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Sprichwörter mit D
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17 Einträge mit Bedeutung
Ein Dank ist die halbe Bezahlung.
Sprichw.Wer Anerkennung zeigt, gleicht damit einen Teil der Mühe aus.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: DankbarkeitGroßzügigkeitArbeit
Siehe auch: Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. Dank kostet nichts und wiegt doch schwer. Ehre, wem Ehre gebührt.
Dank ist eine Blume, die selten wächst.
Sprichw.Auf Dankbarkeit sollte man nicht rechnen.
Herkunft: Eine volkstümliche Bildformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: DankbarkeitGroßzügigkeitErfahrung
Siehe auch: Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende. Dankbarkeit ist eine seltene Tugend. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Sprichw.Ein Dankeswort ist mühelos gesagt und bedeutet dem anderen viel.
Herkunft: Eine jüngere Formel nach dem Muster des Satzes von der Höflichkeit, die nichts kostet.
Themen: DankbarkeitGroßzügigkeitNachbarn
Siehe auch: Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden. Ein Dank ist die halbe Bezahlung. Ehre, wem Ehre gebührt.
Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Sprichw.Auf Dank für erwiesene Hilfe sollte man sich nicht verlassen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca, der ein ganzes Buch über Wohltaten und Undank verfasste. Im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: DankbarkeitGroßzügigkeit
QuelleSeneca
Siehe auch: Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende. Dank ist eine Blume, die selten wächst. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Demut ist der Anfang aller Weisheit.
Sprichw.Wer die eigenen Grenzen kennt, kann erst lernen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Augustinus und geht auf die Formel von der Furcht als Anfang der Weisheit zurück.
Themen: BescheidenheitHochmutWissen
QuelleAugustinus
Siehe auch: Bescheidenheit ist nicht dasselbe wie Kleinmut. Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen. Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht.
Das Denken soll man den Pferden überlassen, die haben den größeren Kopf.
Sprichw.Ein spöttischer Spruch, mit dem jemand angestrengtes Nachdenken abtut, meist scherzhaft als Aufforderung, sich nicht den Kopf zu zerbrechen.
Herkunft: Die genaue Herkunft ist nicht eindeutig belegt. Der Spruch gehört zu den scherzhaften Spott- und Trotzsprüchen, die im deutschsprachigen Raum mündlich überliefert wurden.
Auch: Das Denken überlässt man den Pferden, die haben den größeren Kopf. · Denken soll man den Pferden überlassen, die haben größere Köpfe.
Themen: Klugheit und DummheitTiereFaulheit
Siehe auch: Wer schläft, sündigt nicht. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Wer hoch zu Ross sitzt, fällt tief.
Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.
Sprichw.Berufliches und Privates sind auseinanderzuhalten.
Herkunft: Die Formel stammt aus der preußischen Militär- und Beamtensprache des 19. Jahrhunderts.
Themen: BerufArbeitTrinkenOrdnung
Siehe auch: Ein jeder tue, was seines Amtes ist. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
Doppelt gibt, wer schnell gibt.
Sprichw.Hilfe zur rechten Zeit ist doppelt so viel wert wie Hilfe, die auf sich warten lässt.
Publilius Syrusrömischer Spruchdichter, 1. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „bis dat qui cito dat“, die auf den römischen Autor Publilius Syrus zurückgeführt wird.
Auch: Wer schnell gibt, gibt doppelt.
Themen: GroßzügigkeitZusammenhaltDankbarkeitZeitFreundschaft
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Eine kleine Hilfe zur rechten Zeit ist mehr als eine große zu spät. Die kleinste Gabe zur rechten Zeit ist die größte. Wohltun trägt Zinsen.
Doppelt hält besser.
Sprichw.Eine zusätzliche Absicherung schadet nie.
Herkunft: Die Formel stammt aus dem Handwerk, wo eine zweite Naht oder ein zweiter Nagel die Verbindung sichert.
Themen: VorsichtOrdnungHandwerk
Siehe auch: Handwerk hat goldenen Boden. Gelegenheit macht Diebe. Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Dreht der Wind, dreht das Wetter.
Sprichw.Ein Wechsel der Windrichtung kündigt fast immer eine neue Wetterlage an.
Herkunft: Die Regel hat einen physikalischen Kern: Ein Windsprung zeigt den Durchgang einer Luftmassengrenze an.
Siehe auch: Wetter und Laune ändern sich schnell. Wenn der Tau am Morgen liegt, bleibt das Wetter schön. Der Himmel lügt nicht, aber man liest ihn falsch.
Eine dreifache Schnur reißt nicht leicht.
Sprichw.Was mehrfach verbunden ist, hält länger als das Einzelne.
Herkunft: Aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 4,12), häufig als Trauspruch gewählt.
Themen: ZusammenhaltFreundschaftPartnerschaft
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer sich entschuldigen kann, ist der Stärkere. Einigkeit macht stark. Ein Finger allein macht keine Faust.
Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
Sprichw.Bei jedem Umzug geht so viel zu Bruch oder verloren, dass sich der Schaden summiert.
Benjamin Franklinamerikanischer Staatsmann und Publizist, 1706 bis 1790
Herkunft: Der Gedanke wird auf eine Bemerkung Benjamin Franklins zurückgeführt.
Themen: Haus und HeimatGeldVeränderung
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Alte Bäume verpflanzt man nicht. Wie gewonnen, so zerronnen.
Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.
Sprichw.Wer für einen arbeitet, dem soll man auch seinen Anteil lassen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Alten Testament (5. Mose 25,4) und wird im Neuen Testament als Bild für gerechte Entlohnung aufgegriffen.
Themen: DankbarkeitArbeitLandwirtschaftTiere
QuelleAltes Testament, Neues Testament
Siehe auch: Ein Dank ist die halbe Bezahlung.
Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.
Sprichw.Wer wenig weiß, hält oft besonders viel von sich.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts. Das gemeinsame Holz meint denselben Wuchsgrund, also dieselbe Ursache.
Themen: Klugheit und DummheitHochmut
Siehe auch: Wer über andere hinwegsieht, sieht auch nicht, wer ihm hilft. Graue Haare machen noch keinen Weisen. Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise beantworten können.
Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.
Sprichw.Wird geäußert, wenn jemand ohne erkennbares Zutun besonders viel Erfolg hat.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt, also erst nach der Verbreitung der Kartoffel als Hauptnahrungsmittel. Sie gehört zu den neidvollen Sprichwörtern über unverdienten Erfolg.
Auch: Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.
Themen: GlückKlugheit und DummheitLandwirtschaft
Siehe auch: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Wer das Glück sucht, findet es selten. Wer das Glück hat, führt die Braut heim.
Durch dick und dünn gehen.
Sprichw.Jemandem in jeder Lage zur Seite stehen, auch wenn es schwierig wird.
Herkunft: „Dick“ meinte im Mittelhochdeutschen das Dickicht, „dünn“ das offene Feld. Wer durch dick und dünn geht, folgt einem anderen durch jedes Gelände.
Themen: PartnerschaftFreundschaftZusammenhalt
Siehe auch: In guten wie in schlechten Tagen.
Durch Schaden wird man klug.
Sprichw.Aus eigenen Fehlern lernt man nachhaltiger als aus guten Ratschlägen.
Herkunft: Die Wendung übersetzt das lateinische „quae nocent, docent“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Aus Schaden wird man klug.
Themen: ErfahrungKlugheit und DummheitMisserfolg
Siehe auch: Irren ist menschlich. Aus einer Niederlage lernt man mehr als aus einem Sieg. Wer nur rechnet, verrechnet sich.