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Sprichwörter mit G
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48 Einträge mit Bedeutung · Seite 1 von 2
Gäste sind wie Fische, nach drei Tagen fangen sie an zu riechen.
Sprichw.Auch der willkommene Besuch sollte nicht zu lange bleiben.
Herkunft: Der Vergleich ist als lateinisches Sprichwort überliefert und wird häufig Benjamin Franklin zugeschrieben, ist aber deutlich älter.
Themen: NachbarnHaus und HeimatFreundschaft
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Geben ist seliger denn nehmen.
Sprichw.Wer etwas gibt, hat mehr davon als der, der nur empfängt.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Apostelgeschichte 20,35).
Auch: Geben ist seliger als Nehmen.
Themen: GroßzügigkeitDankbarkeitZusammenhalt
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer gern gibt, dem gibt man gern. Die gebende Hand wird nicht leer. Wer gibt, macht sich frei.
Die gebende Hand wird nicht leer.
Sprichw.Wer großzügig ist, verarmt daran nicht.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach dem Gebenden nichts mangelt.
Themen: GroßzügigkeitReichtumDankbarkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer gibt, macht sich frei. Wer gern gibt, dem gibt man gern. Geben ist seliger denn nehmen.
Gebranntes Kind scheut das Feuer.
Sprichw.Wer einmal Schaden genommen hat, geht dieser Gefahr künftig aus dem Weg.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 13. Jahrhundert belegt und damit eines der ältesten schriftlich bezeugten deutschen Sprichwörter.
Themen: ErfahrungAngstKinderVorsicht
Siehe auch: Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin. Durch Schaden wird man klug.
Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.
Sprichw.Gegen die Sterblichkeit hilft kein Mittel.
Herkunft: Die Wendung stammt aus der Kräuterheilkunde: Für jedes Leiden gab es ein Kraut, für den Tod keines. In deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: TodGesundheitSchicksal
Siehe auch: Sterben müssen wir alle. Dem Tod entrinnt niemand. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders.
Gegen die Natur kämpft man vergebens.
Sprichw.Was in der Natur der Sache liegt, lässt sich nicht abstellen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Horaz, der schreibt, man könne die Natur mit der Mistgabel austreiben, sie kehre dennoch zurück.
Themen: NaturErfahrungSchicksal
QuelleHoraz
Siehe auch: Die Natur lässt sich nicht betrügen. Es wächst kein Baum in den Himmel.
Gegensätze ziehen sich an.
Sprichw.Sehr verschiedene Menschen finden oft gerade wegen ihrer Unterschiede zueinander.
Herkunft: Die Formel stammt aus der Physik des 19. Jahrhunderts, wo ungleichnamige Pole einander anziehen, und wurde von dort auf Menschen übertragen.
Themen: LiebePartnerschaftFreundschaft
Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Sprichw.Beide Laster kennen keinen Punkt, an dem sie zufrieden wären.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Geiz ist die Wurzel allen Übels. Dem Geizigen ist nie genug.
Geiz ist die Wurzel allen Übels.
Sprichw.Übertriebene Sparsamkeit und Habgier gelten als Ursache vieler Missstände.
Herkunft: Zurückgehend auf das Neue Testament (1. Timotheus 6,10), wo die Geldgier so bezeichnet wird.
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Dem Geizigen ist nie genug. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Geiz verdirbt die Freundschaft.
Sprichw.Wer bei jeder Kleinigkeit rechnet, verliert die Zuneigung der anderen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: GeizFreundschaftGeld
Der Geiz wächst mit dem Gelde.
Sprichw.Je mehr jemand besitzt, desto ungern gibt er etwas davon her.
Juvenalrömischer Satiriker, um 60 bis 130 n. Chr.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in ähnlicher Form bereits bei Juvenal.
QuelleJuvenal
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn. Wer viel hat, will noch mehr.
Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn.
Sprichw.Wer nur noch ans Sparen denkt, wird von seinem Vermögen beherrscht statt umgekehrt.
Publilius Syrusrömischer Spruchdichter, 1. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in dieser Form bereits bei dem römischen Autor Publilius Syrus.
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Der Geiz wächst mit dem Gelde. Geld allein macht nicht glücklich. Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Der Geizige lebt arm, um reich zu sterben.
Sprichw.Wer nur sammelt, verzichtet zu Lebzeiten auf das, wofür er sammelt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Publilius Syrus und wurde im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert wiedergegeben.
QuellePublilius Syrus
Der Geizige und der Verschwender kommen beide zu kurz.
Sprichw.Weder Knausern noch Prassen führt zu einem vernünftigen Auskommen.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die aristotelische Lehre von der Mitte zurück, nach der beide Extreme das rechte Maß verfehlen.
Siehe auch: Sparsamkeit erhält das Haus.
Dem Geizigen ist nie genug.
Sprichw.Wer knausert und rafft, findet nie einen Punkt, an dem er zufrieden wäre.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Horaz, der den Geizigen als jemanden beschreibt, dem stets zum Ganzen etwas fehlt.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Geiz ist die Wurzel allen Übels. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Geld allein macht nicht glücklich.
Sprichw.Wohlstand ersetzt keine Zufriedenheit, auch wenn er das Leben leichter macht.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig und wird gern mit dem spöttischen Zusatz versehen, es gehöre aber Geld dazu.
Siehe auch: Gesundheit ist der größte Reichtum. Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn. Der Geiz wächst mit dem Gelde.
Geld regiert die Welt.
Sprichw.Nüchterne Feststellung, dass finanzielle Mittel über den Lauf der Dinge entscheiden.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt und im Zeitalter der aufkommenden Handelshäuser zu einem geflügelten Wort geworden.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Die Hand, die die Wiege schaukelt, regiert die Welt.
Geld stinkt nicht.
Sprichw.Wird gesagt, wenn jemandem die Herkunft eines Gewinns gleichgültig ist.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „pecunia non olet“, die auf Kaiser Vespasian und dessen Steuer auf öffentliche Bedürfnisanstalten zurückgeführt wird.
Geld und Freundschaft verträgt sich schlecht.
Sprichw.Wer Geld unter Freunden verleiht, riskiert die Freundschaft gleich mit.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Shakespeare, dessen Polonius rät, weder Borger noch Verleiher zu sein, weil das Darlehen oft beides koste, Geld und Freund.
Themen: GeldFreundschaftVertrauen
QuelleShakespeare
Siehe auch: Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. Borgen macht Sorgen.
Gelegenheit macht Diebe.
Sprichw.Wer offen liegen lässt, was leicht zu nehmen ist, verführt andere zum Zugreifen.
Herkunft: Die Wendung übersetzt das lateinische „occasio facit furem“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Recht und GerechtigkeitVorsichtEhrlichkeit
Siehe auch: Doppelt hält besser. Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Gesagt, getan.
Sprichw.Wird gesagt, wenn ein Vorhaben ohne jede Verzögerung umgesetzt wird.
Herkunft: Die Wendung übersetzt das lateinische „dictum factum“, das bei Terenz belegt ist.
QuelleTerenz
Siehe auch: Zeit und Stunde warten auf niemanden. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Viele Hände, schnelles Ende.
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Sprichw.An einem Geschenk soll man nicht herummäkeln.
Herkunft: Beim Pferdekauf wurde das Alter am Gebiss geprüft. Bei einem geschenkten Tier galt diese Prüfung als unhöflich.
Themen: DankbarkeitTiereGroßzügigkeit
Siehe auch: Das Denken soll man den Pferden überlassen, die haben den größeren Kopf.
Gestorben wird immer.
Sprichw.Trockener Kommentar, meist von Berufsgruppen gebraucht, deren Arbeit vom Sterben abhängt.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts, deren Erstbeleg sich nicht ausmachen lässt.
Siehe auch: Dem Tod entrinnt niemand.
Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Sprichw.Körperliches und geistiges Wohlbefinden hängen zusammen.
Juvenalrömischer Satiriker, um 60 bis 130 n. Chr.
Herkunft: Verkürzte Übersetzung aus einer Satire Juvenals („mens sana in corpore sano“), dort ursprünglich als Wunsch formuliert.
Themen: GesundheitLeben
QuelleJuvenal
Siehe auch: Der erste Reichtum ist die Gesundheit.
Gesundheit ist der größte Reichtum.
Sprichw.Kein Besitz wiegt den Verlust der Gesundheit auf.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Ärzten und bei Vergil. Im Deutschen ist die Formel seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: GesundheitReichtumGlück
QuelleVergil
Siehe auch: Geld allein macht nicht glücklich. Der erste Reichtum ist die Gesundheit. Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Geteilte Freude ist doppelte Freude.
Sprichw.Ein schönes Erlebnis wirkt stärker, wenn man es mit anderen teilt.
Herkunft: Die Formel geht auf einen Vers von Christoph August Tiedge aus dem frühen 19. Jahrhundert zurück und hat sich von dort als Sprichwort verselbstständigt.
Themen: FreundschaftGlückZusammenhalt
QuelleTiedge
Siehe auch: Unglück verbindet. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Geteiltes Brot schmeckt besser.
Geteiltes Brot schmeckt besser.
Sprichw.Was man mit anderen teilt, gewinnt an Wert, statt zu verlieren.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel aus dem Umfeld der Tischsprüche, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: GroßzügigkeitEssenFreundschaft
Siehe auch: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Unglück verbindet. Geteilte Freude ist doppelte Freude.
Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Sprichw.Wer über seinen Kummer spricht, empfindet ihn weniger schwer. Meist gepaart mit dem Gegenstück über die geteilte Freude.
Herkunft: Das Gegenstück zur geteilten Freude, beide Hälften werden meist zusammen zitiert. Der Gedanke ist wesentlich älter und findet sich bereits bei Cicero.
Auch: Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude.
Themen: PartnerschaftFreundschaftZusammenhaltUnglück
QuelleCicero
Siehe auch: Geteilte Freude ist doppelte Freude. Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Ohne Regen kein Regenbogen.
Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren.
Sprichw.Scherzhafte Rechtfertigung dafür, sich ein Getränk zu gönnen.
Herkunft: Ein Trinkspruch aus dem Studenten- und Zunftliedgut des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Ein guter Trunk macht Alte jung.
Gleich und gleich gesellt sich gern.
Sprichw.Menschen suchen die Nähe derer, die ihnen ähnlich sind.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Homer und wird von Platon aufgegriffen. Im Deutschen ist die Reimfassung seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: FreundschaftPartnerschaftErfahrung
Siehe auch: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Gleiche Brüder, gleiche Kappen. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.