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Sprichwörter mit U
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9 Einträge mit Bedeutung
Über alles wächst Gras.
Sprichw.Mit der Zeit verliert jedes Ereignis seine Schärfe und gerät in Vergessenheit.
Herkunft: Das Bild ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und geht auf die Beobachtung überwachsener Gräber und Ruinen zurück.
Themen: VergangenheitZeitUnglück
Siehe auch: Aus den Augen, aus dem Sinn.
Über Geld spricht man nicht, man hat es.
Sprichw.Eine Redensart, die den offenen Umgang mit Vermögensfragen als unfein abtut.
Herkunft: Die Formel wird der Bankiersfamilie Rothschild zugeschrieben, ohne dass sich ein Erstbeleg finden ließe. Verbreitet ist sie seit dem 20. Jahrhundert.
Themen: GeldBescheidenheitReichtum
Über Tote soll man nichts Schlechtes reden.
Sprichw.Kritik an Verstorbenen gilt als unschicklich, weil sie sich nicht mehr wehren können.
Herkunft: Wiedergabe der lateinischen Formel „de mortuis nil nisi bene“, die auf einen antiken Ausspruch zurückgeführt wird.
Auch: De mortuis nil nisi bene.
Themen: TodAbschiedEhrlichkeit
Übermut tut selten gut.
Sprichw.Wer über die Stränge schlägt, zahlt meist dafür.
Herkunft: Ein Reimspruch, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: HochmutLeichtsinnVorsicht
Siehe auch: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wasser hat keine Balken. Müßiggang ist aller Laster Anfang.
Übung macht den Meister.
Sprichw.Fertigkeiten entstehen durch wiederholtes Tun, nicht durch Begabung allein.
Herkunft: Die Wendung stammt aus dem Zunftwesen, in dem der Meistertitel am Ende einer langen Ausbildung stand. Der Gedanke selbst ist älter und findet sich als lateinische Formel „exercitatio artem parat“.
Themen: LernenFleißHandwerkErfahrung
Siehe auch: Wie der Meister, so das Werk. Nicht das Werkzeug macht den Meister. Jedes Handwerk hat seine Kniffe.
Undank ist der Welt Lohn.
Sprichw.Wer anderen hilft, wird dafür oft nicht einmal Dank ernten.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz gehört zu einer Gruppe resignierter Sprüche über die Vergeblichkeit des Wohltuns.
Themen: DankbarkeitUnglückErfahrung
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wohltun trägt Zinsen. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. In der Not erkennt man seine Freunde.
Ein Unglück kommt selten allein.
Sprichw.Die Beobachtung, dass sich Missgeschicke oft häufen und ein Problem weitere nach sich zieht.
Herkunft: Die Formel ist in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt und in fast allen europäischen Sprachen verbreitet.
Auch: Ein Unglück kommt nie allein.
Unglück verbindet.
Sprichw.Gemeinsam durchgestandene Not schafft Bindungen, die sonst nicht entstanden wären.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: UnglückZusammenhaltFreundschaft
Siehe auch: Geteilte Freude ist doppelte Freude. Geteiltes Brot schmeckt besser.
Unrecht Gut gedeihet nicht.
Sprichw.Unehrlich erworbener Besitz bringt auf Dauer keinen Nutzen.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach unrecht erworbenes Gut nicht bleibt. Die deutsche Fassung ist seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Recht und GerechtigkeitGeldEhrlichkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Betrug schlägt seinen eigenen Herrn. Wer lügt, der trügt. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.