Sprichwörter · Alltag und Natur
Sprichwörter über die Jahreszeiten
Der Jahreslauf ist ein Ordnungsraster, an dem sich Arbeit, Wetter und Erwartung aufhängen lassen.
31 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2
Bekannte Sprichwörter
Der April macht die Blüte, der Mai macht sie schön.
Sprichw.Bauernregel über das Zusammenspiel der beiden Frühlingsmonate.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: NaturLandwirtschaft
Siehe auch: Märzenstaub und Märzenwind bringen Regen, der geschwind. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Auf einen strengen Winter folgt ein guter Sommer.
Sprichw.Bauernregel, die einem harten Winter eine gute Sommersaison zuschreibt.
Herkunft: Eine der Bauernregeln, für die sich kein statistischer Zusammenhang nachweisen lässt. Sie gehört zu den Ausgleichsregeln, die aus einem harten Winter eine Belohnung ableiten.
Siehe auch: Grüne Weihnacht, weiße Ostern. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Auf jeden Winter folgt ein Frühling.
Sprichw.Auf jede schwere Zeit folgt wieder eine bessere.
Herkunft: Eine volkstümliche Trostformel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Kein Wetter hält ewig. Jedes Jahr hat seinen Frühling. Ohne Regen kein Regenbogen.
Auf Sankt Gallen bleibt der Schnee im Tal liegen.
Sprichw.Lostagsregel zum 16. Oktober, die den Beginn der kalten Jahreszeit markiert.
Herkunft: Eine Lostagsregel, in deutschen Sammlungen des 18. Jahrhunderts belegt. Ein statistischer Zusammenhang lässt sich nicht nachweisen.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Der Frühling macht Hoffnung, der Herbst macht satt.
Sprichw.Die Aussicht ersetzt nicht die Ernte.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: LandwirtschaftHoffnung
Siehe auch: Der Herbst hält, was der Frühling versprach. Wer reichlich sät, wird reichlich ernten. Wer den Boden nährt, den nährt der Boden.
Grüne Weihnacht, weiße Ostern.
Sprichw.Bauernregel, nach der ein milder Dezember einen kalten Frühlingsanfang nach sich zieht.
Herkunft: Eine Ausgleichsregel, in deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Statistisch lässt sich der Zusammenhang nicht bestätigen.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Auf einen strengen Winter folgt ein guter Sommer. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.
Sprichw.Bauernregel zum 11. November: Frost oder Raureif am Martinstag gilt als Vorbote eines strengen Winters.
Herkunft: Eine Lostagsregel, in deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Ein statistischer Zusammenhang lässt sich nicht nachweisen.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Der Herbst hält, was der Frühling versprach.
Sprichw.Am Ende zeigt sich, ob die Aussichten getrogen haben.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: LandwirtschaftErfolg
Siehe auch: Wer reichlich sät, wird reichlich ernten. Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben. Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit.
Im Winter zeigt sich, wer Holz gemacht hat.
Sprichw.Wer im Sommer vorgesorgt hat, kommt durch den Winter.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel, verwandt mit der Fabel von Grille und Ameise.
Siehe auch: Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben. Vorbeugen ist besser als heilen. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Jede Jahreszeit hat ihre Arbeit.
Sprichw.Der bäuerliche Jahreslauf teilt die Arbeit fest ein.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel, verwandt mit dem Vers aus dem Buch Prediger, wonach alles seine Zeit hat.
Themen: LandwirtschaftArbeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer aufräumt, findet mehr als er sucht. Jeder Monat hat sein eigenes Wetter.
Jeder Monat hat sein eigenes Wetter.
Sprichw.Man soll vom einen Monat nicht das Wetter des anderen erwarten.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Jede Jahreszeit hat ihre Arbeit. Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Erwartungen. Der Frühling macht Hoffnung, der Herbst macht satt.
Jedes Jahr hat seinen Frühling.
Sprichw.Auf jede Ruhephase folgt wieder ein Anfang.
Herkunft: Eine volkstümliche Trostformel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Auf jeden Winter folgt ein Frühling. Ohne Regen kein Regenbogen. Nach Regen kommt Sonnenschein.
Märzenstaub und Märzenwind bringen Regen, der geschwind.
Sprichw.Bauernregel, die trockene und windige Märztage als Vorboten baldigen Regens deutet.
Herkunft: Eine Bauernregel ohne nachweisbaren statistischen Zusammenhang. Sie gehört zu den Ausgleichsregeln, die aus einem trockenen Monat einen nassen folgern.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Der April macht die Blüte, der Mai macht sie schön. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.
Sprichw.Bauernregel, die von feuchtem Herbstwetter auf einen schneereichen Winter schließt.
Herkunft: Eine Entsprechungsregel ohne nachweisbaren statistischen Zusammenhang.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit.
Sprichw.Wer die Vorarbeit verschiebt, zahlt später mit Mehraufwand.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: LandwirtschaftFleiß
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben. Der Winter ist keine Pause, nur eine andere Arbeit. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass.
Wie der Oktober, so der März.
Sprichw.Bauernregel, die vom Herbstwetter auf das kommende Frühjahr schließt.
Herkunft: Eine Bauernregel ohne nachweisbaren statistischen Zusammenhang. Sie gehört zu den Entsprechungsregeln, die von einem Monat auf einen späteren schließen.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost. Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Abendrot, Gutwetterbot; Morgenrot mit Regen droht.
Sprichw.Wetterregel, die aus der Färbung des Himmels auf den kommenden Tag schließt.
Herkunft: Die Regel hat einen physikalischen Kern. In unseren Breiten zieht das Wetter überwiegend von Westen heran. Ein rot gefärbter Abendhimmel im Westen zeigt trockene Luft in der Richtung an, aus der das Wetter der nächsten Stunden kommt.
Themen: Wetter
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
April, April, der macht, was er will.
Sprichw.Kommentar zum schnell wechselnden Aprilwetter.
Herkunft: Der Vers greift eine tatsächliche Wetterlage auf: Im April liegt Mitteleuropa häufig in einer wechselhaften Westströmung, in der sich Sonne, Regen und Graupel innerhalb weniger Stunden ablösen.
Themen: Wetter
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Fliegen die Schwalben niedrig, kommt Regen.
Sprichw.Bauernregel: Bei fallendem Luftdruck fliegen Insekten und damit auch Schwalben tiefer.
Herkunft: Die Beobachtung hat einen sachlichen Kern, weil Insekten bei feuchter Luft niedriger fliegen und Schwalben ihnen folgen.
Siehe auch: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass.
Sprichw.Bauernregel: Ein feuchter Mai gilt als günstig für die spätere Ernte.
Herkunft: Eine Bauernregel mit sachlichem Kern: Kühle und Feuchtigkeit im Mai verlängern die Wachstumsphase des Getreides und begünstigen die Kornfüllung.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Ist's zu Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein.
Sprichw.Bauernregel zum 2. Februar: Klares Wetter deutet auf eine anhaltende Kältephase hin.
Herkunft: Die Regel hat einen meteorologischen Kern. Klarer Himmel Anfang Februar zeigt eine Hochdrucklage über Mitteleuropa an, die kalte Luft festhält.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Kommt der Wind von Ost, gibt es keinen Trost.
Sprichw.Bauernregel über den Ostwind, der in Mitteleuropa im Winter Kälte und im Sommer Trockenheit bringt.
Herkunft: Die Regel bildet die tatsächliche Windverteilung ab: Ostwind führt kontinentale Luft heran, also im Winter kalte und im Sommer trockene.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.
Sprichw.Scherzhafte Bauernregel, die sich über die Beliebigkeit mancher Wetterprognosen lustig macht.
Herkunft: Ein Spottvers auf die Beliebigkeit mancher Bauernregel. Er ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und zeigt, dass die Skepsis gegenüber Wetterregeln nicht erst mit dem Wetterbericht aufkam.
Siehe auch: Fliegen die Schwalben niedrig, kommt Regen. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Man muss die Feste feiern, wie sie fallen.
Sprichw.Eine Gelegenheit zur Freude sollte man wahrnehmen, wenn sie sich bietet.
Herkunft: „Fallen“ bezieht sich auf den Kalender: Die Feste fallen auf bestimmte Tage. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Dem Glück muss man nachhelfen.
Regnet's auf Sankt Medardus, regnet's vierzig Tage danach.
Sprichw.Lostagsregel zum 8. Juni, die von einem Regentag auf eine anhaltende Nässeperiode schließt.
Herkunft: Die Regel entspricht der Siebenschläferregel und hat denselben Hintergrund: Anfang Juni stellt sich die sommerliche Großwetterlage ein, die dann einige Wochen anhält.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Sprichw.Ein einzelnes gutes Zeichen bedeutet noch nicht, dass sich die Lage insgesamt gewendet hat.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in einer Fabel Äsops belegt und findet sich in ähnlicher Form bei Aristoteles.
QuelleÄsop, Aristoteles
Siehe auch: Fliegen die Schwalben niedrig, kommt Regen. Man soll nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist.
Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Sprichw.Bauernregel zu den Eisheiligen Mitte Mai, nach denen erst danach frostfrei gepflanzt werden soll.
Herkunft: Bezieht sich auf die Namenstage der Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai, an denen in Mitteleuropa häufig ein letzter Kaltlufteinbruch auftritt.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.
Wer die Natur beobachtet, braucht keine Uhr.
Sprichw.Der Lauf des Jahres lässt sich an Pflanzen und Tieren ablesen.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel, die der phänologischen Kalenderrechnung zugrunde liegt.
Themen: NaturLandwirtschaft
Siehe auch: Wenn der Tau am Morgen liegt, bleibt das Wetter schön. Dreht der Wind, dreht das Wetter. Der Wald hat Ohren, das Feld hat Augen.
Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben.
Sprichw.Wer die günstige Zeit ungenutzt lässt, hat später nichts.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 10,5).
Themen: FleißSparenLandwirtschaft
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass. Im Winter zeigt sich, wer Holz gemacht hat.
Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Sprichw.Bauernregel, nach der das Wetter Ende Juni die Großwetterlage der folgenden Wochen anzeigt.
Herkunft: Der Siebenschläfertag am 27. Juni geht auf eine christliche Legende zurück. Meteorologisch trifft die Regel in Mitteleuropa tatsächlich mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu, weil sich in dieser Zeit die sommerliche Strömungslage einstellt.
Themen: WetterLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost. Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.
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