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Sprichwörter mit T
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17 Einträge mit Bedeutung
Kein Tag gleicht dem anderen.
Sprichw.Auch der gleichförmige Alltag ist nie zweimal derselbe.
Herkunft: Der Gedanke geht auf Heraklits Satz vom Fluss zurück und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: VeränderungZeitLeben
QuelleHeraklit
Siehe auch: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Nichts bleibt, wie es ist. Es ist nicht alle Tage Sonntag.
Taten sagen mehr als Worte.
Sprichw.Wer etwas tut, überzeugt mehr als jeder, der es nur ankündigt.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo Taten lauter sprechen als Worte. Der Gedanke ist älter und findet sich bereits im Neuen Testament.
Themen: EhrlichkeitArbeitVertrauen
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Liebe braucht keine großen Worte. Die Wahrheit braucht keine Zeugen. Worte sind Wind.
Der Teufel steckt im Detail.
Sprichw.Ein Vorhaben scheitert selten am großen Plan, sondern an den Einzelheiten.
Herkunft: Die Formel ist eine Umkehrung der älteren Redensart, Gott stecke im Detail, die dem Kunsthistoriker Aby Warburg zugeschrieben wird. Welche der beiden Fassungen zuerst da war, ist ungeklärt.
Themen: VorsichtArbeitKlugheit und Dummheit
QuelleAby Warburg
Siehe auch: Zweimal messen, einmal schneiden. Wie der Bauer, so der Hof. Was man selbst tut, ist gut getan.
Dem Tod entrinnt niemand.
Sprichw.Nüchterne Feststellung der einzigen Gewissheit des Lebens.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „mors omnibus communis“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Sterben müssen wir alle. Wer vom Tod spricht, meint das Leben. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders.
Der Tod hat keinen Kalender.
Sprichw.Das Ende kommt ohne Ankündigung und hält sich an keine Ordnung.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Auch: Der Tod fragt nicht nach dem Kalender.
Siehe auch: Der Tod kommt wie ein Dieb in der Nacht. Niemand weiß, was der morgige Tag bringt. Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Der Tod ist die Grenze, das Leben das Maß.
Sprichw.Weil das Leben endlich ist, bekommt es überhaupt ein Maß.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen Philosophie und findet sich bei Seneca.
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer vom Tod spricht, meint das Leben. Der Tod lehrt leben. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders.
Der Tod ist eine Tür, keine Wand.
Sprichw.Trostformel, die das Sterben als Übergang statt als Ende beschreibt.
Herkunft: Eine moderne Trauerformel ohne belegbaren Erstautor; das Bild von der Tür ist in der christlichen Tradition älter.
Siehe auch: Kein Abschied ist für immer. Jedem Abschied wohnt ein Anfang inne. Andere Mütter haben auch schöne Töchter.
Der Tod ist kein Unglück, das Sterben manchmal schon.
Sprichw.Nicht das Ende ist zu fürchten, sondern der Weg dorthin.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen Philosophie und findet sich bei Seneca und Epikur.
Themen: TodUnglückGesundheit
Siehe auch: Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen. Wer vom Tod spricht, meint das Leben. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders.
Der Tod kommt wie ein Dieb in der Nacht.
Sprichw.Das Ende kommt unangekündigt und lässt sich nicht einplanen.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Neuen Testament (1. Thessalonicher 5,2).
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Der Tod hat keinen Kalender.
Der Tod lehrt leben.
Sprichw.Das Bewusstsein der Endlichkeit ordnet, was wichtig ist.
Herkunft: Der Gedanke ist ein Grundmotiv der stoischen Philosophie und findet sich bei Seneca und Mark Aurel.
QuelleMark Aurel, Seneca
Siehe auch: Wer vom Tod spricht, meint das Leben. Der Tod ist die Grenze, das Leben das Maß. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders.
Der Tod macht alle gleich.
Sprichw.Vor dem Sterben zählen Rang und Vermögen nicht mehr.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Horaz, und im Mittelalter durch die Darstellungen des Totentanzes bildlich geworden.
QuelleHoraz
Siehe auch: Sterben müssen wir alle. Im Schlaf sind alle Menschen gleich. Der Tod nimmt nichts mit und lässt nichts zurück.
Der Tod nimmt nichts mit und lässt nichts zurück.
Sprichw.Am Ende zählt kein Besitz, und doch bleibt für die Hinterbliebenen einiges liegen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Satz vom letzten Hemd ohne Taschen.
Siehe auch: Sterben muss jeder für sich allein. Der Tod macht alle gleich. Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Der Ton macht die Musik.
Sprichw.Nicht was gesagt wird, entscheidet über die Wirkung, sondern wie.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Französischen, wo der Ton den Gesang macht. Im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Alter geht vor Schönheit.
Totgesagte leben länger.
Sprichw.Wer schon abgeschrieben war, hält sich oft überraschend lange.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, meist auf Einrichtungen und Unternehmen gemünzt, deren Ende vorschnell verkündet wurde.
Themen: AlterHoffnungGesundheit
Trautes Heim, Glück allein.
Sprichw.Zu Hause fühlt man sich am wohlsten.
Herkunft: Ein Hausspruch des 19. Jahrhunderts, der über Türen und auf Wandtellern angebracht wurde. „Traut“ meint vertraut, nicht angetraut.
Themen: Haus und HeimatFamilieGlück
Siehe auch: Ein Haus ohne Menschen ist nur ein Gebäude. Eigener Herd ist Goldes wert. Die schönste Reise ist die Heimreise.
Trinke, was klar ist, iss, was gar ist, sprich, was wahr ist.
Sprichw.Dreiteilige Lebensregel für Trinken, Essen und Reden.
Martin LutherReformator und Bibelübersetzer, 1483 bis 1546
Herkunft: Der Spruch wird traditionell Martin Luther zugeschrieben; die Zuschreibung gilt als unsicher.
Auch: Iss, was gar ist, trink, was klar ist, sprich, was wahr ist.
Themen: TrinkenEssenEhrlichkeitGesundheit
QuelleLuther
Trunkener Mund tut Wahrheit kund.
Sprichw.Wer getrunken hat, verliert die Zurückhaltung und sagt, was er denkt.
Herkunft: Die deutsche Reimfassung des lateinischen „in vino veritas“, in Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: TrinkenWahrheitEhrlichkeit
Siehe auch: Der Wein erfindet nichts, er schwatzt es aus. Im Wein liegt Wahrheit. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.