Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über Kinder, Seite 2
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Wer Kinder hat, hat Sorgen, wer keine hat, erst recht.
Sprichw.Scherzhafte Feststellung, dass beides seine Last hat.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Das Alter ist eine Last, aber die Alternative ist schlechter.
Wer Kinder hat, lernt Geduld oder verliert sie.
Sprichw.Die Erziehung schult die Nerven oder ruiniert sie.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder schlägt, hat die Argumente verloren. Wer Kinder erzieht, pflanzt Bäume, in deren Schatten er nicht sitzt.
Wer Kinder schlägt, hat die Argumente verloren.
Sprichw.Körperliche Gewalt in der Erziehung ist kein Mittel, sondern das Eingeständnis, keines mehr zu haben.
Herkunft: Eine Formel aus der pädagogischen Diskussion des 20. Jahrhunderts, die dem alten Satz vom Züchtigen ausdrücklich widerspricht.
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder hat, lernt Geduld oder verliert sie. Wer Kinder erzieht, pflanzt Bäume, in deren Schatten er nicht sitzt.
Wer mit dem Essen spielt, hat noch keinen Hunger gekannt.
Sprichw.Ermahnung an Kinder, entstanden in einer Zeit, in der Nahrung knapp war.
Herkunft: Eine Erziehungsformel des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Salz und Brot macht Wangen rot. In der Not schmeckt jedes Brot. Hunger ist der beste Koch.
Wer nicht hören will, muss fühlen.
Sprichw.Wer Ratschläge und Warnungen ausschlägt, muss die unangenehmen Folgen selbst tragen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz stammt aus der Erziehungspraxis und rechtfertigte die körperliche Züchtigung.
Themen: ErfahrungKinderKlugheit und Dummheit
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wie man sich bettet, so liegt man. Wer nicht auf den Körper hört, muss auf den Arzt hören. Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen.
Wer sein Kind liebt, der züchtigt es.
Sprichw.Alte Erziehungsmaxime, nach der Strenge ein Zeichen von Fürsorge sei. Sie wird heute überwiegend als überholt beurteilt.
Herkunft: Der Satz geht auf das Alte Testament zurück (Sprüche 13,24).
Siehe auch: Was Eltern säen, ernten die Kinder. Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen. Kinder sind der Eltern Spiegel.
Wie der Vater, so der Sohn.
Sprichw.Söhne geraten häufig nach ihren Vätern.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „qualis pater, talis filius“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen. Kinder sind der Eltern Spiegel. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen.
Sprichw.Kinder übernehmen das Verhalten, das ihnen die Erwachsenen vorleben.
Herkunft: Das Sprichwort ist als Titel eines Gemäldes von Jan Steen aus dem 17. Jahrhundert überliefert und im Deutschen seit der frühen Neuzeit belegt.
Themen: JugendElternKinderFamilie
Siehe auch: Wie der Vater, so der Sohn. Kinder sind der Eltern Spiegel. Kinder lernen nicht, was man ihnen sagt, sondern was sie sehen.
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