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Sprichwörter mit B
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12 Einträge mit Bedeutung
Ein Baum, den man oft versetzt, wächst nicht.
Sprichw.Wer ständig neu anfängt, kann nirgends richtig Fuß fassen.
Herkunft: Eine gärtnerische Erfahrung: Ein häufig umgepflanzter Baum bildet keine tragfähigen Wurzeln aus. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: VeränderungHaus und HeimatNatur
Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.
Sprichw.Ironischer Spruch: Zurückhaltung wird gelobt, hilft aber beim Vorankommen wenig.
Herkunft: Der Spruch parodiert die ältere Lehrformel von der Bescheidenheit als Zierde. Der grammatisch falsche Dativ am Ende ist Teil des Scherzes und kein Versehen.
Themen: BescheidenheitHochmutErfolg
Besser arm in Ehren als reich in Schanden.
Sprichw.Ein guter Ruf wiegt schwerer als Vermögen, das auf unlautere Weise erworben wurde.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: EhrlichkeitArmutReichtum
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Armut schändet nicht. Ein guter Name ist besser als Reichtum.
Besser beneidet als bemitleidet.
Sprichw.Missgunst zu ernten ist immer noch besser, als anderen leidzutun.
Herkunft: Der Gedanke wird dem griechischen Dichter Pindar zugeschrieben und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert als Reimspruch belegt.
QuellePindar
Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Sprichw.Ein kleiner, sicherer Vorteil ist mehr wert als eine große, ungewisse Aussicht.
Herkunft: Der Gedanke ist in ganz Europa verbreitet und geht auf eine Fabel Äsops zurück, in der eine Nachtigall den Jäger vergeblich auf größere Beute verweist.
Auch: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Themen: VorsichtGeldTiereGeduld
QuelleÄsop
Siehe auch: Man soll nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Sprichw.Ein schmerzhafter Schlussstrich ist erträglicher als ein Zustand, der sich endlos hinzieht.
Herkunft: Der Ausspruch wird dem preußischen Offizier Ferdinand von Schill zugeschrieben (1809).
Themen: MisserfolgMutZeit
QuelleFerdinand von Schill
Besser spät als nie.
Sprichw.Etwas verspätet zu tun ist immer noch besser, als es zu unterlassen.
Herkunft: Die Wendung übersetzt das lateinische „potius sero quam numquam“, das bei Livius belegt ist.
QuelleLivius
Betrug schlägt seinen eigenen Herrn.
Sprichw.Wer andere hintergeht, schadet am Ende sich selbst.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: EhrlichkeitLügenRecht und Gerechtigkeit
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer lügt, der trügt. Unrecht Gut gedeihet nicht. Lügen haben kurze Beine.
Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bier, das rat ich dir.
Sprichw.Alte Merkregel zur Reihenfolge beim Trinken. Ein sachlicher Grund dafür ist nicht belegt.
Herkunft: Die Merkregel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt. Ein sachlicher Grund für die Reihenfolge ist nicht nachgewiesen; entscheidend ist die Gesamtmenge.
Auch: Wein auf Bier, das rat ich dir; Bier auf Wein, das lass sein.
Themen: TrinkenGesundheitErfahrung
Siehe auch: Wo der Wein eingeht, geht der Verstand aus. Wein macht kühne Leute. Trunkener Mund tut Wahrheit kund.
Bleibe im Lande und nähre dich redlich.
Sprichw.Rat, in der vertrauten Umgebung zu bleiben und ehrlich sein Auskommen zu suchen.
Herkunft: Der Satz stammt aus Psalm 37 im Alten Testament.
Themen: Haus und HeimatArbeitReisen
QuelleAltes Testament
Blut ist dicker als Wasser.
Sprichw.Im Zweifel hält man eher zu Verwandten als zu Außenstehenden.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 12. Jahrhundert in ähnlicher Fassung belegt. Die verbreitete Behauptung, sie habe ursprünglich das Gegenteil bedeutet und auf einen Blutsbund unter Kampfgefährten gezielt, lässt sich nicht nachweisen.
Themen: FamilieZusammenhaltFreundschaft
Borgen macht Sorgen.
Sprichw.Wer sich Geld leiht, handelt sich damit Druck und Abhängigkeit ein.
Herkunft: Ein Reimspruch, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Gleichklang der beiden Wörter hat ihm zu seiner Verbreitung verholfen.
Siehe auch: Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. Geld und Freundschaft verträgt sich schlecht. Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn.