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Sprichwörter mit D
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14 Einträge mit Bedeutung
Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Sprichw.Ein Dankeswort ist mühelos gesagt und bedeutet dem anderen viel.
Herkunft: Eine jüngere Formel nach dem Muster des Satzes von der Höflichkeit, die nichts kostet.
Themen: DankbarkeitGroßzügigkeitNachbarn
Siehe auch: Ehre, wem Ehre gebührt. Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.
Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Sprichw.Auf Dank für erwiesene Hilfe sollte man sich nicht verlassen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca, der ein ganzes Buch über Wohltaten und Undank verfasste. Im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: DankbarkeitGroßzügigkeit
QuelleSeneca
Siehe auch: Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Demut ist der Anfang aller Weisheit.
Sprichw.Wer die eigenen Grenzen kennt, kann erst lernen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Augustinus und geht auf die Formel von der Furcht als Anfang der Weisheit zurück.
Themen: BescheidenheitHochmutWissen
QuelleAugustinus
Siehe auch: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Furcht ist der Anfang der Weisheit.
Das Denken soll man den Pferden überlassen, die haben den größeren Kopf.
Sprichw.Ein spöttischer Spruch, mit dem jemand angestrengtes Nachdenken abtut, meist scherzhaft als Aufforderung, sich nicht den Kopf zu zerbrechen.
Herkunft: Die genaue Herkunft ist nicht eindeutig belegt. Der Spruch gehört zu den scherzhaften Spott- und Trotzsprüchen, die im deutschsprachigen Raum mündlich überliefert wurden.
Auch: Das Denken überlässt man den Pferden, die haben den größeren Kopf. · Denken soll man den Pferden überlassen, die haben größere Köpfe.
Themen: Klugheit und DummheitTiereFaulheit
Siehe auch: Wer schläft, sündigt nicht. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt.
Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.
Sprichw.Berufliches und Privates sind auseinanderzuhalten.
Herkunft: Die Formel stammt aus der preußischen Militär- und Beamtensprache des 19. Jahrhunderts.
Themen: BerufArbeitTrinkenOrdnung
Siehe auch: Ein jeder tue, was seines Amtes ist. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
Doppelt gibt, wer schnell gibt.
Sprichw.Hilfe zur rechten Zeit ist doppelt so viel wert wie Hilfe, die auf sich warten lässt.
Publilius Syrusrömischer Spruchdichter, 1. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „bis dat qui cito dat“, die auf den römischen Autor Publilius Syrus zurückgeführt wird.
Themen: GroßzügigkeitZusammenhaltDankbarkeit
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Wohltun trägt Zinsen. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Viele Hände, schnelles Ende.
Doppelt hält besser.
Sprichw.Eine zusätzliche Absicherung schadet nie.
Herkunft: Die Formel stammt aus dem Handwerk, wo eine zweite Naht oder ein zweiter Nagel die Verbindung sichert.
Themen: VorsichtOrdnungHandwerk
Siehe auch: Handwerk hat goldenen Boden. Gelegenheit macht Diebe. Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
Sprichw.Bei jedem Umzug geht so viel zu Bruch oder verloren, dass sich der Schaden summiert.
Benjamin Franklinamerikanischer Staatsmann und Publizist, 1706 bis 1790
Herkunft: Der Gedanke wird auf eine Bemerkung Benjamin Franklins zurückgeführt.
Themen: Haus und HeimatGeldVeränderung
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Alte Bäume verpflanzt man nicht. Wie gewonnen, so zerronnen.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.
Sprichw.Vor einer lebenslangen Bindung sollte man genau hinsehen, ob man wirklich zusammenpasst.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Die Zeilen stammen aus Friedrich Schillers „Lied von der Glocke“ (1799).
Themen: EhePartnerschaftLiebeVorsicht
QuelleSchiller
Siehe auch: Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser. Ehen werden im Himmel geschlossen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.
Sprichw.Wer für einen arbeitet, dem soll man auch seinen Anteil lassen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Alten Testament (5. Mose 25,4) und wird im Neuen Testament als Bild für gerechte Entlohnung aufgegriffen.
Themen: DankbarkeitArbeitLandwirtschaftTiere
QuelleAltes Testament, Neues Testament
Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.
Sprichw.Wer wenig weiß, hält oft besonders viel von sich.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts. Das gemeinsame Holz meint denselben Wuchsgrund, also dieselbe Ursache.
Themen: Klugheit und DummheitHochmut
Siehe auch: Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise beantworten können. Ein Esel schilt den anderen Langohr. Die Friedhöfe sind voll von unersetzlichen Leuten.
Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.
Sprichw.Wird geäußert, wenn jemand ohne erkennbares Zutun besonders viel Erfolg hat.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt, also erst nach der Verbreitung der Kartoffel als Hauptnahrungsmittel. Sie gehört zu den neidvollen Sprichwörtern über unverdienten Erfolg.
Auch: Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.
Themen: GlückKlugheit und DummheitLandwirtschaft
Siehe auch: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Wer das Glück sucht, findet es selten. Wer das Glück hat, führt die Braut heim.
Durch dick und dünn gehen.
Sprichw.Jemandem in jeder Lage zur Seite stehen, auch wenn es schwierig wird.
Herkunft: „Dick“ meinte im Mittelhochdeutschen das Dickicht, „dünn“ das offene Feld. Wer durch dick und dünn geht, folgt einem anderen durch jedes Gelände.
Themen: PartnerschaftFreundschaftZusammenhalt
Siehe auch: In guten wie in schlechten Tagen.
Durch Schaden wird man klug.
Sprichw.Aus eigenen Fehlern lernt man nachhaltiger als aus guten Ratschlägen.
Herkunft: Die Wendung übersetzt das lateinische „quae nocent, docent“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Aus Schaden wird man klug.
Themen: ErfahrungKlugheit und DummheitMisserfolg
Siehe auch: Irren ist menschlich. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Gebranntes Kind scheut das Feuer.