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Sprichwörter mit F
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15 Einträge mit Bedeutung
Der Fisch stinkt vom Kopf her.
Sprichw.Missstände in einer Organisation haben ihre Ursache meist an der Spitze.
Herkunft: Die Wendung ist als griechisches Sprichwort überliefert und bezog sich ursprünglich wörtlich auf den Verderb des Fisches, der am Kopf beginnt.
Siehe auch: Wie der Herr, so's Gescherr.
Der Fisch will schwimmen.
Sprichw.Scherzhafte Aufforderung, zum Fischgericht auch etwas zu trinken.
Herkunft: Ein Trinkspruch, im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Er diente als Rechtfertigung dafür, zum Fischgericht Wein zu reichen.
Siehe auch: Ein guter Trunk macht Alte jung.
Fleiß bringt Brot, Faulheit Not.
Sprichw.Wer arbeitet, kommt zurecht, wer sich drückt, gerät in Schwierigkeiten.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schulfibel-Tradition des 18. und 19. Jahrhunderts.
Fliegen die Schwalben niedrig, kommt Regen.
Sprichw.Bauernregel: Bei fallendem Luftdruck fliegen Insekten und damit auch Schwalben tiefer.
Herkunft: Die Beobachtung hat einen sachlichen Kern, weil Insekten bei feuchter Luft niedriger fliegen und Schwalben ihnen folgen.
Themen: WetterTiereJahreszeiten
Siehe auch: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Des einen Freud ist des anderen Leid.
Sprichw.Was für den einen ein Gewinn ist, bedeutet für den anderen einen Verlust.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und beschreibt die Beobachtung, dass Güter oft nur umverteilt und nicht vermehrt werden.
Ein Freund ist ein zweites Ich.
Sprichw.Ein enger Freund steht einem so nah wie man sich selbst.
Herkunft: Wiedergabe der lateinischen Formel „alter ego“, die auf Ciceros Schrift über die Freundschaft zurückgeht.
Themen: FreundschaftVertrauen
QuelleCicero
Siehe auch: Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund.
Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot.
Sprichw.Menschen, die im Ernstfall zur Stelle sind, gibt es nur wenige.
Herkunft: „Lot“ ist eine alte Gewichtseinheit von etwa 15 Gramm; die Formulierung betont damit, wie wenig solche Freunde wiegen, also wie selten sie sind.
Themen: FreundschaftUnglückVertrauen
Siehe auch: In der Not erkennt man seine Freunde. Im Unglück zeigt sich der Charakter.
Freundschaft will gepflegt sein.
Sprichw.Eine Beziehung hält nur, solange man etwas dafür tut.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: FreundschaftNachbarnZusammenhalt
Siehe auch: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Ein alter Freund ist besser als zwei neue. Alte Liebe rostet nicht.
Die Friedhöfe sind voll von unersetzlichen Leuten.
Sprichw.Spöttische Erinnerung daran, dass jeder ersetzbar ist.
Herkunft: Der Ausspruch wird Charles de Gaulle und mehreren anderen zugeschrieben, ohne dass sich ein Erstbeleg finden ließe.
Themen: HochmutTodBescheidenheit
Siehe auch: Ein Esel schilt den anderen Langohr. Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.
Frisch gewagt ist halb gewonnen.
Sprichw.Wer eine Sache entschlossen anpackt, hat den schwierigsten Teil bereits hinter sich.
Herkunft: Die Formel geht auf das lateinische „dimidium facti qui coepit habet“ bei Horaz zurück, wonach der Anfang schon die Hälfte der Tat ist.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Gesagt, getan. Der Appetit kommt beim Essen.
Der Frosch im Brunnen kennt das Meer nicht.
Sprichw.Wer nur seinen eigenen Bereich kennt, hält ihn für die ganze Welt.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem chinesischen Schrifttum und ist über Übersetzungen des 19. Jahrhunderts ins Deutsche gelangt.
Siehe auch: Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Reisen bildet.
Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Sprichw.Wer als Erster handelt, sichert sich den Vorteil.
Herkunft: Lehnübersetzung des englischen Sprichworts „the early bird catches the worm“.
Siehe auch: Morgenstund hat Gold im Mund. Wer lange schläft, den Tag verschläft.
Die Furcht hat große Augen.
Sprichw.Wer sich fürchtet, sieht die Gefahr größer, als sie ist.
Herkunft: Die Wendung übersetzt das lateinische „timor addit alas“ verwandte Bild vom Aufgeschreckten mit weit geöffneten Augen. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Auch: Angst hat große Augen.
Siehe auch: Man soll nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Furcht ist der Anfang der Weisheit.
Sprichw.Wer die Grenzen des eigenen Vermögens ernst nimmt, urteilt vorsichtiger. Ursprünglich religiös als Ehrfurcht gemeint.
Herkunft: Der Satz stammt aus Psalm 111 im Alten Testament, wo von der Furcht des Herrn die Rede ist.
Themen: AngstKlugheit und DummheitWissen
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Demut ist der Anfang aller Weisheit.
Die Furcht vor dem Übel ist schlimmer als das Übel selbst.
Sprichw.Die Erwartung des Schlimmen quält oft mehr als das Ereignis.
Publilius Syrusrömischer Spruchdichter, 1. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei antiken Autoren, unter anderem bei Publilius Syrus.
Themen: AngstVorsichtErfahrung
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Die Nacht ist keines Menschen Freund. Wer nachts nicht schlafen kann, dem fehlt am Tag der Mut.