Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über Partnerschaft
Wer zu wem passt und warum: Diese Sprichwörter beschreiben Anziehung meist als Frage der Ähnlichkeit.
25 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Eifersucht ist ein schlechter Ratgeber.
Sprichw.Wer aus Eifersucht handelt, trifft selten eine vernünftige Entscheidung.
Herkunft: Eine jüngere Bildung nach dem Vorbild der Formel von der Angst als schlechtem Ratgeber.
Themen: EifersuchtKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen. Eifersucht macht blind. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
Sprichw.Wortspiel darüber, dass Eifersüchtige gerade das finden, was sie unglücklich macht.
Herkunft: Der Ausspruch wird häufig Franz Grillparzer zugeschrieben, ist bei ihm aber nicht nachweisbar.
Themen: EifersuchtLiebe
QuelleGrillparzer
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Eifersucht ist Gift für die Liebe. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Eifersucht ist Gift für die Liebe.
Sprichw.Anhaltendes Misstrauen zerstört eine Beziehung von innen.
Herkunft: Das Bild vom Gift für ein Gefühl ist alt; die konkrete Fassung ist im Deutschen erst seit dem 20. Jahrhundert verbreitet.
Themen: EifersuchtLiebeEhe
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Sprichw.Wer über seinen Kummer spricht, empfindet ihn weniger schwer. Meist gepaart mit dem Gegenstück über die geteilte Freude.
Herkunft: Das Gegenstück zur geteilten Freude, beide Hälften werden meist zusammen zitiert. Der Gedanke ist wesentlich älter und findet sich bereits bei Cicero.
Auch: Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude.
Themen: FreundschaftZusammenhaltUnglück
QuelleCicero
Siehe auch: Geteilte Freude ist doppelte Freude. Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Ohne Regen kein Regenbogen.
In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag.
Sprichw.Eine Verbindung entscheidet sich nicht am Fest, sondern an den Tagen danach.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Nach der Hochzeit kommt der Alltag. Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Liebe geht durch den Magen.
Sprichw.Gutes Essen ist ein wirksamer Weg, jemandem nahezukommen.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und gehört in die Zeit, in der die bürgerliche Hausfrau über das Essen definiert wurde.
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Eifersucht. Was sich liebt, das neckt sich.
Misstrauen ist der Anfang vom Ende.
Sprichw.Sobald das Vertrauen wegbricht, ist eine Beziehung kaum noch zu halten.
Herkunft: Eine jüngere Formel, die in Ratgeberliteratur des 20. Jahrhunderts verbreitet ist. Ein älterer Beleg fehlt.
Themen: EifersuchtVertrauenEhe
Siehe auch: Wer gehen will, den soll man nicht halten.
Nach der Hochzeit kommt der Alltag.
Sprichw.Auf die Feier folgt das gemeinsame Leben, und das sieht anders aus als der Hochzeitstag.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, die den Gegensatz zwischen Hochzeitsfeier und Ehealltag benennt.
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag.
Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen.
Sprichw.Ständiges Nachfragen erzeugt genau das Misstrauen, das es aufdecken wollte.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet nach dem biblischen Muster von Saat und Ernte.
Themen: EifersuchtVertrauen
Siehe auch: Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Eifersucht macht blind. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
Wer gehen will, den soll man nicht halten.
Sprichw.Ein Mensch, der sich entschieden hat, lässt sich ohnehin nicht umstimmen.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet aus der älteren Gastregel, man solle niemanden am Gehen hindern.
Themen: AbschiedFreundschaft
Siehe auch: Wer geht, lässt immer etwas zurück. Scheiden tut weh. Abschiednehmen und Wiedersehen sind Geschwister.
Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser.
Sprichw.Alte, spöttisch gemeinte Abwägung zwischen Ehe und Ledigenstand.
Herkunft: Anspielung auf eine Aussage des Apostels Paulus im ersten Korintherbrief (1. Korinther 7,38), die in der Volksüberlieferung ihren belehrenden Ton verloren hat.
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Ehen werden im Himmel geschlossen.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.
Sprichw.Vor einer lebenslangen Bindung sollte man genau hinsehen, ob man wirklich zusammenpasst.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Die Zeilen stammen aus Friedrich Schillers „Lied von der Glocke“ (1799).
QuelleSchiller
Siehe auch: Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser. Ehen werden im Himmel geschlossen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Durch dick und dünn gehen.
Sprichw.Jemandem in jeder Lage zur Seite stehen, auch wenn es schwierig wird.
Herkunft: „Dick“ meinte im Mittelhochdeutschen das Dickicht, „dünn“ das offene Feld. Wer durch dick und dünn geht, folgt einem anderen durch jedes Gelände.
Themen: FreundschaftZusammenhalt
Siehe auch: In guten wie in schlechten Tagen.
Eine Ehe ist ein langes Gespräch.
Sprichw.Was eine lange Beziehung trägt, ist weniger die Leidenschaft als die Fähigkeit, miteinander zu reden.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Der Gedanke stammt aus Friedrich Nietzsches „Menschliches, Allzumenschliches“ (1878).
QuelleNietzsche
Die Ehe ist Himmel und Hölle zugleich.
Sprichw.Dieselbe Verbindung bringt die größten Freuden und die größten Belastungen hervor.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert, meist als Warnung vor überzogenen Erwartungen.
Gleich und gleich gesellt sich gern.
Sprichw.Menschen suchen die Nähe derer, die ihnen ähnlich sind.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Homer und wird von Platon aufgegriffen. Im Deutschen ist die Reimfassung seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: FreundschaftErfahrung
Siehe auch: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Gleiche Brüder, gleiche Kappen. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Heirate über den Mist, dann weißt du, wer sie ist.
Sprichw.Rat, jemanden aus der eigenen Nachbarschaft zu heiraten, weil man dort die Verhältnisse kennt. Der Mist meint den Misthaufen des Nachbarhofs.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt, entstanden im bäuerlichen Umfeld.
In guten wie in schlechten Tagen.
Sprichw.Formel aus dem Eheversprechen, mit der Beistand unabhängig von den Umständen zugesagt wird.
Herkunft: Stammt aus dem Traugelöbnis der christlichen Kirchen und ist von dort in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen.
Themen: EheZusammenhalt
Siehe auch: Durch dick und dünn gehen.
Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Sprichw.Ein einmal geschlossener Bund soll nicht wieder aufgelöst werden; klassische Formel bei kirchlichen Trauungen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 19,6).
QuelleNeues Testament
Was sich liebt, das neckt sich.
Sprichw.Kleine Sticheleien zwischen zwei Menschen gelten als Zeichen von Zuneigung.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Der Satz wird heute kritisch gesehen, weil er Grenzüberschreitungen verharmlosen kann.
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Eifersucht. Liebe geht durch den Magen.
Wo Liebe ist, da ist auch Eifersucht.
Sprichw.Wer sich stark bindet, fürchtet auch, den anderen zu verlieren.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Ovid, der schreibt, wer nicht eifersüchtig sei, liebe nicht.
Auch: Eifersucht ist die Schwester der Liebe.
Themen: EifersuchtLiebe
QuelleOvid
Siehe auch: Was sich liebt, das neckt sich. Liebe geht durch den Magen. Eifersucht hört nicht auf Vernunft.
Wo Liebe ist, da ist auch Streit.
Sprichw.Wer sich nahesteht, gerät auch aneinander; das eine schließt das andere nicht aus.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Streit mit dem Nachbarn dauert länger als mit dem Fremden. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Wenn zwei Hunde um einen Knochen streiten, läuft der dritte damit fort.
Kurze Sprichwörter
Eifersucht macht blind.
Sprichw.Wer eifersüchtig ist, sieht überall Anzeichen für Verrat, auch wo keine sind.
Herkunft: Eine Bildung nach dem Muster des älteren Satzes, die Liebe mache blind. Im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: EifersuchtLiebe
Siehe auch: Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Eifersucht ist Gift für die Liebe. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Gegensätze ziehen sich an.
Sprichw.Sehr verschiedene Menschen finden oft gerade wegen ihrer Unterschiede zueinander.
Herkunft: Die Formel stammt aus der Physik des 19. Jahrhunderts, wo ungleichnamige Pole einander anziehen, und wurde von dort auf Menschen übertragen.
Themen: LiebeFreundschaft
Liebe macht blind.
Sprichw.Wer verliebt ist, übersieht die Fehler des anderen.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Dichtung verbreitet, unter anderem bei Theokrit und Plautus. Die Darstellung des Liebesgottes mit verbundenen Augen ist eine mittelalterliche Zutat.
Themen: LiebeKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Wer nichts fürchtet, ist nicht mutig, sondern unwissend. Die Wahrheit liegt in der Mitte.
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