A–Z-Verzeichnis
Sprichwörter mit T
Hier können Sie alle sprichwörter dieses Nachschlagewerks alphabetisch nachschlagen, deren Stichwort mit T beginnt. Sortiert wird wie im gedruckten Wörterbuch nach dem ersten inhaltstragenden Wort, Artikel bleiben unberücksichtigt.
12 Einträge mit Bedeutung
Taten sagen mehr als Worte.
Sprichw.Wer etwas tut, überzeugt mehr als jeder, der es nur ankündigt.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo Taten lauter sprechen als Worte. Der Gedanke ist älter und findet sich bereits im Neuen Testament.
Themen: EhrlichkeitArbeitVertrauen
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Worte sind Wind.
Der Teufel steckt im Detail.
Sprichw.Ein Vorhaben scheitert selten am großen Plan, sondern an den Einzelheiten.
Herkunft: Die Formel ist eine Umkehrung der älteren Redensart, Gott stecke im Detail, die dem Kunsthistoriker Aby Warburg zugeschrieben wird. Welche der beiden Fassungen zuerst da war, ist ungeklärt.
Themen: VorsichtArbeitKlugheit und Dummheit
QuelleAby Warburg
Siehe auch: Was man selbst tut, ist gut getan. Gut Ding will Weile haben.
Dem Tod entrinnt niemand.
Sprichw.Nüchterne Feststellung der einzigen Gewissheit des Lebens.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „mors omnibus communis“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Sterben müssen wir alle. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders. Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.
Der Tod hat keinen Kalender.
Sprichw.Das Ende kommt ohne Ankündigung und hält sich an keine Ordnung.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Der Tod kommt wie ein Dieb in der Nacht.
Der Tod ist eine Tür, keine Wand.
Sprichw.Trostformel, die das Sterben als Übergang statt als Ende beschreibt.
Herkunft: Eine moderne Trauerformel ohne belegbaren Erstautor; das Bild von der Tür ist in der christlichen Tradition älter.
Siehe auch: Jedem Abschied wohnt ein Anfang inne. Andere Mütter haben auch schöne Töchter. Abschiednehmen und Wiedersehen sind Geschwister.
Der Tod kommt wie ein Dieb in der Nacht.
Sprichw.Das Ende kommt unangekündigt und lässt sich nicht einplanen.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Neuen Testament (1. Thessalonicher 5,2).
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Der Tod hat keinen Kalender.
Der Tod macht alle gleich.
Sprichw.Vor dem Sterben zählen Rang und Vermögen nicht mehr.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Horaz, und im Mittelalter durch die Darstellungen des Totentanzes bildlich geworden.
QuelleHoraz
Siehe auch: Sterben müssen wir alle. Im Schlaf sind alle Menschen gleich. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders.
Der Ton macht die Musik.
Sprichw.Nicht was gesagt wird, entscheidet über die Wirkung, sondern wie.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Französischen, wo der Ton den Gesang macht. Im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.
Totgesagte leben länger.
Sprichw.Wer schon abgeschrieben war, hält sich oft überraschend lange.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, meist auf Einrichtungen und Unternehmen gemünzt, deren Ende vorschnell verkündet wurde.
Themen: AlterHoffnungGesundheit
Trautes Heim, Glück allein.
Sprichw.Zu Hause fühlt man sich am wohlsten.
Herkunft: Ein Hausspruch des 19. Jahrhunderts, der über Türen und auf Wandtellern angebracht wurde. „Traut“ meint vertraut, nicht angetraut.
Themen: Haus und HeimatFamilieGlück
Siehe auch: Eigener Herd ist Goldes wert.
Trinke, was klar ist, iss, was gar ist, sprich, was wahr ist.
Sprichw.Dreiteilige Lebensregel für Trinken, Essen und Reden.
Martin LutherReformator und Bibelübersetzer, 1483 bis 1546
Herkunft: Der Spruch wird traditionell Martin Luther zugeschrieben; die Zuschreibung gilt als unsicher.
Themen: TrinkenEssenEhrlichkeitGesundheit
QuelleLuther
Trunkener Mund tut Wahrheit kund.
Sprichw.Wer getrunken hat, verliert die Zurückhaltung und sagt, was er denkt.
Herkunft: Die deutsche Reimfassung des lateinischen „in vino veritas“, in Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: TrinkenWahrheitEhrlichkeit
Siehe auch: Der Wein erfindet nichts, er schwatzt es aus. Im Wein liegt Wahrheit. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.