Sprichwörter · Leben
Sprichwörter über die Zukunft
Weil niemand die Zukunft kennt, warnen die meisten dieser Sprichwörter vor voreiligen Rechnungen und vertrösten auf das, was ohnehin kommt.
15 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Der Jugend gehört die Zukunft.
Sprichw.Was kommt, wird von denen bestimmt, die jetzt jung sind.
Herkunft: Die Formel stammt aus der politischen Sprache des 19. Jahrhunderts und wurde von Jugendbewegungen als Wahlspruch geführt.
Siehe auch: Es ist noch nicht aller Tage Abend. Dem Mutigen gehört die Welt.
Wer immer zurückschaut, stolpert nach vorn.
Sprichw.Wer an Vergangenem hängt, versäumt, was vor ihm liegt.
Herkunft: Eine jüngere Formel ohne belegbaren Ursprung.
Themen: NeuanfangVergangenheit
Siehe auch: Was vorbei ist, ist vorbei. Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke. Was gewesen ist, kommt nicht wieder.
Die Zukunft gehört denen, die sie vorbereiten.
Sprichw.Wer heute nichts tut, gestaltet morgen nichts.
Herkunft: Der Gedanke wird häufig Malcolm X zugeschrieben; ähnliche Formulierungen finden sich schon im 19. Jahrhundert.
QuelleMalcolm X
Siehe auch: Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben. Vorbeugen ist besser als heilen. Niemand weiß, was der morgige Tag bringt.
Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen, nur vorbereiten.
Sprichw.Statt zu raten, was kommt, sollte man sich auf mehrere Möglichkeiten einstellen.
Herkunft: Eine Formel aus der Planungssprache des 20. Jahrhunderts, ohne älteren Beleg.
Themen: VorsichtKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Niemand weiß, was der morgige Tag bringt. Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist. Die Zukunft gehört denen, die sie vorbereiten.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Sprichw.Was verschoben wurde, ist damit noch lange nicht erledigt.
Herkunft: Der Satz stammt aus der Rechtssprache: Ein vertagtes Verfahren ist nicht eingestellt. Das Wortspiel mit den beiden ähnlichen Verben hat ihn in die Alltagssprache gebracht.
Themen: MisserfolgZeit
Es ist noch nicht aller Tage Abend.
Sprichw.Eine Sache ist noch nicht entschieden, es kann sich noch alles wenden.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „nondum omnium dierum sol occidit“, das bei Livius belegt ist.
Themen: HoffnungMisserfolg
QuelleLivius
Siehe auch: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Der Jugend gehört die Zukunft. Kommt Zeit, kommt Rat.
Kommende Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
Sprichw.Ein bevorstehendes Ereignis kündigt sich meist schon vorher an.
Thomas Campbellschottischer Dichter, 1777 bis 1844
Herkunft: Übersetzung einer Zeile des schottischen Dichters Thomas Campbell aus dem frühen 19. Jahrhundert.
QuelleThomas Campbell
Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Sprichw.Pläne können durchkreuzt werden: Der Ausgang liegt nicht allein in menschlicher Hand.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits im biblischen Buch der Sprüche (16,9).
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Niemand weiß, was der morgige Tag bringt. Ehen werden im Himmel geschlossen. Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen, nur vorbereiten.
Dem Mutigen gehört die Welt.
Sprichw.Wer sich etwas traut, dem stehen die Möglichkeiten offen.
Herkunft: Die Formel geht auf das lateinische „audentes fortuna iuvat“ bei Vergil zurück und ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert in dieser Fassung geläufig.
QuelleVergil
Siehe auch: Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Es ist noch nicht aller Tage Abend.
Niemand weiß, was der morgige Tag bringt.
Sprichw.Die Zukunft lässt sich nicht vorhersehen, deshalb ist jede Planung vorläufig.
Herkunft: Der Gedanke findet sich im biblischen Buch der Sprüche (27,1).
Auch: Man weiß nie, was der morgige Tag bringt.
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen, nur vorbereiten. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
Sprichw.Ein Erfolg sollte erst gefeiert werden, wenn er endgültig feststeht.
Herkunft: Der Gedanke geht auf Solon zurück, der bei Herodot rät, niemanden vor seinem Tod glücklich zu preisen. Im Deutschen ist die Fassung mit dem Tag seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben.
Siehe auch: Es ist noch nicht aller Tage Abend. Kommt Zeit, kommt Rat.
Der Tod kommt wie ein Dieb in der Nacht.
Sprichw.Das Ende kommt unangekündigt und lässt sich nicht einplanen.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Neuen Testament (1. Thessalonicher 5,2).
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Der Tod hat keinen Kalender.
Vorbeugen ist besser als heilen.
Sprichw.Ein Schaden lässt sich leichter verhindern als hinterher beheben.
Herkunft: Die Formel übersetzt den medizinischen Grundsatz „praestat cautela quam medela“, wonach Vorsicht besser sei als Heilmittel.
Auch: Vorsorge ist besser als Nachsorge.
Themen: GesundheitVorsicht
Siehe auch: Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Die Zukunft gehört denen, die sie vorbereiten.
Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke.
Sprichw.Wer sich nicht weiterentwickelt, verliert gegenüber anderen an Boden.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Der Vers stammt von Johann Wolfgang von Goethe und ist in dieser Form aus seinen Sprüchen überliefert.
Themen: FleißVeränderung
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer rastet, der rostet. Wer immer zurückschaut, stolpert nach vorn. Man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen.
Zeit und Stunde warten auf niemanden.
Sprichw.Die Zeit läuft weiter, ob man bereit ist oder nicht.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo Zeit und Flut auf niemanden warten. Im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Gesagt, getan. Viele Hände, schnelles Ende. Eile mit Weile.
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