühne Leute.
Sprichw.Alkohol nimmt die Scheu und lässt Menschen wagemutiger auftreten, als sie sind.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: TrinkenMutLeichtsinn
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer Mut trinkt, hat am Morgen keinen mehr. Der Wein öffnet den Mund und schließt die Vernunft. Wer den Becher zu oft leert, leert auch den Beutel.
Wer alles absichern will, kommt zu nichts.
Sprichw.Vollständige Sicherheit gibt es nicht, das Streben danach verhindert das Handeln.
Herkunft: Eine Formel aus der Managementliteratur des 20. Jahrhunderts.
Themen: AngstLeichtsinnMut
Siehe auch: Die Jugend kennt die Grenzen nicht, das Alter kennt sie zu gut.
Wer Angst vor Fehlern hat, macht nichts.
Sprichw.Die Furcht vor dem Fehler verhindert mehr als der Fehler selbst.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Arbeitswelt.
Themen: AngstMutMisserfolg
Siehe auch: Hoffen ohne Tun ist Träumen.
Wer das Wetter scheut, bleibt zu Hause.
Sprichw.Wer auf günstige Bedingungen wartet, kommt nie los.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Bibelvers vom Säen und Wetter.
Siehe auch: Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen. Wer weit reisen will, muss leicht packen. Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause.
Wer den Mut verliert, hat alles verloren.
Sprichw.Ohne Zuversicht lässt sich keine schwierige Lage mehr wenden.
Herkunft: Der Gedanke geht auf einen Vers von Christian Fürchtegott Gellert zurück und ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert geläufig.
Themen: MutHoffnungMisserfolg
QuelleGellert
Siehe auch: Die Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendessen. Neuer Tag, neues Glück. Hoffen kostet nichts.
Wer die alten Wege verlässt, findet neue.
Sprichw.Erst wer das Gewohnte aufgibt, entdeckt eine Alternative.
Herkunft: Eine jüngere Formel ohne älteren Beleg.
Themen: VergangenheitNeuanfangMut
Siehe auch: Wer neu anfängt, darf alte Fehler nicht mitnehmen. Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen. Wer das Wetter scheut, bleibt zu Hause.
Wer die Wahrheit kennt und sie nicht sagt, ist ein Feigling.
Sprichw.Schweigen aus Bequemlichkeit ist eine eigene Form der Unwahrhaftigkeit.
Herkunft: Der Ausspruch wird Konfuzius zugeschrieben, ohne dass sich eine Stelle nachweisen ließe.
Themen: WahrheitMutEhrlichkeit
QuelleKonfuzius
Siehe auch: Wer die Wahrheit verschweigt, lügt mit. Wissen ohne Gewissen ist der Ruin der Seele. Wer schweigt, stimmt zu.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.
Sprichw.Wer offen ausspricht, was andere nicht hören wollen, muss mit Ärger rechnen.
Herkunft: Ein Sprichwort aus dem angelsächsischen Raum, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.
Themen: WahrheitEhrlichkeitMut
Siehe auch: Die Wahrheit ist selten bequem. Trunkener Mund tut Wahrheit kund. Nicht der Fehler ist die Schande, sondern das Vertuschen.
Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen.
Sprichw.Aufbruch verlangt, das Vertraute wirklich zu verlassen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: ReisenHaus und HeimatMut
Siehe auch: Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. Wer das Wetter scheut, bleibt zu Hause. Wer weit reisen will, muss leicht packen.
Wer heiratet, wagt mehr als der, der auszieht.
Sprichw.Die dauerhafte Bindung verlangt mehr Mut als der Aufbruch ins Ungewisse.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EheMutPartnerschaft
Siehe auch: Wer heiratet, heiratet die Familie mit. Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Wer im Unglück lacht, hat es halb überwunden.
Sprichw.Humor nimmt der Not einen Teil ihrer Wirkung.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Satz vom Humor als Haltung.
Siehe auch: Im Unglück zeigt sich der Charakter. Veränderung beginnt im Kopf. Nicht das Schicksal entscheidet, sondern der Umgang damit.
Wer in der Jugend nichts wagt, hat im Alter nichts zu erzählen.
Sprichw.Was man später erzählen kann, entsteht in den Jahren, in denen man etwas riskiert.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht. Wer alt wird, hat mehr gesehen, nicht mehr verstanden. Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.
Wer lebt, macht Fehler; wer keine macht, lebt nicht.
Sprichw.Fehlerfreiheit ist kein Zeichen von Können, sondern von Untätigkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Satz, wer nie scheitert, habe nichts versucht.
Themen: LebenMisserfolgMut
Siehe auch: Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht. Jeder Anfang ist ein Versuch.
Wer Mut trinkt, hat am Morgen keinen mehr.
Sprichw.Der im Rausch gewonnene Mut hält nicht bis zum nächsten Tag.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: TrinkenMutLeichtsinn
Siehe auch: Wein macht kühne Leute. Wer den Becher zu oft leert, leert auch den Beutel. Wein macht den Weisen töricht und den Törichten kühn.
Wer Neues wagt, muss Altes lassen.
Sprichw.Jeder Aufbruch verlangt, dass man etwas zurücklässt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus dem Umfeld der Lebensberatung, ohne älteren Beleg.
Themen: NeuanfangVeränderungMut
Siehe auch: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen. Angst ist ein schlechter Ratgeber.
Wer nichts macht, macht auch nichts falsch.
Sprichw.Spöttische Feststellung über Menschen, die Verantwortung meiden, um sich nichts vorwerfen lassen zu müssen.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts aus der Arbeitswelt, meist ironisch gegen übermäßige Vorsicht gerichtet.
Themen: MisserfolgFaulheitMut
Siehe auch: Wer schläft, sündigt nicht. Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Sprichw.Scherzhafte Abwägung zwischen Sicherheit und Erlebnis.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnMutLeben
Siehe auch: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht.
Sprichw.Ein makelloser Lebenslauf spricht eher für Vorsicht als für Können.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Gedanken, wer nie verliere, habe nie gespielt.
Themen: MisserfolgMutErfolg
Siehe auch: Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer lebt, macht Fehler; wer keine macht, lebt nicht. Jeder Anfang ist ein Versuch.
Wer nie verliert, hat nie gespielt.
Sprichw.Ohne die Möglichkeit zu scheitern gibt es auch keinen Gewinn.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus dem Sportumfeld, ohne älteren Beleg.
Themen: MutMisserfolgErfolg
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Wer oft fällt, lernt aufstehen.
Sprichw.Wiederholte Rückschläge machen im Umgang mit ihnen sicherer.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Gedanken, dass nicht das Fallen die Schande sei.
Themen: MisserfolgErfahrungMut
Wer sich fürchtet, hat schon verloren.
Sprichw.Furcht lähmt und nimmt einem die Möglichkeit zu handeln.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem antiken Gedanken, die Furcht nehme dem Kämpfenden die Kraft.
Themen: AngstMutMisserfolg
Siehe auch: Wer zu lange plant, fängt nie an. Wer aufs Wetter wartet, sät nie.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Wer A sagt, muss auch B sagen.
Sprichw.Wer etwas begonnen hat, muss auch die weiteren Schritte gehen und kann nicht auf halbem Weg aussteigen.
Herkunft: Die Formel stammt aus dem Anfangsunterricht im Lesen und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Wer aufs Wetter wartet, sät nie.
Sprichw.Wer auf die vollkommenen Bedingungen wartet, fängt nie an.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 11,4).
Themen: WetterLandwirtschaftMut
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer zu lange plant, fängt nie an. Wer sich fürchtet, hat schon verloren. Dem Glück muss man nachhelfen.
Wer den Tod fürchtet, hat das Leben schon verloren.
Sprichw.Wer aus Angst vor dem Ende nicht mehr lebt, verliert doppelt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca, der schreibt, wer den Tod fürchte, werde nie etwas tun, das eines Lebenden würdig sei.
QuelleSeneca
Siehe auch: Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Die größte Angst ist die vor der Angst. Wer viele fürchtet, muss viele fürchten.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Sprichw.Ohne ein gewisses Risiko einzugehen, kommt man zu keinem Gewinn.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „qui audet adipiscitur“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Wer wagt, gewinnt.
Themen: MutErfolgLeichtsinnNeuanfang
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Wer nichts fürchtet, ist nicht mutig, sondern unwissend.
Sprichw.Mut setzt voraus, dass man die Gefahr erkennt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Aristoteles, der Tapferkeit als Mitte zwischen Furcht und Tollkühnheit beschreibt.
Themen: AngstMutKlugheit und Dummheit
QuelleAristoteles
Siehe auch: Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern das Handeln trotz Angst. Wissen ist nicht Weisheit.
Wer nichts zu verlieren hat, fürchtet nichts.
Sprichw.Wer keinen Besitz zu schützen hat, geht auch keine Rücksicht ein.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Juvenal, der schreibt, der Reisende mit leeren Taschen singe vor dem Räuber.
QuelleJuvenal
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Wer sich zum Schaf macht, den fressen die Wölfe.
Sprichw.Wer sich alles gefallen lässt, wird ausgenutzt.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und findet sich in ähnlicher Form in mehreren europäischen Sprachen.
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