Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über Reichtum, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Reichtum macht selten Freunde und oft einsam.
Sprichw.Wer vermögend ist, weiß nie sicher, wem er wichtig ist.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: ReichtumFreundschaftUnglück
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat, hat viel zu verlieren. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Das Schönste am Lernen ist, dass es niemand wegnehmen kann.
Sprichw.Kenntnisse sind der einzige Besitz, der sich nicht enteignen lässt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Philosophen, unter anderem in einer Anekdote über Simonides.
QuelleSimonides
Siehe auch: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Die Schule gibt Wissen, nicht Verstand. Wissen veraltet, Denken nicht.
Der Tod nimmt nichts mit und lässt nichts zurück.
Sprichw.Am Ende zählt kein Besitz, und doch bleibt für die Hinterbliebenen einiges liegen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Satz vom letzten Hemd ohne Taschen.
Siehe auch: Sterben muss jeder für sich allein. Der Tod macht alle gleich. Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Über Geld spricht man nicht, man hat es.
Sprichw.Eine Redensart, die den offenen Umgang mit Vermögensfragen als unfein abtut.
Herkunft: Die Formel wird der Bankiersfamilie Rothschild zugeschrieben, ohne dass sich ein Erstbeleg finden ließe. Verbreitet ist sie seit dem 20. Jahrhundert.
Themen: GeldBescheidenheitReichtum
Was man verschenkt, hat man behalten.
Sprichw.Das Weitergegebene bleibt in anderer Form erhalten.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit der stoischen Besitzlehre.
Themen: GroßzügigkeitReichtumDankbarkeit
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Die gebende Hand wird nicht leer. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten.
Wer alles behalten will, verliert am Ende alles.
Sprichw.Übertriebenes Festhalten kann mehr kosten, als rechtzeitiges Loslassen gebracht hätte.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in einer Fabel Äsops vom Hund, der die Beute im Wasserspiegel sieht und darüber die eigene verliert.
QuelleÄsop
Siehe auch: Der Geizige gibt erst im Tod. Wie gewonnen, so zerronnen.
Wer gibt, macht sich frei.
Sprichw.Wer teilt, löst sich zugleich von der Sorge um den Besitz.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen und zur christlichen Besitzlehre und findet sich bei Seneca.
Themen: GroßzügigkeitReichtumBescheidenheit
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Wer in Ehren alt wird, hat mehr erreicht als der, der reich stirbt.
Sprichw.Ein tadelloser Ruf wiegt am Lebensende schwerer als Vermögen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: AlterEhrlichkeitReichtum
Siehe auch: Im Handel ist der Ruf das Kapital. Im Alter zählt nicht, was man hatte, sondern was man getan hat. Ein guter Name ist besser als Reichtum.
Wer nichts ausgibt, hat auch nichts erlebt.
Sprichw.Wer nur zurücklegt, bekommt für sein Geld auch nichts.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer lebt, muss Abschied nehmen lernen.
Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Sprichw.Missgunst richtet sich nur gegen den, der etwas vorzuweisen hat.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Moralisten und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Der Neidische magert an fremdem Fett. Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat, hat viel zu verlieren.
Wer reich werden will, muss früh anfangen oder erben.
Sprichw.Nüchterne Feststellung über die tatsächlichen Wege zum Vermögen.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer trinkt, um zu vergessen, soll vorher bezahlen. Morgen, morgen, nur nicht heute. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten.
Sprichw.Wer leicht abgeben kann, hängt am eigenen Besitz nicht.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit der stoischen Besitzlehre.
Themen: GroßzügigkeitBescheidenheitReichtum
Siehe auch: Wer gibt, macht sich frei. Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden.
Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Sprichw.Wer seinen Besitz nicht vorführt, steht am sichersten da.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts aus dem Umfeld der Sprüche über Zurückhaltung.
Themen: BescheidenheitReichtumHochmut
Siehe auch: Wer sich zu klein macht, wird übersehen. Wer sich nicht selbst lobt, wird auch nicht getadelt. Wer gibt, macht sich frei.
Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen.
Sprichw.Wer wenig festhält, hat auch wenig zu verlieren.
Herkunft: Eine Formel, verwandt mit der stoischen Besitzlehre bei Seneca und Epiktet.
Themen: GroßzügigkeitReichtumAngst
Siehe auch: Wer viel hat, hat viel zu verlieren. Wer gibt, macht sich frei. Besitz verpflichtet.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Sprichw.Besitz nützt am Ende nichts, weil man nichts davon mitnehmen kann.
Herkunft: Das Totenhemd hat tatsächlich keine Taschen. Der Gedanke selbst ist älter und findet sich im ersten Timotheusbrief des Neuen Testaments, wonach wir nichts in die Welt gebracht haben und nichts hinausbringen werden.
Themen: TodReichtumGeldBescheidenheit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten. Wer gibt, macht sich frei.
Der Neidische magert an fremdem Fett.
Sprichw.Der Wohlstand eines anderen zehrt den Neider auf.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „invidus alterius macrescit rebus opimis“ bei Horaz.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer nichts hat, den beneidet auch niemand. Wer neidet, der leidet. Der Neid frisst seinen eigenen Herrn.
Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Sprichw.Wohlstand bemisst sich am Verhältnis von Besitz und Bedürfnis.
Herkunft: Der Gedanke stammt von Seneca und gehört zu den Grundsätzen der stoischen Besitzlehre.
Themen: ReichtumBescheidenheitGeld
QuelleSeneca
Siehe auch: Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen. Das letzte Hemd hat keine Taschen. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Der Reiche hat viele Freunde, der Arme wenige.
Sprichw.Zuneigung folgt oft dem Vorteil und nicht der Person.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 14,20).
Themen: ReichtumArmutFreundschaft
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer Schulden macht, verkauft seine Freiheit. Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn. Borgen macht Sorgen.
Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen.
Sprichw.Wohlstand ist ein Verhältnis, kein Betrag.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus der stoischen und epikureischen Lebenslehre und findet sich bei Seneca und Epikur.
Themen: ReichtumBescheidenheitGlück
Siehe auch: Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht. Wer genug hat, ist reich. Das Glück wohnt selten in großen Häusern.
Der Tod macht alle gleich.
Sprichw.Vor dem Sterben zählen Rang und Vermögen nicht mehr.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Horaz, und im Mittelalter durch die Darstellungen des Totentanzes bildlich geworden.
QuelleHoraz
Siehe auch: Sterben müssen wir alle. Im Schlaf sind alle Menschen gleich. Der Tod nimmt nichts mit und lässt nichts zurück.
Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt.
Sprichw.Vermögen weckt das Verlangen nach mehr, statt es zu stillen.
Herkunft: Aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 5,9).
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Dem Geizigen ist nie genug. Wer viel hat, will noch mehr. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Wer genug hat, ist reich.
Sprichw.Reichtum bemisst sich am Verhältnis von Besitz und Bedürfnis.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur epikureischen Lebenslehre und findet sich in Epikurs Brief an Menoikeus.
Themen: GlückReichtumBescheidenheit
QuelleEpikur
Siehe auch: Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Wer gibt, wird nicht ärmer.
Sprichw.Großzügigkeit mindert das Vermögen weniger, als man befürchtet.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 11,24).
Themen: GroßzügigkeitReichtumDankbarkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Was man verschenkt, hat man behalten. Die gebende Hand wird nicht leer. Wohltun trägt Zinsen.
Wer hat, dem wird gegeben.
Sprichw.Wer schon viel besitzt, bekommt am leichtesten noch mehr dazu.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 25,29) und wird heute meist gesellschaftskritisch gebraucht.
Themen: ReichtumGeldRecht und Gerechtigkeit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen. Das Recht ist für alle da, aber nicht für alle gleich erreichbar.
Wer viel hat, hat viel zu verlieren.
Sprichw.Mit dem Vermögen wächst die Sorge um seinen Erhalt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Die Nacht ist keines Menschen Freund. Die Furcht vor dem Übel ist schlimmer als das Übel selbst.
Wer viel hat, will noch mehr.
Sprichw.Besitz stillt das Verlangen nicht, sondern steigert es.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Horaz, wonach dem Wachsen des Geldes die Sorge um das Geld folge.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt.
Kurze Sprichwörter
Kleider machen Leute.
Sprichw.Wie jemand gekleidet ist, beeinflusst maßgeblich, wie er von anderen eingeschätzt wird.
Herkunft: Als Titel einer Novelle von Gottfried Keller aus dem Jahr 1874 endgültig geläufig geworden; die Redensart selbst ist älter.
Themen: ErfahrungReichtumHochmut
QuelleGottfried Keller
Siehe auch: Der erste Bissen entscheidet.
Wie gewonnen, so zerronnen.
Sprichw.Was mühelos zufällt, ist meist ebenso schnell wieder weg.
Herkunft: Ein Reimspruch, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. „Zerrinnen“ meint das Zerfließen wie von Schnee.
Themen: GeldReichtumLeichtsinn
Siehe auch: Wer alles behalten will, verliert am Ende alles. Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
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