Sprichwörter · Alltag und Natur
Sprichwörter über das Reisen
Unterwegssein bildet, kostet und macht heimwehkrank. Diese drei Gedanken decken den größten Teil des Bestands ab.
31 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2
Bekannte Sprichwörter
Die Heimat erkennt man erst aus der Ferne.
Sprichw.Der Abstand zeigt, was das Vertraute ausmacht.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Ovid in seinen Briefen aus der Verbannung.
Themen: Haus und HeimatErfahrung
QuelleOvid
Siehe auch: In der Fremde lernt man die Heimat schätzen.
Der Heimweg ist immer kürzer.
Sprichw.Die Rückfahrt kommt einem regelmäßig kürzer vor als die Hinfahrt.
Herkunft: Die Beobachtung ist psychologisch beschrieben: Ein bekannter Weg wird als kürzer empfunden, weil er weniger Aufmerksamkeit bindet. Als Redensart erst im 20. Jahrhundert verbreitet.
Themen: Haus und HeimatZeit
Siehe auch: Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. Ost, West, zu Hause best. Kein Weg ist zu lang für den, der heimkehrt.
In der Fremde lernt man die Heimat schätzen.
Sprichw.Erst der Abstand macht deutlich, was man an dem hat, wo man herkommt.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Ovid, der ihn in seinen Briefen aus der Verbannung ausführt.
Themen: Haus und HeimatDankbarkeit
QuelleOvid
Siehe auch: Ost, West, zu Hause best. Kein Weg ist zu lang für den, der heimkehrt. Die Heimat erkennt man erst aus der Ferne.
Die schönste Reise ist die Heimreise.
Sprichw.Am Ende zählt nicht der Aufbruch, sondern die Rückkehr.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: Haus und HeimatGlück
Siehe auch: Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. Trautes Heim, Glück allein. Ost, West, zu Hause best.
Kein Weg ist zu lang für den, der heimkehrt.
Sprichw.Der Weg nach Hause wird nie als beschwerlich empfunden.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem älteren Satz, der Heimweg sei immer kürzer.
Themen: AbschiedHaus und Heimat
Siehe auch: Ost, West, zu Hause best. Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. In der Fremde lernt man die Heimat schätzen.
Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
Sprichw.Wer nie unterwegs war, kennt nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was es gibt.
Herkunft: Die Zuschreibung an Augustinus ist verbreitet, in seinen Schriften aber nicht belegt.
QuelleAugustinus
Siehe auch: Reisen bildet. Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wer reist, hat etwas zu erzählen.
Wer daheim bleibt, lernt die Welt nicht kennen.
Sprichw.Ohne Aufbruch bleibt der eigene Erfahrungsraum eng.
Herkunft: Eine volkstümliche Gegenrede zum Sprichwort vom eigenen Herd.
Themen: Haus und HeimatWissen
Siehe auch: Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel. Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht.
Wer das Wetter scheut, bleibt zu Hause.
Sprichw.Wer auf günstige Bedingungen wartet, kommt nie los.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Bibelvers vom Säen und Wetter.
Siehe auch: Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen. Wer weit reisen will, muss leicht packen. Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause.
Wer den Hafen erreicht hat, vergisst den Sturm.
Sprichw.Ist eine Sache überstanden, verblassen die Mühen erstaunlich schnell.
Herkunft: Eine seemännische Erfahrungsformel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: ErfolgVergangenheit
Siehe auch: Über alles wächst Gras. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen.
Sprichw.Aufbruch verlangt, das Vertraute wirklich zu verlassen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: Haus und HeimatMut
Siehe auch: Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. Wer das Wetter scheut, bleibt zu Hause. Wer weit reisen will, muss leicht packen.
Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause.
Sprichw.Beides bedingt einander: Der Aufbruch setzt einen Ort voraus, zu dem man zurückkehrt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: Haus und HeimatGlück
Siehe auch: Die schönste Reise ist die Heimreise. Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen. Ost, West, zu Hause best.
Wer reisen will, muss fragen können.
Sprichw.Unterwegs kommt weiter, wer sich nicht scheut, um Auskunft zu bitten.
Herkunft: Eine volkstümliche Reiseregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: WissenBescheidenheit
Siehe auch: Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst. Wer reist, hat etwas zu erzählen.
Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst.
Sprichw.Beide Wege bringen Erkenntnis, nur eine andere.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: WissenHaus und Heimat
Siehe auch: Wer daheim bleibt, lernt die Welt nicht kennen. Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wer reist, hat etwas zu erzählen.
Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht.
Sprichw.Erst der Blick von außen macht das Eigene begreiflich.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer reist, hat etwas zu erzählen. Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst.
Wer sich für den Nabel der Welt hält, hat wenig von ihr gesehen.
Sprichw.Selbstüberschätzung ist meist ein Zeichen von Unkenntnis.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet aus der antiken Bezeichnung Delphis als Nabel der Welt.
Themen: HochmutBescheidenheit
QuelleOrakel von Delphi
Siehe auch: Die Friedhöfe sind voll von unersetzlichen Leuten. Reisen bildet. Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel.
Sprichw.Es gibt zwei Wege zur Kenntnis: das Buch und den eigenen Weg.
Herkunft: Eine volkstümliche Merkformel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wissen veraltet, Denken nicht. Wissen ist Macht. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen.
Wer zusammen reist, lernt sich kennen.
Sprichw.Auf Reisen zeigt sich, wie jemand mit Unvorhergesehenem umgeht.
Herkunft: Eine volkstümliche Erfahrungsformel, verwandt mit dem älteren Satz, man erkenne den Freund in der Not.
Themen: FreundschaftErfahrung
Siehe auch: Wer allein geht, geht schneller; wer zusammen geht, kommt weiter. Stille Wasser sind tief. Die Katze lässt das Mausen nicht.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Alle Wege führen nach Rom.
Sprichw.Es gibt mehrere Möglichkeiten, zum selben Ergebnis zu kommen.
Herkunft: Der Satz spielt auf das römische Straßennetz an, dessen Fernstraßen auf die Hauptstadt zuliefen.
Siehe auch: Mit Geduld und Zeit kommt man weit.
Bleibe im Lande und nähre dich redlich.
Sprichw.Rat, in der vertrauten Umgebung zu bleiben und ehrlich sein Auskommen zu suchen.
Herkunft: Der Satz stammt aus Psalm 37 im Alten Testament.
Themen: Haus und HeimatArbeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Ehrliche Arbeit macht keinen reich, aber ruhig.
Dem Eilenden wird der Weg lang.
Sprichw.Wer es eilig hat, empfindet jede Strecke als zu lang.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Der Heimweg ist immer kürzer.
Der erste Schritt ist der schwerste.
Sprichw.Der Aufbruch kostet mehr Überwindung als der ganze weitere Weg.
Herkunft: Die Formel übersetzt das französische Sprichwort, wonach nur der erste Schritt zählt, und ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Frisch gewagt ist halb gewonnen. Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen. Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
Ost, West, zu Hause best.
Sprichw.So schön es anderswo sein mag, am wohlsten ist man daheim.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und gehört zu den Haussprüchen, die über Türen und auf Wandtellern angebracht wurden.
Themen: Haus und Heimat
Siehe auch: Kein Weg ist zu lang für den, der heimkehrt. Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. In der Fremde lernt man die Heimat schätzen.
Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand.
Sprichw.Der Ausgang eines Verfahrens ist ebenso wenig vorhersehbar wie das Wetter auf See.
Herkunft: Alte Juristenweisheit, im deutschen Sprachraum seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: Recht und GerechtigkeitSchicksal
Siehe auch: Wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter. Niemand weiß, was der morgige Tag bringt.
Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.
Sprichw.Wer unterwegs war, hat etwas zu berichten.
Matthias ClaudiusDichter und Publizist, 1740 bis 1815
Herkunft: Der Vers stammt aus dem Gedicht „Urians Reise um die Welt“ von Matthias Claudius.
Themen: Erfahrung
QuelleMatthias Claudius
Wer den Hafen wechselt, ändert nicht das Wetter.
Sprichw.Ein Ortswechsel ändert nichts an dem, was man mitbringt.
Herkunft: Der Gedanke stammt von Horaz, der schreibt, wer über das Meer eile, wechsle den Himmel, nicht das Gemüt.
Themen: VeränderungErfahrung
QuelleHoraz
Siehe auch: Nicht das Schicksal entscheidet, sondern der Umgang damit. Das Schicksal mischt die Karten, spielen müssen wir selbst.
Wer reist, hat etwas zu erzählen.
Sprichw.Wer unterwegs war, bringt Erlebnisse mit, die zu Hause keiner hat.
Herkunft: Die Formel übersetzt ein lateinisches Sprichwort und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst.
Wer weit reisen will, muss leicht packen.
Sprichw.Wer weit kommen will, darf sich nicht mit Überflüssigem beladen.
Herkunft: Ein Reisesprichwort, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und in vielen Sprachen verbreitet.
Themen: ErfahrungBescheidenheit
Siehe auch: Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen. Wer das Wetter scheut, bleibt zu Hause.
Kurze Sprichwörter
Andere Länder, andere Sitten.
Sprichw.Was anderswo üblich ist, muss nicht dem entsprechen, was man von zu Hause kennt.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt, unter anderem bei Herodot in seiner Beschreibung fremder Bräuche. Im Deutschen ist die Formel seit dem 16. Jahrhundert geläufig.
QuelleHerodot
Siehe auch: Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wer reist, hat etwas zu erzählen. Reisen bildet.
Reisen bildet.
Sprichw.Wer fremde Orte kennenlernt, erweitert seinen Horizont.
Herkunft: Die Formel geht auf die Bildungsreise des 18. Jahrhunderts zurück, die zur Ausbildung junger Adliger und Bürgersöhne gehörte.
Siehe auch: Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wer reist, hat etwas zu erzählen.
Wasser hat keine Balken.
Sprichw.Warnung vor der Gefahr des Wassers: Anders als auf einem Boden findet man darin keinen Halt.
Herkunft: Alte Schiffermahnung, in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen. Übermut tut selten gut. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
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