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Sprichwörter mit G
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87 Einträge mit Bedeutung · Seite 1 von 3
Gäste sind wie Fische, nach drei Tagen fangen sie an zu riechen.
Sprichw.Auch der willkommene Besuch sollte nicht zu lange bleiben.
Herkunft: Der Vergleich ist als lateinisches Sprichwort überliefert und wird häufig Benjamin Franklin zugeschrieben, ist aber deutlich älter.
Themen: NachbarnHaus und HeimatFreundschaft
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Beim Geizigen isst man satt an der Einladung.
Geben ist seliger denn nehmen.
Sprichw.Wer etwas gibt, hat mehr davon als der, der nur empfängt.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Apostelgeschichte 20,35).
Auch: Geben ist seliger als Nehmen.
Themen: GroßzügigkeitDankbarkeitZusammenhalt
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden. Wer gern gibt, dem gibt man gern.
Geben, ohne zu rechnen, ist die einzige Großzügigkeit.
Sprichw.Wer beim Schenken kalkuliert, schenkt nicht, sondern investiert.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Gedanken bei Seneca, die Wohltat liege in der Gesinnung.
Themen: GroßzügigkeitGeldBescheidenheit
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden. Wer gibt, macht sich frei.
Die gebende Hand wird nicht leer.
Sprichw.Wer großzügig ist, verarmt daran nicht.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach dem Gebenden nichts mangelt.
Themen: GroßzügigkeitReichtumDankbarkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Was man verschenkt, hat man behalten. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten.
Gebranntes Kind scheut das Feuer.
Sprichw.Wer einmal Schaden genommen hat, geht dieser Gefahr künftig aus dem Weg.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 13. Jahrhundert belegt und damit eines der ältesten schriftlich bezeugten deutschen Sprichwörter.
Themen: ErfahrungAngstKinderVorsicht
Siehe auch: Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin. Durch Schaden wird man klug.
Geduld bringt Rosen.
Sprichw.Wer warten kann, wird am Ende belohnt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist süß. Hoffen und Harren macht manchen zum Narren. Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken.
Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist süß.
Sprichw.Das Warten fällt schwer, das Ergebnis entschädigt dafür.
Herkunft: Der Ausspruch wird Jean-Jacques Rousseau zugeschrieben und ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.
QuelleRousseau
Siehe auch: Geduld bringt Rosen. Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken. Was lange währt, wird endlich gut.
Geduld ist eine Tugend.
Sprichw.Die Fähigkeit zu warten gilt als Charaktereigenschaft, nicht als Schwäche.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „patientia virtus“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: GeduldBescheidenheitErfahrung
Siehe auch: Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Erwartungen. Wer vom Tod spricht, meint das Leben. Wer den Streit sucht, findet ihn überall.
Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.
Sprichw.Gegen die Sterblichkeit hilft kein Mittel.
Herkunft: Die Wendung stammt aus der Kräuterheilkunde: Für jedes Leiden gab es ein Kraut, für den Tod keines. In deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: TodGesundheitSchicksal
Siehe auch: Sterben müssen wir alle. Sterben muss jeder für sich allein. Der Tod ist kein Unglück, das Sterben manchmal schon.
Gegen die Natur kämpft man vergebens.
Sprichw.Was in der Natur der Sache liegt, lässt sich nicht abstellen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Horaz, der schreibt, man könne die Natur mit der Mistgabel austreiben, sie kehre dennoch zurück.
Themen: NaturErfahrungSchicksal
QuelleHoraz
Siehe auch: Die Natur lässt sich nicht betrügen. Es wächst kein Baum in den Himmel. Wo viel Recht ist, ist viel Unrecht.
Gegen die Wahrheit hilft kein Argument.
Sprichw.Was zutrifft, lässt sich nicht wegdiskutieren.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit der lateinischen Sentenz, die Wahrheit sei die Tochter der Zeit.
Themen: WahrheitStreitKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen. Wer immer dasselbe tut, darf kein anderes Ergebnis erwarten. Wer die Vergangenheit schönt, hat aus ihr nichts gelernt.
Gegensätze ziehen sich an.
Sprichw.Sehr verschiedene Menschen finden oft gerade wegen ihrer Unterschiede zueinander.
Herkunft: Die Formel stammt aus der Physik des 19. Jahrhunderts, wo ungleichnamige Pole einander anziehen, und wurde von dort auf Menschen übertragen.
Themen: LiebePartnerschaftFreundschaft
Siehe auch: Ein Haus ohne Menschen ist nur ein Gebäude.
Man geht nie ganz, man geht nur weiter.
Sprichw.Trostformel bei Trennungen und Abschieden aus dem Berufsleben.
Herkunft: Eine moderne Formel ohne feste Zuschreibung.
Themen: AbschiedVergangenheitFreundschaft
Siehe auch: Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck. Wer geht, lässt immer etwas zurück. Jeder Abschied ist eine Probe darauf, was bleibt.
Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Sprichw.Beide Laster kennen keinen Punkt, an dem sie zufrieden wären.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Geiz ist die Wurzel allen Übels. Der Geiz sammelt, die Gier verschlingt.
Geiz ist die Wurzel allen Übels.
Sprichw.Übertriebene Sparsamkeit und Habgier gelten als Ursache vieler Missstände.
Herkunft: Zurückgehend auf das Neue Testament (1. Timotheus 6,10), wo die Geldgier so bezeichnet wird.
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Dem Geizigen ist nie genug. Der Geiz sammelt, die Gier verschlingt. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Der Geiz macht den Beutel schwer und das Herz leer.
Sprichw.Wer nur sammelt, gewinnt an Besitz und verliert an Zufriedenheit.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Geld allein macht nicht glücklich. Das Glück wohnt selten in großen Häusern. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Der Geiz sammelt, die Gier verschlingt.
Sprichw.Beide Laster verhalten sich zum Besitz gegensätzlich und richten doch denselben Schaden an.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Geiz ist die Wurzel allen Übels. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe. Sparsamkeit rechnet, Geiz zählt.
Geiz verdirbt die Freundschaft.
Sprichw.Wer bei jeder Kleinigkeit rechnet, verliert die Zuneigung der anderen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: GeizFreundschaftGeld
Siehe auch: Wer jeden Vorteil sucht, findet keinen Partner.
Der Geiz wächst mit dem Vermögen.
Sprichw.Anders als erwartet nimmt die Sparsamkeit mit dem Wohlstand zu statt ab.
Juvenalrömischer Satiriker, um 60 bis 130 n. Chr.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Juvenal, der schreibt, die Geldgier wachse mit dem Geld.
QuelleJuvenal
Siehe auch: Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn. Der Geiz macht den Beutel schwer und das Herz leer. Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen.
Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn.
Sprichw.Wer nur noch ans Sparen denkt, wird von seinem Vermögen beherrscht statt umgekehrt.
Publilius Syrusrömischer Spruchdichter, 1. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in dieser Form bereits bei dem römischen Autor Publilius Syrus.
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht. Geld sättigt keinen Hunger. Geld allein macht nicht glücklich.
Der Geizige gibt erst im Tod.
Sprichw.Wer zu Lebzeiten nichts hergibt, tut es unfreiwillig am Ende doch.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer alles behalten will, verliert am Ende alles.
Der Geizige gönnt sich selbst am wenigsten.
Sprichw.Wer nichts hergibt, hält sich selbst am kürzesten.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: GeizBescheidenheitGlück
Siehe auch: Wer nur spart, lebt nicht. Sparen ohne Zweck ist Verzicht ohne Grund. Der Geizige lebt arm, um reich zu sterben.
Der Geizige lebt arm, um reich zu sterben.
Sprichw.Wer nur sammelt, verzichtet zu Lebzeiten auf das, wofür er sammelt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Publilius Syrus und wurde im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert wiedergegeben.
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Wer nur spart, lebt nicht. Der Geizige gönnt sich selbst am wenigsten. Das Alter ist eine Insel, die alle erreichen wollen und niemand betreten will.
Der Geizige schlachtet das Huhn, das ihm Eier legt.
Sprichw.Wer nur auf den sofortigen Gewinn schaut, zerstört die Quelle.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus einer Fabel Äsops von der Gans mit den goldenen Eiern.
Themen: GeizKlugheit und DummheitTiere
QuelleÄsop
Der Geizige und der Verschwender kommen beide zu kurz.
Sprichw.Weder Knausern noch Prassen führt zu einem vernünftigen Auskommen.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die aristotelische Lehre von der Mitte zurück, nach der beide Extreme das rechte Maß verfehlen.
Siehe auch: Wer nur spart, lebt nicht. Sparsamkeit rechnet, Geiz zählt. Sparsamkeit erhält das Haus.
Der Geizige zahlt zweimal.
Sprichw.Wer an der falschen Stelle spart, muss die Sache ein zweites Mal anschaffen.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer nur auf den Preis sieht, kauft zweimal. Wer billig kauft, kauft zweimal. Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt.
Dem Geizigen ist nie genug.
Sprichw.Wer knausert und rafft, findet nie einen Punkt, an dem er zufrieden wäre.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Horaz, der den Geizigen als jemanden beschreibt, dem stets zum Ganzen etwas fehlt.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Geiz ist die Wurzel allen Übels. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Geld allein macht nicht glücklich.
Sprichw.Wohlstand ersetzt keine Zufriedenheit, auch wenn er das Leben leichter macht.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig und wird gern mit dem spöttischen Zusatz versehen, es gehöre aber Geld dazu.
Siehe auch: Der Geiz macht den Beutel schwer und das Herz leer. Das Glück wohnt selten in großen Häusern. Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Geld ist ein guter Diener und ein schlechter Herr.
Sprichw.Als Werkzeug ist Vermögen nützlich, als Lebensziel richtet es Schaden an.
Herkunft: Der Gedanke wird Francis Bacon zugeschrieben und findet sich in ähnlicher Form bereits bei den antiken Moralisten.
Themen: GeldMachtKlugheit und Dummheit
QuelleFrancis Bacon
Siehe auch: Erfolg ist ein Ergebnis, kein Ziel.
Geld regiert die Welt.
Sprichw.Nüchterne Feststellung, dass finanzielle Mittel über den Lauf der Dinge entscheiden.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt und im Zeitalter der aufkommenden Handelshäuser zu einem geflügelten Wort geworden.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer die Jugend hat, hat die Zukunft. Die Hand, die die Wiege schaukelt, regiert die Welt.