Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über Freundschaft, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Gute Freunde kann man auch schweigend ertragen.
Sprichw.Vertrautheit zeigt sich daran, dass man das Gespräch nicht aufrechterhalten muss.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: FreundschaftVertrauenZusammenhalt
Siehe auch: Wer alles teilt, muss auch das Schweigen teilen können. Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund. Ein Freund ist ein zweites Ich.
Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund.
Sprichw.Wer in der Nähe wohnt, kann im Ernstfall schneller helfen als ein entfernter Vertrauter.
Herkunft: Ein ähnlicher Gedanke findet sich im biblischen Buch der Sprüche (27,10).
Auch: Der nächste Nachbar ist besser als der ferne Freund. · Ein guter Nachbar in der Not ist besser als ein ferner Freund.
Themen: NachbarnFreundschaftHaus und HeimatUnglückZusammenhalt
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Man braucht den Nachbarn erst, wenn es brennt. Geteilte Last ist halbe Last. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Ein Haus ohne Menschen ist nur ein Gebäude.
Sprichw.Was ein Zuhause ausmacht, sind nicht die Mauern.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: Haus und HeimatFamilieFreundschaft
Siehe auch: Trautes Heim, Glück allein. Eigener Herd ist Goldes wert. Gegensätze ziehen sich an.
Im Alter zählen die Freunde, die geblieben sind.
Sprichw.Am Ende bemisst sich der Ertrag eines Lebens an den Beziehungen, die gehalten haben.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: AlterFreundschaftVergangenheit
Siehe auch: Jeder Abschied ist eine Probe darauf, was bleibt. Wer in Ehren alt wird, hat mehr erreicht als der, der reich stirbt. Im Alter zählt nicht, was man hatte, sondern was man getan hat.
Jeder Abschied ist eine Probe darauf, was bleibt.
Sprichw.An der Trennung zeigt sich, was die Verbindung wirklich war.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: AbschiedFreundschaftVergangenheit
Siehe auch: Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck. Wer geht, lässt immer etwas zurück. Man geht nie ganz, man geht nur weiter.
Eine kleine Hilfe zur rechten Zeit ist mehr als eine große zu spät.
Sprichw.Der Zeitpunkt entscheidet über den Wert der Unterstützung.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Satz, doppelt gebe, wer schnell gebe.
Themen: GroßzügigkeitZeitFreundschaft
Siehe auch: Doppelt gibt, wer schnell gibt. Die kleinste Gabe zur rechten Zeit ist die größte. Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten.
Die kleinste Gabe zur rechten Zeit ist die größte.
Sprichw.Der Wert einer Hilfe hängt weniger vom Umfang ab als vom Zeitpunkt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Publilius Syrus, verwandt mit der Formel vom doppelten Geben des schnell Gebenden.
Themen: GroßzügigkeitZeitFreundschaft
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Eine kleine Hilfe zur rechten Zeit ist mehr als eine große zu spät. Doppelt gibt, wer schnell gibt. Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten.
Die Liebe ist blind, die Freundschaft schließt die Augen zu.
Sprichw.Verliebte sehen die Fehler nicht, Freunde sehen sie und übersehen sie absichtlich.
Herkunft: Eine französische Sentenz, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.
Themen: LiebeFreundschaftErfahrung
Siehe auch: Wer einen Freund ohne Fehler sucht, bleibt ohne Freund. Wer den Wein lobt, hat ihn meist schon getrunken. Liebe macht blind.
Reichtum macht selten Freunde und oft einsam.
Sprichw.Wer vermögend ist, weiß nie sicher, wem er wichtig ist.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: ReichtumFreundschaftUnglück
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat, hat viel zu verlieren. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferde.
Sprichw.Vertrauen wächst langsam und ist mit einem einzigen Vorfall wieder verspielt.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Niederländischen. Das Bild vom langsamen Kommen und schnellen Gehen findet sich auch bei Gerüchten und beim Ruf.
Themen: VertrauenFreundschaftEhrlichkeit
Siehe auch: Vertrauen zerbricht schneller, als es entsteht. Vertrauen braucht Jahre, Misstrauen Sekunden.
Wer allein geht, geht schneller; wer zusammen geht, kommt weiter.
Sprichw.Alleingang ist schneller, gemeinsames Vorgehen trägt weiter.
Herkunft: Die Formel wird als afrikanisches Sprichwort zitiert, ohne dass sich eine Quelle nachweisen ließe.
Themen: ZusammenhaltErfolgFreundschaft
Siehe auch: Wer zusammen reist, lernt sich kennen. Wer warten kann, siegt am Ende. Viele Tropfen machen ein Meer.
Wer alles teilt, muss auch das Schweigen teilen können.
Sprichw.Zur Gemeinsamkeit gehört auch, nebeneinander still sein zu können.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: PartnerschaftFreundschaftZusammenhalt
Siehe auch: Gute Freunde kann man auch schweigend ertragen. Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund. Zwei Bäume wachsen nebeneinander, nicht ineinander.
Wer aus Rücksicht lügt, spart den Schmerz nur auf.
Sprichw.Die schonende Unwahrheit verschiebt die unangenehme Wahrheit nur.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Kommunikationsberatung.
Themen: LügenWahrheitFreundschaft
Wer gehen will, den soll man nicht halten.
Sprichw.Ein Mensch, der sich entschieden hat, lässt sich ohnehin nicht umstimmen.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet aus der älteren Gastregel, man solle niemanden am Gehen hindern.
Themen: AbschiedFreundschaftPartnerschaft
Siehe auch: Wer sich richtig verabschiedet, kann wiederkommen. Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck. Wer geht, lässt immer etwas zurück.
Wer geht, lässt immer etwas zurück.
Sprichw.Jeder Aufbruch hinterlässt eine Lücke, auch beim Gehenden selbst.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Gedanken vom Abschied als kleinem Sterben.
Themen: AbschiedVergangenheitFreundschaft
Siehe auch: Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck. Man geht nie ganz, man geht nur weiter. Jeder Abschied ist eine Probe darauf, was bleibt.
Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck.
Sprichw.Beim Aufbruch bleibt nicht nur etwas zurück, es geht auch etwas mit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: AbschiedVergangenheitFreundschaft
Siehe auch: Man geht nie ganz, man geht nur weiter. Wer geht, lässt immer etwas zurück. Jeder Abschied ist eine Probe darauf, was bleibt.
Wer gut kocht, hat immer Gäste.
Sprichw.Gutes Essen zieht Menschen an, ohne dass man sie einladen müsste.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: EssenNachbarnFreundschaft
Siehe auch: Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder. Beim Geizigen isst man satt an der Einladung.
Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten.
Sprichw.Die wirksamste Hilfe kommt, bevor man darum bitten muss.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: GroßzügigkeitFreundschaftNachbarn
Siehe auch: Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Man braucht den Nachbarn erst, wenn es brennt.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
In der Not erkennt man seine Freunde.
Sprichw.Erst wenn es schwierig wird, zeigt sich, auf wen man sich wirklich verlassen kann.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „amicus certus in re incerta cernitur“, das Cicero in seiner Schrift über die Freundschaft zitiert.
Auch: Den Freund erkennt man in der Not.
Themen: FreundschaftUnglückVertrauen
QuelleCicero
Siehe auch: Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot. Man braucht den Nachbarn erst, wenn es brennt. Geteilte Last ist halbe Last.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
Sprichw.Regelmäßige kleine Aufmerksamkeiten halten eine Beziehung lebendig.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Gemeint war ursprünglich die regelmäßige gegenseitige Gabe, die eine Beziehung im Gleichgewicht hält.
Themen: FreundschaftGroßzügigkeitNachbarn
Siehe auch: Freundschaft will gepflegt sein.
Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende.
Sprichw.Eine Wohltat bleibt dem länger im Gedächtnis, der sie erwiesen hat.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca in seiner Schrift über die Wohltaten.
Themen: DankbarkeitGroßzügigkeitFreundschaft
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Was man verschenkt, hat man behalten. Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Der Reiche hat viele Freunde, der Arme wenige.
Sprichw.Zuneigung folgt oft dem Vorteil und nicht der Person.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 14,20).
Themen: ReichtumArmutFreundschaft
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer Schulden macht, verkauft seine Freiheit. Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn. Borgen macht Sorgen.
Wer ein Licht teilt, verliert nichts davon.
Sprichw.Manches vermehrt sich, wenn man es weitergibt, statt sich zu verringern.
Herkunft: Das Bild von der Kerze, die eine andere entzündet, ohne selbst schwächer zu werden, ist in der antiken Literatur belegt.
Themen: GroßzügigkeitWissenFreundschaft
Siehe auch: Geteiltes Brot schmeckt besser. Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.
Wer einen Freund ohne Fehler sucht, bleibt ohne Freund.
Sprichw.Wer den Maßstab zu hoch legt, findet niemanden.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in mehreren europäischen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert.
Themen: FreundschaftBescheidenheitErfahrung
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Die Liebe ist blind, die Freundschaft schließt die Augen zu. Irren ist menschlich.
Wer Geld verleiht, verliert es oder den Freund.
Sprichw.Ein Darlehen unter Freunden endet meist mit einem Verlust, so oder so.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: GeldFreundschaftVertrauen
Siehe auch: Vertrauen ist eine Vorleistung. Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen. Leichtsinn ist teurer als Vorsicht.
Kurze Sprichwörter
Kurze Rechnung, lange Freundschaft.
Sprichw.Wer offene Beträge schnell begleicht, erhält sich die gute Beziehung.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Französischen, wo von kurzen Rechnungen und langer Freundschaft die Rede ist.
Themen: GeldFreundschaftHandel
Mitgefangen, mitgehangen.
Sprichw.Wer bei einer Sache mitgemacht hat, trägt die Folgen mit, auch wenn er nur am Rand beteiligt war.
Herkunft: Der Reimspruch stammt aus der Rechtssprache und meinte ursprünglich die Mithaftung von Beteiligten. In deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Recht und GerechtigkeitFreundschaftStreit
Siehe auch: Der Hehler ist so schlimm wie der Stehler.
Scheiden tut weh.
Sprichw.Jeder Abschied fällt schwer, selbst wenn er nötig ist.
Herkunft: Die Wendung stammt aus dem Volkslied „Muss i denn zum Städtele hinaus“.
Themen: AbschiedLiebeFreundschaft
QuelleVolkslied
Siehe auch: Wer sich richtig verabschiedet, kann wiederkommen. Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck. Wer geht, lässt immer etwas zurück.
Unglück verbindet.
Sprichw.Gemeinsam durchgestandene Not schafft Bindungen, die sonst nicht entstanden wären.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: UnglückZusammenhaltFreundschaft
Siehe auch: Geteilte Freude ist doppelte Freude. Geteiltes Brot schmeckt besser.
Vertrauen ist eine Vorleistung.
Sprichw.Wer vertraut, geht in Vorleistung, bevor sich zeigt, ob es gerechtfertigt war.
Herkunft: Eine Formel aus der Sozialwissenschaft des 20. Jahrhunderts, ohne älteren volkstümlichen Beleg.
Themen: VertrauenFreundschaftMut
Siehe auch: Wer vertraut, dem wird vertraut. Wer Geld verleiht, verliert es oder den Freund. Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer.
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