Sprichwörter · Leben
Sprichwörter über Glück, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Jeder ist seines Glückes Schmied, aber nicht jeder hat einen Hammer.
Sprichw.Spöttische Gegenrede zu dem Sprichwort vom eigenen Glück: Nicht alle starten mit denselben Möglichkeiten.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet als Widerspruch zum älteren Sprichwort.
Der Neid ist des Glückes Schatten.
Sprichw.Wo jemand Erfolg hat, entsteht fast zwangsläufig auch Missgunst.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Schatten setzt voraus, dass Neid nur dort entsteht, wo Licht fällt.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Der Neid schaut nach oben, die Dankbarkeit nach unten.
Sprichw.Zufriedenheit hängt davon ab, mit wem man sich vergleicht.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Zufriedenheitsforschung.
Themen: NeidDankbarkeitGlück
Siehe auch: Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Wer vergleicht, verliert. Der Neid sieht nur den fremden Garten.
Pech im Spiel, Glück in der Liebe.
Sprichw.Scherzhafter Trost für den Verlierer eines Spiels.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und geht auf die Vorstellung eines Ausgleichs zwischen den Lebensbereichen zurück.
Siehe auch: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Ohne Regen kein Regenbogen. Nach Regen kommt Sonnenschein.
Die schönste Reise ist die Heimreise.
Sprichw.Am Ende zählt nicht der Aufbruch, sondern die Rückkehr.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: ReisenHaus und HeimatGlück
Siehe auch: Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. Trautes Heim, Glück allein. Ost, West, zu Hause best.
Wer dankbar ist, ist nie ganz arm.
Sprichw.Wer sieht, was er hat, empfindet den Mangel weniger.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit der stoischen Genügsamkeitslehre.
Themen: DankbarkeitArmutGlück
Siehe auch: Wer danken kann, hat mehr vom Leben. Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche.
Sprichw.Dankbarkeit und Anspruchsdenken schließen einander weitgehend aus.
Herkunft: Eine Formel aus der Lebensberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: DankbarkeitBescheidenheitGlück
Siehe auch: Wer danken kann, hat mehr vom Leben. Wer dankbar ist, ist nie ganz arm. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Wer danken kann, hat mehr vom Leben.
Sprichw.Dankbarkeit ist weniger eine Schuldigkeit als eine Fähigkeit, die zufrieden macht.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Lebensberatung.
Themen: DankbarkeitGlückLeben
Siehe auch: Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Wer dankbar ist, ist nie ganz arm. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Wer das Glück festhalten will, verscheucht es.
Sprichw.Der Versuch, einen guten Zustand zu sichern, zerstört ihn oft.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem antiken Bild der flüchtigen Fortuna.
Wer das Glück hat, führt die Braut heim.
Sprichw.Am Ende entscheidet oft nicht die Leistung, sondern das Glück.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 18. Jahrhunderts, entstanden im Umfeld der Werbung um eine Braut.
Siehe auch: Wo die Liebe hinfällt. Wer sich erinnert, lebt zweimal. Wer das Glück sucht, findet es selten.
Wer das Glück sucht, findet es selten.
Sprichw.Zufriedenheit stellt sich nebenbei ein, nicht als Ergebnis der Suche.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei den antiken Stoikern und bei Montaigne.
QuelleMontaigne
Siehe auch: Wer das Glück hat, führt die Braut heim. Die Seinen gibt's der Herr im Schlaf. Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.
Wer die Arbeit kennt, schätzt die Pause.
Sprichw.Erst wer sich anstrengt, weiß die freie Zeit zu nehmen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Schlaf ist kein Luxus. Man erkennt das Glück erst am Geräusch seines Fortgehens.
Wer einmal Glück hatte, rechnet damit beim zweiten Mal.
Sprichw.Ein geglücktes Wagnis verleitet dazu, das nächste zu unterschätzen.
Herkunft: Eine Formel aus der Risikoforschung des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnGlückErfahrung
Siehe auch: Wer alles auf eine Karte setzt, hat keine zweite. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause.
Sprichw.Beides bedingt einander: Der Aufbruch setzt einen Ort voraus, zu dem man zurückkehrt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: ReisenHaus und HeimatGlück
Siehe auch: Die schönste Reise ist die Heimreise. Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen. Ost, West, zu Hause best.
Wer Glück erwartet, wird enttäuscht; wer es bemerkt, hat es.
Sprichw.Zufriedenheit entsteht nicht durch Anspruch, sondern durch Aufmerksamkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Zufriedenheitsforschung.
Themen: GlückDankbarkeitErfahrung
Siehe auch: Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Erwartungen. Die Furcht vor dem Übel ist schlimmer als das Übel selbst.
Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Sprichw.Missgunst entsteht durch den Blick nach oben, nicht durch tatsächlichen Mangel.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem älteren Gedanken, der Neid sehe nur das Ziel.
Themen: NeidDankbarkeitGlück
Siehe auch: Wer vergleicht, verliert. Der Neid schaut nach oben, die Dankbarkeit nach unten. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Sprichw.Wer anderen den Erfolg missgönnt, verdirbt sich den eigenen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem älteren Satz, der Neid frisse seinen Herrn.
Siehe auch: Wer vergleicht, verliert. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Der Neid ist des Glückes Schatten.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Ein guter Trunk macht Alte jung.
Sprichw.Scherzhafter Trinkspruch über die belebende Wirkung des Weins.
Herkunft: Ein Reimspruch aus dem deutschen Trinkliedgut des 17. Jahrhunderts.
Siehe auch: Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren. Ein Glas in Gesellschaft ist besser als eine Flasche allein. Der Fisch will schwimmen.
Jeder ist seines Glückes Schmied.
Sprichw.Der Satz schreibt jedem Menschen zu, sein Leben durch eigenes Handeln zu gestalten, statt auf günstige Umstände zu warten.
Herkunft: Geht auf die lateinische Formel „faber est suae quisque fortunae“ zurück, die dem römischen Politiker Appius Claudius Caecus zugeschrieben wird.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Sprichw.Neben dem Materiellen braucht der Mensch auch anderes, um zufrieden zu sein.
Herkunft: Der Satz stammt aus der Bibel (5. Mose 8,3 und Matthäus 4,4).
QuelleAltes Testament, Neues Testament
Man muss die Feste feiern, wie sie fallen.
Sprichw.Eine Gelegenheit zur Freude sollte man wahrnehmen, wenn sie sich bietet.
Herkunft: „Fallen“ bezieht sich auf den Kalender: Die Feste fallen auf bestimmte Tage. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: GlückLebenJahreszeiten
Siehe auch: Dem Glück muss man nachhelfen.
Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
Sprichw.Für den Anfang braucht es Entschlossenheit, für das Ergebnis auch Umstände, die man nicht beeinflusst.
Herkunft: Der Ausspruch stammt von Demokrit.
QuelleDemokrit
Siehe auch: Frisch gewagt ist halb gewonnen. Wer warten kann, siegt am Ende. Der erste Schritt ist der schwerste.
Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen.
Sprichw.Wohlstand ist ein Verhältnis, kein Betrag.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus der stoischen und epikureischen Lebenslehre und findet sich bei Seneca und Epikur.
Themen: ReichtumBescheidenheitGlück
Siehe auch: Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht. Wer genug hat, ist reich. Das Glück wohnt selten in großen Häusern.
Die Seinen gibt's der Herr im Schlaf.
Sprichw.Manchen fällt ohne jede Anstrengung zu, wofür andere hart arbeiten. Meist mit einem Unterton von Neid gesagt.
Herkunft: Der Satz geht auf Psalm 127 im Alten Testament zurück.
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer das Glück sucht, findet es selten. Wer das Glück hat, führt die Braut heim. Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.
Wenn zwei Hunde um einen Knochen streiten, läuft der dritte damit fort.
Sprichw.Während zwei sich streiten, macht ein Dritter den Gewinn.
Herkunft: Das Bild ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und geht auf eine Fabel Äsops zurück.
QuelleÄsop
Siehe auch: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wo Liebe ist, da ist auch Streit.
Wer alles auf eine Karte setzt, hat keine zweite.
Sprichw.Wer keine Rücklage lässt, hat nach dem Fehlschlag nichts mehr.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Kartenspiel und ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: LeichtsinnVorsichtGlück
Siehe auch: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wer einmal Glück hatte, rechnet damit beim zweiten Mal. Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen.
Wer genug hat, ist reich.
Sprichw.Reichtum bemisst sich am Verhältnis von Besitz und Bedürfnis.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur epikureischen Lebenslehre und findet sich in Epikurs Brief an Menoikeus.
Themen: GlückReichtumBescheidenheit
QuelleEpikur
Siehe auch: Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Wer nichts hat, kann nichts verlieren.
Sprichw.Wer keinen Besitz zu schützen hat, muss auch nicht um ihn bangen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat, hat viel zu verlieren. Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Kurze Sprichwörter
Lachen ist gesund.
Sprichw.Heiterkeit wirkt sich auf das körperliche Befinden aus.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits im Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach ein fröhliches Herz der Gesundheit guttut.
Themen: GesundheitGlückLeben
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer gut schläft, lebt gut.
Trautes Heim, Glück allein.
Sprichw.Zu Hause fühlt man sich am wohlsten.
Herkunft: Ein Hausspruch des 19. Jahrhunderts, der über Türen und auf Wandtellern angebracht wurde. „Traut“ meint vertraut, nicht angetraut.
Themen: Haus und HeimatFamilieGlück
Siehe auch: Ein Haus ohne Menschen ist nur ein Gebäude. Eigener Herd ist Goldes wert. Die schönste Reise ist die Heimreise.
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