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Sprichwörter mit K
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19 Einträge mit Bedeutung
Man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen.
Sprichw.Eine einmal eingetretene Entwicklung lässt sich nicht rückgängig machen.
Herkunft: Das Bild vom Rad der Zeit geht auf das antike Motiv des Schicksalsrads zurück, das im Mittelalter als Glücksrad weit verbreitet war.
Themen: VergangenheitZeitVeränderung
Siehe auch: Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke. Wer immer zurückschaut, stolpert nach vorn. Handel bringt Wandel.
Die Katze lässt das Mausen nicht.
Sprichw.Alte Gewohnheiten legt niemand ab, auch wenn er es beteuert.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Gedanke findet sich bereits in einer Fabel Äsops von der in eine Frau verwandelten Katze, die beim Anblick einer Maus zurückfällt.
QuelleÄsop, Sprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Der Wolf verliert wohl die Haare, aber nicht die Tücke. Stille Wasser sind tief. Art lässt nicht von Art.
Kauf ist Kauf.
Sprichw.Ein abgeschlossener Kauf lässt sich nicht rückgängig machen.
Herkunft: Eine alte Rechtsregel, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Kinder lernen nicht, was man ihnen sagt, sondern was sie sehen.
Sprichw.Vorgelebtes wirkt stärker als jede Ermahnung.
Herkunft: Eine Formel aus der Erziehungsliteratur des 20. Jahrhunderts, ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Kinder sind der Eltern Spiegel. Wer Kinder erzieht, erzieht sich selbst mit. Eltern können ihren Kindern nur zwei Dinge mitgeben: Wurzeln und Flügel.
Kinder sind der Eltern Spiegel.
Sprichw.Am Verhalten der Kinder zeigt sich, wie die Eltern mit ihnen umgehen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Kinder lernen nicht, was man ihnen sagt, sondern was sie sehen. Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen. Wie der Vater, so der Sohn.
Kinder und Narren sagen die Wahrheit.
Sprichw.Wer nicht auf Rücksicht bedacht ist, spricht unverblümt aus, was andere verschweigen.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Narr am Hof durfte tatsächlich aussprechen, was anderen verboten war.
Themen: WahrheitKinderEhrlichkeit
Siehe auch: Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Trunkener Mund tut Wahrheit kund. Im Wein liegt Wahrheit.
Kleider machen Leute.
Sprichw.Wie jemand gekleidet ist, beeinflusst maßgeblich, wie er von anderen eingeschätzt wird.
Herkunft: Als Titel einer Novelle von Gottfried Keller aus dem Jahr 1874 endgültig geläufig geworden; die Redensart selbst ist älter.
Themen: ErfahrungReichtumHochmut
QuelleGottfried Keller
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
Sprichw.Regelmäßige kleine Aufmerksamkeiten halten eine Beziehung lebendig.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Gemeint war ursprünglich die regelmäßige gegenseitige Gabe, die eine Beziehung im Gleichgewicht hält.
Themen: FreundschaftGroßzügigkeitNachbarn
Siehe auch: Freundschaft will gepflegt sein.
Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen.
Sprichw.Mit dem Alter der Kinder wachsen auch die Probleme, mit denen Eltern zu tun haben.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt und findet sich in ähnlicher Form in mehreren europäischen Sprachen.
Themen: KinderElternFamilieAlter
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Kinder sind der Eltern Spiegel. Eltern können ihren Kindern nur zwei Dinge mitgeben: Wurzeln und Flügel.
Kleine Ursachen, große Wirkungen.
Sprichw.Aus einer unscheinbaren Kleinigkeit kann etwas Großes entstehen.
Herkunft: Die Formel stammt aus der Naturlehre des 18. Jahrhunderts und wurde von dort auf Geschichte und Alltag übertragen.
Themen: ErfahrungSchicksalVeränderung
Siehe auch: Wie man sich bettet, so liegt man. Wer nicht hören will, muss fühlen. Was der Mensch sät, das wird er ernten.
Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen.
Sprichw.Wer wenig Macht hat, wird für dasselbe Vergehen härter belangt als der Mächtige.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Recht und GerechtigkeitMachtArmut
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer hat, dem wird gegeben. Im Zweifel für den Angeklagten.
Kleinvieh macht auch Mist.
Sprichw.Auch geringe Beträge summieren sich mit der Zeit zu etwas Ansehnlichem.
Herkunft: Der Satz stammt aus der Landwirtschaft, in der Dung ein wirtschaftliches Gut war. Auch kleine Tiere trugen dazu messbar bei.
Themen: SparenGeldLandwirtschaftTiere
Siehe auch: Viele Wenig machen ein Viel. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Der Klügere gibt nach.
Sprichw.Einen Streit zu beenden, indem man selbst zurücksteckt, gilt als das Vernünftigere.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Ihr wird gern die spöttische Fortsetzung angehängt, dass deshalb die Dummen die Welt beherrschen.
Kommende Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
Sprichw.Ein bevorstehendes Ereignis kündigt sich meist schon vorher an.
Thomas Campbellschottischer Dichter, 1777 bis 1844
Herkunft: Übersetzung einer Zeile des schottischen Dichters Thomas Campbell aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Themen: ZukunftVorsichtErfahrung
QuelleThomas Campbell
Kommt der Wind von Ost, gibt es keinen Trost.
Sprichw.Bauernregel über den Ostwind, der in Mitteleuropa im Winter Kälte und im Sommer Trockenheit bringt.
Herkunft: Die Regel bildet die tatsächliche Windverteilung ab: Ostwind führt kontinentale Luft heran, also im Winter kalte und im Sommer trockene.
Themen: WetterLandwirtschaftJahreszeiten
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Kommt Zeit, kommt Rat.
Sprichw.Manche Probleme lösen sich, wenn man ihnen Zeit lässt, statt sofort zu handeln.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den griechischen Tragikern. Im Deutschen ist der Reimspruch seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Die Zeit arbeitet für den, der warten kann. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Es ist noch nicht aller Tage Abend.
Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.
Sprichw.Scherzhafte Bauernregel, die sich über die Beliebigkeit mancher Wetterprognosen lustig macht.
Herkunft: Ein Spottvers auf die Beliebigkeit mancher Bauernregel. Er ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und zeigt, dass die Skepsis gegenüber Wetterregeln nicht erst mit dem Wetterbericht aufkam.
Themen: WetterTiereJahreszeiten
Siehe auch: Fliegen die Schwalben niedrig, kommt Regen. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
Sprichw.Wer eine riskante Sache oft genug wiederholt, wird irgendwann Schiffbruch erleiden.
Herkunft: Die Wendung ist im Deutschen seit dem 14. Jahrhundert belegt und in fast allen europäischen Sprachen verbreitet. Der Krug steht für den alltäglichen, oft wiederholten Gang.
Themen: VorsichtLeichtsinnSchicksal
Siehe auch: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen.
Kurze Rechnung, lange Freundschaft.
Sprichw.Wer offene Beträge schnell begleicht, erhält sich die gute Beziehung.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Französischen, wo von kurzen Rechnungen und langer Freundschaft die Rede ist.
Themen: GeldFreundschaftHandel