Sprichwörter · Alltag und Natur
Wetterregeln und Sprichwörter über das Wetter
Bauernregeln sind eine eigene Gattung mit eigener Logik: Sie verknüpfen ein Kalenderdatum mit einer Wetterprognose. Als Vorhersage taugen sie nur begrenzt, als Sprachgut sind sie hervorragend belegt.
17 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Auf einen strengen Winter folgt ein guter Sommer.
Sprichw.Bauernregel, die einem harten Winter eine gute Sommersaison zuschreibt.
Herkunft: Eine der Bauernregeln, für die sich kein statistischer Zusammenhang nachweisen lässt. Sie gehört zu den Ausgleichsregeln, die aus einem harten Winter eine Belohnung ableiten.
Themen: JahreszeitenHoffnung
Siehe auch: Grüne Weihnacht, weiße Ostern. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.
Sprichw.Wer richtig ausgerüstet ist, kann bei jedem Wetter hinaus.
Herkunft: Die Formel wird häufig einem skandinavischen Sprichwort zugeschrieben. Im deutschen Sprachraum ist sie erst seit dem 20. Jahrhundert verbreitet, ein älterer Beleg fehlt.
Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.
Sprichw.Bauernregel zum 11. November: Frost oder Raureif am Martinstag gilt als Vorbote eines strengen Winters.
Herkunft: Eine Lostagsregel, in deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Ein statistischer Zusammenhang lässt sich nicht nachweisen.
Themen: JahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Märzenstaub und Märzenwind bringen Regen, der geschwind.
Sprichw.Bauernregel, die trockene und windige Märztage als Vorboten baldigen Regens deutet.
Herkunft: Eine Bauernregel ohne nachweisbaren statistischen Zusammenhang. Sie gehört zu den Ausgleichsregeln, die aus einem trockenen Monat einen nassen folgern.
Themen: JahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Wie der Oktober, so der März.
Sprichw.Bauernregel, die vom Herbstwetter auf das kommende Frühjahr schließt.
Herkunft: Eine Bauernregel ohne nachweisbaren statistischen Zusammenhang. Sie gehört zu den Entsprechungsregeln, die von einem Monat auf einen späteren schließen.
Themen: JahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost. Märzenstaub und Märzenwind bringen Regen, der geschwind.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Abendrot, Gutwetterbot; Morgenrot mit Regen droht.
Sprichw.Wetterregel, die aus der Färbung des Himmels auf den kommenden Tag schließt.
Herkunft: Die Regel hat einen physikalischen Kern. In unseren Breiten zieht das Wetter überwiegend von Westen heran. Ein rot gefärbter Abendhimmel im Westen zeigt trockene Luft in der Richtung an, aus der das Wetter der nächsten Stunden kommt.
Themen: Jahreszeiten
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
April, April, der macht, was er will.
Sprichw.Kommentar zum schnell wechselnden Aprilwetter.
Herkunft: Der Vers greift eine tatsächliche Wetterlage auf: Im April liegt Mitteleuropa häufig in einer wechselhaften Westströmung, in der sich Sonne, Regen und Graupel innerhalb weniger Stunden ablösen.
Themen: Jahreszeiten
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Fliegen die Schwalben niedrig, kommt Regen.
Sprichw.Bauernregel: Bei fallendem Luftdruck fliegen Insekten und damit auch Schwalben tiefer.
Herkunft: Die Beobachtung hat einen sachlichen Kern, weil Insekten bei feuchter Luft niedriger fliegen und Schwalben ihnen folgen.
Themen: TiereJahreszeiten
Siehe auch: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass.
Sprichw.Bauernregel: Ein feuchter Mai gilt als günstig für die spätere Ernte.
Herkunft: Eine Bauernregel mit sachlichem Kern: Kühle und Feuchtigkeit im Mai verlängern die Wachstumsphase des Getreides und begünstigen die Kornfüllung.
Themen: LandwirtschaftJahreszeiten
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Ist's zu Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein.
Sprichw.Bauernregel zum 2. Februar: Klares Wetter deutet auf eine anhaltende Kältephase hin.
Herkunft: Die Regel hat einen meteorologischen Kern. Klarer Himmel Anfang Februar zeigt eine Hochdrucklage über Mitteleuropa an, die kalte Luft festhält.
Themen: JahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Kommt der Wind von Ost, gibt es keinen Trost.
Sprichw.Bauernregel über den Ostwind, der in Mitteleuropa im Winter Kälte und im Sommer Trockenheit bringt.
Herkunft: Die Regel bildet die tatsächliche Windverteilung ab: Ostwind führt kontinentale Luft heran, also im Winter kalte und im Sommer trockene.
Themen: LandwirtschaftJahreszeiten
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.
Sprichw.Scherzhafte Bauernregel, die sich über die Beliebigkeit mancher Wetterprognosen lustig macht.
Herkunft: Ein Spottvers auf die Beliebigkeit mancher Bauernregel. Er ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und zeigt, dass die Skepsis gegenüber Wetterregeln nicht erst mit dem Wetterbericht aufkam.
Themen: TiereJahreszeiten
Siehe auch: Fliegen die Schwalben niedrig, kommt Regen. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Sprichw.Bauernregel zu den Eisheiligen Mitte Mai, nach denen erst danach frostfrei gepflanzt werden soll.
Herkunft: Bezieht sich auf die Namenstage der Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai, an denen in Mitteleuropa häufig ein letzter Kaltlufteinbruch auftritt.
Themen: JahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Märzenstaub und Märzenwind bringen Regen, der geschwind.
Wenn der Tau am Morgen liegt, bleibt das Wetter schön.
Sprichw.Bauernregel: Starker Morgentau deutet auf einen klaren, ruhigen Tag hin.
Herkunft: Die Regel hat einen physikalischen Kern. Tau entsteht bei klarer Nacht und schwachem Wind, also unter Bedingungen, die auf eine stabile Hochdrucklage hinweisen.
Themen: NaturLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Sprichw.Bauernregel, nach der das Wetter Ende Juni die Großwetterlage der folgenden Wochen anzeigt.
Herkunft: Der Siebenschläfertag am 27. Juni geht auf eine christliche Legende zurück. Meteorologisch trifft die Regel in Mitteleuropa tatsächlich mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu, weil sich in dieser Zeit die sommerliche Strömungslage einstellt.
Themen: JahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost. Märzenstaub und Märzenwind bringen Regen, der geschwind.
Kurze Sprichwörter
Grüne Weihnacht, weiße Ostern.
Sprichw.Bauernregel, nach der ein milder Dezember einen kalten Frühlingsanfang nach sich zieht.
Herkunft: Eine Ausgleichsregel, in deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Statistisch lässt sich der Zusammenhang nicht bestätigen.
Themen: JahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Auf einen strengen Winter folgt ein guter Sommer. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Nach Regen kommt Sonnenschein.
Sprichw.Auch schwierige Zeiten gehen vorbei; auf eine schlechte Phase folgt wieder eine bessere.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „post nubila Phoebus“, wonach nach den Wolken die Sonne komme. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Auf Regen folgt Sonnenschein.
Siehe auch: Ohne Regen kein Regenbogen. Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Morgen ist auch noch ein Tag.
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