A–Z-Verzeichnis
Sprichwörter mit Z
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17 Einträge mit Bedeutung
Die Zeit arbeitet für den, der warten kann.
Sprichw.Wer Geduld aufbringt, dem kommen die Umstände oft von allein entgegen.
Herkunft: Die Formel stammt aus der politischen Sprache des 19. Jahrhunderts und wurde von dort in den Alltag übernommen.
Siehe auch: Wer warten kann, siegt am Ende. Mit Geduld und Zeit kommt man weit. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Die Zeit heilt alle Wunden.
Sprichw.Mit zunehmendem Abstand verlieren Kränkungen und Verluste einen Teil ihrer Schärfe.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits in der Antike, unter anderem bei Menander und Seneca. Im Deutschen ist die Formel seit dem 16. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Kein Unglück dauert ewig. Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Ohne Regen kein Regenbogen.
Zeit ist Geld.
Sprichw.Verlorene Zeit bedeutet entgangenen Verdienst.
Benjamin Franklinamerikanischer Staatsmann und Publizist, 1706 bis 1790
Herkunft: Der Satz stammt in dieser Form aus einem Ratgebertext von Benjamin Franklin aus dem Jahr 1748.
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ordnung ist das halbe Leben.
Zeit und Stunde warten auf niemanden.
Sprichw.Die Zeit läuft weiter, ob man bereit ist oder nicht.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo Zeit und Flut auf niemanden warten. Im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Gesagt, getan. Viele Hände, schnelles Ende. Eile mit Weile.
Zu einer guten Ehe gehören zwei, die verzeihen können.
Sprichw.Nachsicht muss von beiden Seiten kommen, sonst hält sie nicht.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: EhePartnerschaftStreit
Siehe auch: Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung. In der Ehe muss man verzeihen können. Wer sich entschuldigen kann, ist der Stärkere.
Zu Hause ist, wo man nicht erklären muss, wer man ist.
Sprichw.Heimat zeigt sich daran, dass man sich nicht rechtfertigen muss.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: Haus und HeimatFamilieFreundschaft
Siehe auch: Zuhause ist, wo man verstanden wird. Familie ist, wo man hingeht, wenn sonst niemand mehr da ist.
Zuhause ist, wo man verstanden wird.
Sprichw.Heimat hängt nicht am Ort, sondern an den Menschen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem lateinischen Gedanken, die Heimat sei dort, wo es einem gut geht.
Themen: Haus und HeimatFreundschaftFamilie
Siehe auch: Zu Hause ist, wo man nicht erklären muss, wer man ist. Familie ist, wo man hingeht, wenn sonst niemand mehr da ist.
Die Zukunft beginnt heute.
Sprichw.Was morgen sein wird, entscheidet sich an dem, was heute getan wird.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der politischen Sprache.
Siehe auch: Wer nur zurückblickt, sieht nicht, wohin er tritt. Wer die Zukunft fürchtet, verdirbt die Gegenwart. Die beste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.
Die Zukunft gehört denen, die sie vorbereiten.
Sprichw.Wer heute nichts tut, gestaltet morgen nichts.
Herkunft: Der Gedanke wird häufig Malcolm X zugeschrieben; ähnliche Formulierungen finden sich schon im 19. Jahrhundert.
QuelleMalcolm X
Siehe auch: Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben. Wer die Zukunft plant, plant mit Unbekannten.
Die Zukunft heißt für die Schwachen Unerreichbares, für die Furchtsamen Unbekanntes, für die Mutigen Chance.
Sprichw.Wie man das Kommende benennt, hängt von der eigenen Haltung ab.
Herkunft: Der Ausspruch wird Victor Hugo zugeschrieben; ein Beleg in seinen Werken fehlt.
QuelleVictor Hugo
Siehe auch: Dem Mutigen gehört die Welt. Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen, nur vorbereiten.
Sprichw.Statt zu raten, was kommt, sollte man sich auf mehrere Möglichkeiten einstellen.
Herkunft: Eine Formel aus der Planungssprache des 20. Jahrhunderts, ohne älteren Beleg.
Themen: ZukunftVorsichtKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer die Zukunft plant, plant mit Unbekannten. Niemand weiß, was der morgige Tag bringt. Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist.
Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch.
Sprichw.Weder die Verbindung noch das Zerwürfnis lässt sich einem allein zuschreiben.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: EhePartnerschaftStreit
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert. Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung.
Der Zweck heiligt die Mittel.
Sprichw.Grundsatz, nach dem ein gutes Ziel auch fragwürdige Wege rechtfertige. Wird heute fast nur noch kritisch zitiert.
Herkunft: Die Formel wird meist Machiavelli zugeschrieben; in dieser Fassung steht sie bei ihm nicht.
Themen: MachtRecht und GerechtigkeitEhrlichkeit
Siehe auch: Wer sich entschuldigt, klagt sich an.
Zwei Bäume wachsen nebeneinander, nicht ineinander.
Sprichw.Nähe setzt voraus, dass beide für sich bestehen bleiben.
Herkunft: Das Bild geht auf die Beobachtung zurück, dass zu eng stehende Bäume einander das Licht nehmen.
Themen: PartnerschaftLiebeNatur
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Wer alles teilt, muss auch das Schweigen teilen können. Eine Ehe ohne Streit ist eine Ehe ohne Gespräch.
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Sprichw.Mit einer einzigen Handlung gleich zwei Ziele erreichen.
Herkunft: Die Klappe ist die Fliegenklatsche. Die Formel ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt und findet sich in vielen Sprachen mit wechselnden Tieren.
Siehe auch: Zeit ist Geld. Ordnung ist das halbe Leben.
Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Sprichw.Gegenseitige Angewiesenheit ist etwas anderes als Zuneigung.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: PartnerschaftLiebeErfahrung
Siehe auch: Wer den anderen halten will, muss ihn gehen lassen können. Gemeinsam alt werden ist mehr als gemeinsam jung sein. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Zweimal messen, einmal schneiden.
Sprichw.Sorgfalt bei der Vorbereitung spart den doppelten Arbeitsgang.
Herkunft: Eine Handwerksregel, im Deutschen wie in vielen anderen Sprachen belegt.
Themen: HandwerkVorsichtArbeit
Siehe auch: Wer krumm anfängt, wird nie gerade fertig. Wer nicht hinschaut, tritt daneben. Was man selbst tut, ist gut getan.