Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über Vertrauen, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Wer blind vertraut, wird sehend enttäuscht.
Sprichw.Vertrauen ohne jede Prüfung endet regelmäßig in der Ernüchterung.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: LeichtsinnVertrauenErfahrung
Siehe auch: Wer viel verspricht, hält wenig. Versprechen und Halten sind zweierlei. Undank ist der Welt Lohn.
Wer den anderen halten will, muss ihn gehen lassen können.
Sprichw.Eine Verbindung hält nur, wenn beide freiwillig bleiben.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur.
Themen: PartnerschaftLiebeVertrauen
Siehe auch: Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Wer bewacht, verliert.
Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen.
Sprichw.Ständiges Nachfragen erzeugt genau das Misstrauen, das es aufdecken wollte.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet nach dem biblischen Muster von Saat und Ernte.
Themen: EifersuchtPartnerschaftVertrauen
Siehe auch: Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen. Argwohn ist der Anfang der Eifersucht. Wer vertraut, schläft besser.
Wer eifersüchtig ist, traut vor allem sich selbst nicht.
Sprichw.Hinter dem Misstrauen gegenüber dem anderen steckt oft das Misstrauen gegenüber der eigenen Anziehungskraft.
Herkunft: Eine jüngere Formel aus der Ratgeberliteratur des 20. Jahrhunderts.
Themen: EifersuchtVertrauenLiebe
Siehe auch: Wer immer fragt, ob er geliebt wird, glaubt es ohnehin nicht. Eifersucht ist die Furcht vor dem Vergleich.
Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen.
Sprichw.Ein Vertrauensbruch wirkt über den Einzelfall hinaus.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits in einer Fabel Äsops und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: VertrauenLügenErfahrung
QuelleÄsop
Siehe auch: Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen. Leicht versprochen, schwer gehalten. Eine Lüge ist schnell gesagt und lange nicht vergessen.
Wer einmal ehrlich war, dem glaubt man auch das Unangenehme.
Sprichw.Aufrichtigkeit ist ein Vorrat, von dem man später zehrt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EhrlichkeitVertrauenWahrheit
Siehe auch: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. Wer sich rühmt, dem glaubt man nicht. Eine Lüge ist schnell gesagt und lange nicht vergessen.
Wer immer fragt, ob er geliebt wird, glaubt es ohnehin nicht.
Sprichw.Die ständige Rückversicherung ersetzt kein Vertrauen, sie zeigt nur, dass keines da ist.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: EifersuchtLiebeVertrauen
Siehe auch: Wer eifersüchtig ist, traut vor allem sich selbst nicht. Eifersucht ist die Furcht vor dem Vergleich.
Wer immer kontrolliert, wird immer etwas finden.
Sprichw.Wer lange genug sucht, deutet am Ende auch Harmloses als Beweis.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: EifersuchtVertrauenMisserfolg
Siehe auch: Wer sucht, findet auch, was nicht da ist. Eifersucht braucht keinen Grund, nur einen Anlass. Die Eifersucht braucht keine Beweise, sie hat Vermutungen.
Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Sprichw.Zuneigung ohne Vertrauen ist keine, sondern ein Besitzanspruch.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur, ohne älteren Beleg.
Themen: EifersuchtLiebeVertrauen
Siehe auch: Wer bewacht, verliert. Wer vertraut, schläft besser. Wer liebt, macht sich verwundbar.
Wer sich rühmt, dem glaubt man nicht.
Sprichw.Selbstlob mindert die Glaubwürdigkeit statt sie zu erhöhen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Themen: HochmutBescheidenheitVertrauen
Siehe auch: Eigenlob stinkt. Der leerste Krug klingt am lautesten. Wer viel weiß, redet wenig.
Wer sucht, findet auch, was nicht da ist.
Sprichw.Die gezielte Suche erzeugt Funde, wo keine sind.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit der Beobachtung, dass Erwartung die Wahrnehmung lenkt.
Themen: EifersuchtVertrauenWahrheit
Siehe auch: Eifersucht schärft den Blick für das, was nicht da ist. Wer immer kontrolliert, wird immer etwas finden. Eifersucht braucht keinen Grund, nur einen Anlass.
Wer Vertrauen schenkt, macht den anderen größer.
Sprichw.Zutrauen verändert den, dem es entgegengebracht wird.
Herkunft: Eine Formel aus der Pädagogik des 20. Jahrhunderts.
Wer vertraut, dem wird vertraut.
Sprichw.Vertrauen entsteht durch Vorleistung und erzeugt Vertrauen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: VertrauenFreundschaftNachbarn
Siehe auch: Wer niemandem traut, dem traut auch niemand. Vertrauen ist eine Vorleistung. Wie du mir, so ich dir.
Wer wenig verspricht, kann viel halten.
Sprichw.Niedrige Erwartungen lassen sich leichter übertreffen.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: BescheidenheitEhrlichkeitVertrauen
Siehe auch: Versprochen ist versprochen. Versprechen und Halten sind zweierlei. Im Handel gilt das Wort.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.
Sprichw.Ist das Vertrauen einmal beschädigt, wird auch späteren wahren Aussagen misstraut.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Der Gedanke findet sich bereits in einer Fabel Äsops vom Hirtenjungen, der zum Spaß vor dem Wolf warnt.
Themen: LügenVertrauenEhrlichkeit
QuelleÄsop
Siehe auch: Wer einmal ehrlich war, dem glaubt man auch das Unangenehme. Eine Lüge ist schnell gesagt und lange nicht vergessen. Wer sich rühmt, dem glaubt man nicht.
Wer Geld verleiht, verliert es oder den Freund.
Sprichw.Ein Darlehen unter Freunden endet meist mit einem Verlust, so oder so.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: GeldFreundschaftVertrauen
Siehe auch: Vertrauen ist eine Vorleistung. Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen. Leichtsinn ist teurer als Vorsicht.
Wer niemandem traut, dem traut auch niemand.
Sprichw.Misstrauen fällt auf denjenigen zurück, der es aussendet.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Der Satz beschreibt das Misstrauen als sich selbst erfüllende Erwartung.
Themen: VertrauenFreundschaftStreit
Siehe auch: Wer vertraut, dem wird vertraut. Wie du mir, so ich dir. Wer vertraut, schläft besser.
Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen.
Sprichw.Wer die Erledigung anderen überlässt, steht am Ende ohne Ergebnis da.
Herkunft: Der Reimspruch spielt mit den beiden Bedeutungen von „verlassen“. In deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: VertrauenArbeitErfahrung
Siehe auch: In der Schule lernt man nicht für den Lehrer.
Wer viel verspricht, hält wenig.
Sprichw.Große Ankündigungen sind ein schlechtes Zeichen für die spätere Einlösung.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Versprechen und Halten sind zweierlei. Leicht versprochen, schwer gehalten. Im Handel gilt das Wort.
Wer viele Freunde hat, hat keinen.
Sprichw.Wer sich mit jedem gut stellt, hat zu niemandem eine wirkliche Bindung.
Herkunft: Der Gedanke wird Aristoteles zugeschrieben und ist bei Diogenes Laertios überliefert.
Themen: FreundschaftVertrauenErfahrung
QuelleAristoteles, Diogenes Laertios
Kurze Sprichwörter
Wer lügt, der trügt.
Sprichw.Wer bei einer Unwahrheit ertappt wird, dem traut man auch sonst Betrug zu.
Herkunft: Ein Stabreimpaar aus zwei bedeutungsverwandten Verben, wie es das Deutsche in Rechtsformeln häufig bildet. In Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: LügenEhrlichkeitVertrauen
Siehe auch: Wer im Handel lügt, verkauft nur einmal. Wer alles glaubt, wird oft betrogen. Lügen haben kurze Beine.
Wer schweigt, stimmt zu.
Sprichw.Wer einer Behauptung nicht widerspricht, gilt als einverstanden.
Herkunft: Wiedergabe der lateinischen Rechtsregel „qui tacet, consentire videtur“.
Themen: WahrheitStreitVertrauen
Siehe auch: Keine Antwort ist auch eine Antwort. Wer die Wahrheit verschweigt, lügt mit. Wer die Wahrheit kennt und sie nicht sagt, ist ein Feigling.
Wer vertraut, schläft besser.
Sprichw.Misstrauen kostet nicht nur die Beziehung, sondern auch die Nachtruhe.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EifersuchtVertrauenSchlaf
Siehe auch: Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen. Argwohn ist der Anfang der Eifersucht.
Worte sind Wind.
Sprichw.Auf bloße Ankündigungen sollte man sich nicht verlassen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Wind für das Folgenlose ist wesentlich älter.
Themen: WahrheitLügenVertrauen
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Papier ist geduldig. Taten sagen mehr als Worte. Ein Schelm gibt mehr, als er hat.
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