Sprichwörter · Charakter und Verhalten
Sprichwörter über Großzügigkeit
Geben und Nehmen werden in Sprichwörtern gern verrechnet. Reine Selbstlosigkeit kommt selten vor, ein kluger Ausgleich dafür umso öfter.
34 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2
Bekannte Sprichwörter
Ein Dank ist die halbe Bezahlung.
Sprichw.Wer Anerkennung zeigt, gleicht damit einen Teil der Mühe aus.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: DankbarkeitArbeit
Siehe auch: Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. Dank kostet nichts und wiegt doch schwer. Ehre, wem Ehre gebührt.
Dank ist eine Blume, die selten wächst.
Sprichw.Auf Dankbarkeit sollte man nicht rechnen.
Herkunft: Eine volkstümliche Bildformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: DankbarkeitErfahrung
Siehe auch: Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende. Dankbarkeit ist eine seltene Tugend. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Sprichw.Ein Dankeswort ist mühelos gesagt und bedeutet dem anderen viel.
Herkunft: Eine jüngere Formel nach dem Muster des Satzes von der Höflichkeit, die nichts kostet.
Themen: DankbarkeitNachbarn
Siehe auch: Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden. Ein Dank ist die halbe Bezahlung. Ehre, wem Ehre gebührt.
Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Sprichw.Auf Dank für erwiesene Hilfe sollte man sich nicht verlassen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca, der ein ganzes Buch über Wohltaten und Undank verfasste. Im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: Dankbarkeit
QuelleSeneca
Siehe auch: Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende. Dank ist eine Blume, die selten wächst. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Geben, ohne zu rechnen, ist die einzige Großzügigkeit.
Sprichw.Wer beim Schenken kalkuliert, schenkt nicht, sondern investiert.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Gedanken bei Seneca, die Wohltat liege in der Gesinnung.
Themen: GeldBescheidenheit
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden. Wer gibt, macht sich frei.
Großzügigkeit ist eine Übung, keine Anlage.
Sprichw.Wer teilen will, muss es sich angewöhnen; von selbst stellt es sich nicht ein.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: LernenBescheidenheit
Siehe auch: Geben, ohne zu rechnen, ist die einzige Großzügigkeit. Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Großzügigkeit kostet weniger, als man denkt.
Sprichw.Der Aufwand für eine Geste ist meist geringer als ihre Wirkung.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Ursprung.
Siehe auch: Wer gern gibt, dem gibt man gern. Misstrauen kostet mehr als jeder Betrug. Geben, ohne zu rechnen, ist die einzige Großzügigkeit.
Eine kleine Hilfe zur rechten Zeit ist mehr als eine große zu spät.
Sprichw.Der Zeitpunkt entscheidet über den Wert der Unterstützung.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Satz, doppelt gebe, wer schnell gebe.
Themen: ZeitFreundschaft
Siehe auch: Doppelt gibt, wer schnell gibt. Die kleinste Gabe zur rechten Zeit ist die größte. Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten.
Die kleinste Gabe zur rechten Zeit ist die größte.
Sprichw.Der Wert einer Hilfe hängt weniger vom Umfang ab als vom Zeitpunkt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Publilius Syrus, verwandt mit der Formel vom doppelten Geben des schnell Gebenden.
Themen: ZeitFreundschaft
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Eine kleine Hilfe zur rechten Zeit ist mehr als eine große zu spät. Doppelt gibt, wer schnell gibt. Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten.
Was man verschenkt, hat man behalten.
Sprichw.Das Weitergegebene bleibt in anderer Form erhalten.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit der stoischen Besitzlehre.
Themen: ReichtumDankbarkeit
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Die gebende Hand wird nicht leer. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten.
Wer gibt, macht sich frei.
Sprichw.Wer teilt, löst sich zugleich von der Sorge um den Besitz.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen und zur christlichen Besitzlehre und findet sich bei Seneca.
Themen: ReichtumBescheidenheit
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten.
Sprichw.Die wirksamste Hilfe kommt, bevor man darum bitten muss.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: FreundschaftNachbarn
Siehe auch: Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Man braucht den Nachbarn erst, wenn es brennt.
Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben.
Sprichw.Wer sich verschließt, muss auch selbst mit Zurückhaltung rechnen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten. Wer gern gibt, dem gibt man gern. Wohltun trägt Zinsen.
Wer Vertrauen schenkt, macht den anderen größer.
Sprichw.Zutrauen verändert den, dem es entgegengebracht wird.
Herkunft: Eine Formel aus der Pädagogik des 20. Jahrhunderts.
Themen: VertrauenFreundschaft
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Doppelt gibt, wer schnell gibt.
Sprichw.Hilfe zur rechten Zeit ist doppelt so viel wert wie Hilfe, die auf sich warten lässt.
Publilius Syrusrömischer Spruchdichter, 1. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „bis dat qui cito dat“, die auf den römischen Autor Publilius Syrus zurückgeführt wird.
Auch: Wer schnell gibt, gibt doppelt.
Themen: ZusammenhaltDankbarkeitZeitFreundschaft
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Eine kleine Hilfe zur rechten Zeit ist mehr als eine große zu spät. Die kleinste Gabe zur rechten Zeit ist die größte. Wohltun trägt Zinsen.
Geben ist seliger denn nehmen.
Sprichw.Wer etwas gibt, hat mehr davon als der, der nur empfängt.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Apostelgeschichte 20,35).
Auch: Geben ist seliger als Nehmen.
Themen: DankbarkeitZusammenhalt
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden. Wer gern gibt, dem gibt man gern.
Die gebende Hand wird nicht leer.
Sprichw.Wer großzügig ist, verarmt daran nicht.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach dem Gebenden nichts mangelt.
Themen: ReichtumDankbarkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Was man verschenkt, hat man behalten. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten.
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Sprichw.An einem Geschenk soll man nicht herummäkeln.
Herkunft: Beim Pferdekauf wurde das Alter am Gebiss geprüft. Bei einem geschenkten Tier galt diese Prüfung als unhöflich.
Themen: DankbarkeitTiere
Siehe auch: Wer hoch zu Ross sitzt, fällt tief. Das Denken soll man den Pferden überlassen, die haben den größeren Kopf.
Jeder ist sich selbst der Nächste.
Sprichw.Im Zweifel achtet jeder zuerst auf den eigenen Vorteil.
Herkunft: Die Formel ist die ironische Umkehrung des biblischen Gebots der Nächstenliebe und im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer sich absondert, sucht seinen eigenen Vorteil. Wer jeden Vorteil sucht, findet keinen Partner.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
Sprichw.Regelmäßige kleine Aufmerksamkeiten halten eine Beziehung lebendig.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Gemeint war ursprünglich die regelmäßige gegenseitige Gabe, die eine Beziehung im Gleichgewicht hält.
Themen: FreundschaftNachbarn
Siehe auch: Freundschaft will gepflegt sein.
Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende.
Sprichw.Eine Wohltat bleibt dem länger im Gedächtnis, der sie erwiesen hat.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca in seiner Schrift über die Wohltaten.
Themen: DankbarkeitFreundschaft
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Was man verschenkt, hat man behalten. Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Ein Schelm gibt mehr, als er hat.
Sprichw.Wer über seine Verhältnisse verspricht, kann nicht liefern; scherzhaft auch als Entschuldigung gebraucht.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. „Schelm“ meinte damals den Betrüger, nicht den harmlosen Spaßvogel.
Themen: LügenEhrlichkeit
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Worte sind Wind. Papier ist geduldig.
Wer ein Licht teilt, verliert nichts davon.
Sprichw.Manches vermehrt sich, wenn man es weitergibt, statt sich zu verringern.
Herkunft: Das Bild von der Kerze, die eine andere entzündet, ohne selbst schwächer zu werden, ist in der antiken Literatur belegt.
Themen: WissenFreundschaft
Siehe auch: Geteiltes Brot schmeckt besser. Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.
Wer gern gibt, dem gibt man gern.
Sprichw.Wer sich großzügig zeigt, erfährt auch selbst Großzügigkeit.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Lukasevangelium, wonach mit demselben Maß gemessen werde, mit dem man selbst misst.
Themen: DankbarkeitNachbarn
Siehe auch: Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben. Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden.
Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden.
Sprichw.Der Gebende soll nicht davon sprechen, der Empfangende schon.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca in seiner Schrift über die Wohltaten.
Themen: DankbarkeitBescheidenheit
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, macht sich frei.
Wer gibt, wird nicht ärmer.
Sprichw.Großzügigkeit mindert das Vermögen weniger, als man befürchtet.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 11,24).
Themen: ReichtumDankbarkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Was man verschenkt, hat man behalten. Die gebende Hand wird nicht leer. Wohltun trägt Zinsen.
Kurze Sprichwörter
Besitz verpflichtet.
Sprichw.Wer viel hat, trägt für den Umgang damit Verantwortung.
Herkunft: Die Formel geht auf Artikel 14 des deutschen Grundgesetzes zurück, wonach Eigentum verpflichtet; der Gedanke ist älter.
Themen: ReichtumRecht und Gerechtigkeit
QuelleGrundgesetz
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer gibt, macht sich frei. Wer viel hat, hat viel zu verlieren.
Besser geben als borgen.
Sprichw.Eine Gabe belastet die Beziehung weniger als ein Darlehen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: GeldFreundschaft
Siehe auch: Großzügigkeit kostet weniger, als man denkt. Geld und Freundschaft verträgt sich schlecht. Geben, ohne zu rechnen, ist die einzige Großzügigkeit.
Geteiltes Brot schmeckt besser.
Sprichw.Was man mit anderen teilt, gewinnt an Wert, statt zu verlieren.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel aus dem Umfeld der Tischsprüche, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: EssenFreundschaft
Siehe auch: Wer ein Licht teilt, verliert nichts davon. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Wer miteinander isst, streitet weniger.
Wer schenkt, verpflichtet.
Sprichw.Eine Gabe erzeugt beim Empfänger eine Verpflichtung, ob gewollt oder nicht.
Herkunft: Der Gedanke ist ein Grundmotiv der Gesellschaftslehre und wurde von Marcel Mauss beschrieben; als Sprichwort ist er älter.
Themen: DankbarkeitNachbarn
QuelleMarcel Mauss
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