Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über das Sparen
Der Kern ist immer die Summe der kleinen Beträge. Daneben steht die Warnung vor der falschen Sparsamkeit am falschen Ende.
32 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2
Bekannte Sprichwörter
Der Geizige und der Verschwender kommen beide zu kurz.
Sprichw.Weder Knausern noch Prassen führt zu einem vernünftigen Auskommen.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die aristotelische Lehre von der Mitte zurück, nach der beide Extreme das rechte Maß verfehlen.
Siehe auch: Wer nur spart, lebt nicht. Sparsamkeit rechnet, Geiz zählt. Sparsamkeit erhält das Haus.
Selbst gekocht ist halb gespart.
Sprichw.Wer selbst kocht, kommt mit deutlich weniger aus.
Herkunft: Eine Haushaltsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: EssenHaus und Heimat
Siehe auch: Sparsamkeit erhält das Haus. Wo Ordnung herrscht, kommt Ruhe ein. Wer sparen will, muss zuerst rechnen.
Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Sprichw.Wer in guten Zeiten zurücklegt, ist gegen schlechte Zeiten gewappnet.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Sparkassenbewegung des 19. Jahrhunderts, der auf einem älteren Merkvers aufbaut.
Auch: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Wer heute spart, hat morgen die Wahl.
Sparen heißt heute verzichten, um morgen zu können.
Sprichw.Die Rücklage ist nichts anderes als aufgeschobener Verbrauch.
Herkunft: Eine Formel aus der Wirtschaftslehre des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Sparen ohne Zweck ist Verzicht ohne Grund. Wer nur spart, lebt nicht.
Sparen ohne Ziel ist auch nur Horten.
Sprichw.Rücklagen ergeben nur Sinn, wenn man weiß, wofür.
Herkunft: Eine Formel aus der Finanzberatung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer heute spart, hat morgen die Wahl. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Sparen ohne Zweck ist Verzicht ohne Grund.
Sprichw.Rücklagen brauchen ein Ziel, sonst sind sie nur Entbehrung.
Herkunft: Eine Formel aus der Finanzberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: ZukunftBescheidenheit
Siehe auch: Sparen heißt heute verzichten, um morgen zu können. Wer nur spart, lebt nicht. Der Geizige gönnt sich selbst am wenigsten.
Wer billig kauft, kauft zweimal.
Sprichw.An der falschen Stelle gespart bedeutet, dass man die Sache bald erneut anschaffen muss.
Herkunft: Die Formel ist im deutschen Handel seit dem 19. Jahrhundert geläufig. Sie ist die Umkehrung des Werbeversprechens vom günstigen Preis.
Auch: Wer billig kauft, kauft teuer.
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Was nichts kostet, ist nichts wert. Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt.
Wer etwas zurückgelegt hat, schläft ruhiger.
Sprichw.Die Rücklage wirkt weniger finanziell als seelisch.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer sein Haus bestellt, schläft ruhig. Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund.
Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht.
Sprichw.Die früh eingeübte Zurückhaltung erspart den späteren Zwang dazu.
Herkunft: Eine Formel aus der Sparkassenerziehung des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer in der Jugend nicht spart, muss im Alter darben. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Wer heute spart, hat morgen die Wahl.
Sprichw.Rücklagen verschaffen nicht Reichtum, sondern Handlungsspielraum.
Herkunft: Eine Formel aus der Finanzberatung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Sparen ohne Ziel ist auch nur Horten. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens.
Sprichw.Wer die alltäglichen Ausgaben nicht im Blick hat, dem nützt der einmalige Verzicht nichts.
Herkunft: Eine Formel aus der Sparkassenliteratur des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts hat, kann nichts sparen. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Wer in der Jugend nicht spart, muss im Alter darben.
Sprichw.Wer früh nichts zurücklegt, hat später nichts.
Herkunft: Ein Merkvers aus der Sparkassenbewegung des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht. In der Jugend legt man den Grundstein für das Alter. Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen.
Wer jeden Pfennig dreimal umdreht, verpasst das Geschäft.
Sprichw.Übertriebene Sparsamkeit kostet mehr, als sie einbringt.
Herkunft: Eine Kaufmannsformel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer lange feilscht, verliert den Kauf.
Wer nichts hat, kann nichts sparen.
Sprichw.Nüchterne Feststellung gegen den Ratschlag, man müsse nur sparsam sein.
Herkunft: Eine volkstümliche Gegenrede zu den Sparsprüchen des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund.
Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen.
Sprichw.Sparen setzt einen Überschuss voraus, den nicht jeder hat.
Herkunft: Eine volkstümliche Gegenrede zu den Sparsprüchen des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Wer nichts hat, kann nichts sparen. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Wer nur spart, lebt nicht.
Sprichw.Rücklagen sollen das Leben ermöglichen, nicht ersetzen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Sparsamkeit rechnet, Geiz zählt. Sparsamkeit erhält das Haus. Der Geizige und der Verschwender kommen beide zu kurz.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Ein Groschen gespart ist ein Groschen verdient.
Sprichw.Nicht ausgegebenes Geld zählt genauso wie eingenommenes.
Herkunft: Die Formel geht auf Benjamin Franklin zurück, der sie 1737 in seinem Almanach veröffentlichte.
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Sparen ist verdienen. Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts hat, kann nichts sparen.
Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen.
Sprichw.Wer alles auf eine Möglichkeit setzt, verliert im Ernstfall alles auf einmal.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo seit dem 17. Jahrhundert davor gewarnt wird, alle Eier in einen Korb zu legen.
Siehe auch: Leichtsinn ist teurer als Vorsicht. Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Viele Tropfen machen ein Meer.
Sprichw.Auch der kleinste Beitrag zählt, wenn viele ihn leisten.
Herkunft: Die Formel übersetzt ein lateinisches Sprichwort und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: ZusammenhaltNatur
Siehe auch: Viele Wenig machen ein Viel. Wer allein geht, geht schneller; wer zusammen geht, kommt weiter. Viele Hände, schnelles Ende.
Viele Wenig machen ein Viel.
Sprichw.Viele kleine Anteile ergeben zusammengenommen eine große Menge.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „multa pauca faciunt unum multum“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: GeldZusammenhalt
Siehe auch: Kleinvieh macht auch Mist. Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Sprichw.Wer sorglos mit kleinen Beträgen umgeht, wird auch mit größeren nicht haushalten können.
Herkunft: Die ältere Fassung nennt Pfennig und Taler; in neuerer Zeit ist auch die Variante mit dem Euro geläufig.
Auch: Wer den Cent nicht ehrt, ist des Euro nicht wert.
Siehe auch: Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens. Viele Wenig machen ein Viel. Kleinvieh macht auch Mist.
Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben.
Sprichw.Wer die günstige Zeit ungenutzt lässt, hat später nichts.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 10,5).
Themen: FleißJahreszeitenLandwirtschaft
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass. Im Winter zeigt sich, wer Holz gemacht hat.
Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund.
Sprichw.Ohne Rücklage ist jede Störung sofort eine Krise.
Herkunft: Die Wendung von der Hand in den Mund ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer nichts hat, kann nichts sparen. Sparen heißt heute verzichten, um morgen zu können.
Kurze Sprichwörter
Am falschen Ende sparen.
Sprichw.Dort kürzen, wo es sich später bitter rächt.
Herkunft: Eine jüngere Formel aus der Kaufmannssprache des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Leichtsinn ist teurer als Vorsicht. Zweimal messen, einmal schneiden. Wer nur rechnet, verrechnet sich.
Armut macht vorsichtig.
Sprichw.Wer wenig hat, überlegt jede Ausgabe zweimal.
Herkunft: Eine volkstümliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Wer nichts hat, kann nichts sparen.
Borgen macht Sorgen.
Sprichw.Wer sich Geld leiht, handelt sich damit Druck und Abhängigkeit ein.
Herkunft: Ein Reimspruch, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Gleichklang der beiden Wörter hat ihm zu seiner Verbreitung verholfen.
Siehe auch: Wer Schulden macht, verkauft seine Freiheit. Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. Geld und Freundschaft verträgt sich schlecht.
Kleinvieh macht auch Mist.
Sprichw.Auch geringe Beträge summieren sich mit der Zeit zu etwas Ansehnlichem.
Herkunft: Der Satz stammt aus der Landwirtschaft, in der Dung ein wirtschaftliches Gut war. Auch kleine Tiere trugen dazu messbar bei.
Themen: GeldLandwirtschaftTiere
Siehe auch: Viele Wenig machen ein Viel. Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Sparen ist verdienen.
Sprichw.Ein nicht ausgegebener Betrag zählt genauso wie ein eingenommener.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Ein Groschen gespart ist ein Groschen verdient. Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts hat, kann nichts sparen.
Sparsamkeit erhält das Haus.
Sprichw.Ein Haushalt hält sich nicht durch das, was hereinkommt, sondern durch das, was nicht ausgegeben wird.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt und Teil der Hausväterliteratur, die den Haushalt als Wirtschaftseinheit beschrieb.
Themen: GeizHaus und Heimat
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer nur spart, lebt nicht. Sparsamkeit rechnet, Geiz zählt. Selbst gekocht ist halb gespart.
Sparsamkeit rechnet, Geiz zählt.
Sprichw.Der Sparsame wägt ab, der Geizige hält einfach fest.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: GeizKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer nur spart, lebt nicht. Sparsamkeit erhält das Haus. Der Geizige und der Verschwender kommen beide zu kurz.
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